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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann. Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.
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Tina-Reittherapeutin
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Betreff des Beitrags: Paranoide Schizophrenie Verfasst: 07. Feb 2007, 11:58:19 |
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Registriert: 09. Mai 2005, 10:15:11 Beiträge: 559 Wohnort: Norddeutschland /Jade
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Hallo,
Hätte gerne eure Meinung dazu gehört :
habe die Anfrage eines Patienten mit Paranoider Schizophrenie für therp.Reiten!
( lasst es wirken und äußert euch dazu )
LG
Tina
_________________ " Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen." ( Goethe )
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Stef
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 07. Feb 2007, 14:24:18 |
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| Postrank 5 |
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Registriert: 11. Jan 2006, 20:26:53 Beiträge: 254 Wohnort: Siegen
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Ich arbeite mit mehreren Einrichtungen der Psychiartischen Versorgung zusammen. Bei den Klienten, die von dort zu mir kommen sind auch immer wieder Menschen mit der Diagnose Paranoide Shizophrenie. Dies ist keine Kontraindikation zum ThR.
Bei den Wohnheimen ist das Ziel der RT oft die Beseitigung oder Verhinderung sekundärer Probleme, z.B.
- das Haus mal wieder verlassen und soziale Ängstlichkeit abbauen
- sich nonverbal unterhalten können (mit dem Pferd)
- in Bewegung kommen und körperliche und psychische Starren lösen
Seltener geht es darum, die Störung an sich im Zentrum der RT zu haben. Dabei sollte man auch auf keinen Fall aufdeckend, also mit den Inhalten und Auslösern der Psychose arbeiten, sondern an den aktuellen Wünschen und Empfindungen der Klienten. Bei uns ist dazu oft Thema:
- Entspannung finden
- die Zügen in die Hand nehnen
- ins Gleichgewicht kommen
Kontrainidiziert ist ein aktueller psychotischer Schub mit Fremd- oder Selbstgefährung, oder ein soweit "entrückter" Klient, der auf Anweisungen nicht mehr reagieren kann.
Ich muss dazu sagen, dass ich vor meiner Selbständigkeit als RT ca. acht Jahre in der Psychiatrie gearbeitet habe und Erfahrungen mit den Krankheitsbildern habe.
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Martina
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 07. Feb 2007, 16:43:17 |
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| Postrank 7 |
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Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41 Beiträge: 708
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Hallo,
ich schließe mich da Steff an. Habe mal in einem Kunstprojekt (aber eben nicht Kunsttherapie, sondern Kunst "machen" eben auch als "nicht psychotherapeutisches" Begleitangebot (Entspannung finden, Kreativität entdecken usw.) mit Psychiatriepatienten gearbeitet.
Es muß eben klar sein, daß es nicht um psychotherapeutisches geht, sondern nur um die Aspekte dieses "Begleitangebots".
Allerdings denke ich, daß trotzdem unbedingt Erfahrung und Wissen um diese Krankheitsbilder dazugehört, ohne das würde ich Abstand nehmen. (Es sei denn, es gibt die Möglichkeit eine Begleitperson dabei zu haben).
Dazu müssen natürlich vorherige Absprachen und das "okay" von behandelnden Ärzten, Psychotherapeuten etc. da sein.
Martina
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Joey
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 07. Feb 2007, 22:51:11 |
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Registriert: 24. Jul 2006, 20:03:35 Beiträge: 1968 Wohnort: tiefstes Niederbayern *gg*
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Wollte auch grad sagen, ich würde mich informieren.
a) das Krankheitsbild und
b) bei Betreuern und Ärzten des Klienten.
Und ich würde auf meine innere Stimme horchen.
Außerdem würde ich jemand dabei sein lassen, der guten Bezug zum Klienten hat (z.B. Betreuer).
Viel Glück und alles Gute!!
Claudia
_________________ „Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte - das Unum des Universums.“ Novalis
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Tina-Reittherapeutin
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 08. Feb 2007, 07:57:59 |
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Registriert: 09. Mai 2005, 10:15:11 Beiträge: 559 Wohnort: Norddeutschland /Jade
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Hallo,
das theoretische und praktische Wissen mit diesen Patienten hab ich ja ... und die Ärzte sind sehr kooperativ !
Nur in Verbindung mit Reittherapie ist das für mich neu..
Deshalb schonmal DANKE für eure Beiträge  ,
Sollte vielleicht ergänzen, dass ich einen Jugendlichen mit Paran.-Schizo. in meinem Haushalt betreut habe ,über Jahre und dies nicht gerade die schönsten Erinnerungen in mir weckt
LG
Tina
_________________ " Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen." ( Goethe )
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Stef
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 08. Feb 2007, 08:30:40 |
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| Postrank 5 |
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Registriert: 11. Jan 2006, 20:26:53 Beiträge: 254 Wohnort: Siegen
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Wenn Du nach der Verbindung zur RT suchst, da gibt es ein paar Beiträge in den Büchern von Marianne Gäng
"Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren" und "Reittherapie".
In Antonius Kröger "Partnerschaftlich miteinander umgehen" findet sich ebenfalls ein längeres Kapitel zum Thema.
Der Deutsche Kuratorium für ThR hat einen Reader herasgegeben "Die Arbeit mit dem Pferd in Psychiatrie und Psychotherapie" und es gibt noch eine Sammlung der FAPP (Fachgruppe Arbeit mit dem Pferd in der Psychotherapie) "Psychotherapie mit dem Pferd". Letztere beide Publikationen sind eher psychoanalytisch orientiert. Ich finde sie aber trotzdem nützlich, da verdeutlicht wird, was der Kontakt zum Pferd und die entsprechende Anleitung beim Klienten auslösen kann. Hat mir geholfen, meinen Rahmen und meine Grenzen zu stecken.
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Tina-Reittherapeutin
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 08. Feb 2007, 09:10:42 |
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Registriert: 09. Mai 2005, 10:15:11 Beiträge: 559 Wohnort: Norddeutschland /Jade
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Danke Stef, die Bücher hab ich hier  ( die ersten 2 )...habe auch einiges von diesem schon verwendet.
Interessant für mich zu hören ist es , wenn mir jemand aus der Praxis erzählt in Verbindung mit speziell diesem Krankheitsbild.
Bin mir jedoch bewusst darüber, das man es lediglich allgemein halten kann, weil es so viele Karakter dieser Krankheit gibt ( Ausprägung etc. )
Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Ich-Störungen prägen sie ja, aber immer in unterschiedliche Richtungen. So ist es doch was anderes, wenn jemand denkt, alles und jeder sei Verwanzt und hört mit , als das jemand meint Gott zu sein, heilen zu können, ABER auch Leben geben und nehmen zu können !!!!
LG
Tina
_________________ " Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen." ( Goethe )
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Stef
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 08. Feb 2007, 16:23:33 |
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| Postrank 5 |
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Registriert: 11. Jan 2006, 20:26:53 Beiträge: 254 Wohnort: Siegen
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Nach meiner Erfahrung ist das Schöne in der RT mit psychotischen Klienten, dass der Wahn nicht im Vordergrund steht. Fast alle Leute werden vom Pferd sehr angesprochen und möchten in Kontakt treten, viele können für diese Zeit das Gespräch (und damit vermutlich auch die Gedanken) auf ein anderes Ziel richten.
Ich gehe in der Regel nicht auf Gespräche mit psychotischem Inhalt ein, sondern beziehe die Situation immer wieder auf das hier und jetzt, was mittels Pferd ja ganz gut geht. Wie gesagt - aktute Psychose ausgeschlossen.
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