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Therapeutisches Reiten - Reittherapie

Forum zum Thema "Heilpädagogisches Reiten" für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, Therapeutisches Reiten für Behinderte.
 
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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann.
Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.

 
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 Betreff des Beitrags: Kinderreitstunden
BeitragVerfasst: 06. Jun 2006, 10:52:45 
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Registriert: 16. Mär 2006, 22:07:28
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Hallo!
Ich bin schon länger HML und hab jetzt auch mal eine Frage! :wink:
Leider bin ich (noch) keine Reittherapeutin, will die Ausbildung aber schon seit langem machen. Ich muß nur noch schauen, wie ich das mit Kindern, Tieren, Geld und Zeit auf die Reihe kriege! :P

Im November ist mein Hafi beim Martinszug mitgegangen. Viele Eltern haben mich dort wegen Kinderreiten angesprochen. Da ich zur Zeit keine Arbeit habe, habe ich mir überlegt, jetzt mal was anzubieten.

Ich habe mir gedacht, dass ich "Ponyspaß" in Kleingruppen (bis 4 Kinder) für Kinder bis ca. 8 Jahren anbiete. Eine Einheit sind 2 Stunden mit ca. 20 Min. Putzen und abwechselnd "Reiten". Ich möchte außer den üblichen Übungen (Arme kreisen, hinlegen, Fußspitzen berühren usw.) mit Ringen, Bälle usw. spielen, also z. B. ein Kind reitet, die anderen stehen mit ausgetreckten Armen in der Bahn und das Reitkind fädelt Ringe über die Arme usw. Alle Kinder sollen mit einbezogen werden. Dazu möchte ich viel über Pferde erklären und auch mal Einheiten machen, wo "nur" die Pferde geschmückt, angemalt, gewaschen usw. werden.
Ich habe eine Schulpferdeversicherung für meinen Hafi und eine Reitlehrerhaftpflicht für mich abgeschlossen.

Am Wochenende waren auch schon Eltern und Kinder zum "Schnuppern" da. Sie waren alle begeistert und sagen, genau sowas suchen sie. Sonst gibt es in der näheren Umgebung auch für kleine Kinder nur Reitställe, wo die Kinder auf ein gesatteltes Pferd gesetzt werden und ihre halbe Stunde abreiten, während das Pferd den anderen nachläuft. Das kostet dann 8 Euro die halbe Stunde.

Ich habe mir überlegt, dass ich für eine Gruppe einen "Block" mit 6 Einheiten mache und dafür 80 Euro pro Kind verlange. 15 Km weiter bietet ein Ponyhof Kinderreiten zu diesem Preis an, nur dass die Kinder nicht in einer Bahn sondern im Roundpen reiten und immer zwei oder drei Kinder in der Mitte warten und nicht mit einbezogen werden.

Jetzt haben sich mehrere Eltern beschwert, dass ihnen das zu teuer wäre.
Die Argumente waren: Die Pferde sind ja sowieso da, die Musikschule ist auch schon so teuer und ich wäre ja keine Reittherapeutin.

Ich biete den "Ponyspaß" auch nicht als Therapie an, sondern hab immer nur gesagt, eher in Richtung "Therapie" als in Richtung "Reitschule".

O.k., ich hab keine Ausbildung, reite aber schon seit über 30 Jahren, habe seit 20 Jahren die Pferde in Eigenregie, habe zwei Kinder mit ADHS, habe Kindergruppen geleitet und arbeite im sozialen Bereich. Ich hab meiner Meinung also genügend Erfahrung mit Pferden und Kindern! :wink:

Sind 80 Euro für 6 x 2 Stunden doch zu teuer? Die Eltern würden maximal 60 Euro bezahlen, lieber noch 50 Euro.

Ach ja, ich komme aus Süddeutschland (Bayern/Oberpfalz)


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BeitragVerfasst: 06. Jun 2006, 22:44:23 
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Also, wenn mich meine Rechenkünste jetzt nicht verlassen, dann kostet die Stunde 6,66 €.
Da würde ich unter keinen Umstännden drunter gehen. Gute Arbeit ist gutes Geld wert, Du musst ja auch Deine Versicherung bezahlen und willst auch einen angemessenen Stundenlohn haben.
Es werden sicher Leute kommen, die bereit sind, diesen Preis zu zahlen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kinderreitstunden
BeitragVerfasst: 07. Jun 2006, 13:38:03 
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Registriert: 20. Mai 2006, 10:25:08
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Bagi hat geschrieben:
Ich habe eine Schulpferdeversicherung für meinen Hafi und eine Reitlehrerhaftpflicht für mich abgeschlossen.

...............

Jetzt haben sich mehrere Eltern beschwert, dass ihnen das zu teuer wäre.
Die Argumente waren: Die Pferde sind ja sowieso da, die Musikschule ist auch schon so teuer und ich wäre ja keine Reittherapeutin.



Also, als Papa von pferdebegeisterten Kindern :wink: sage ich: Schade, dass Du so weit entfernt von uns bist! :lol: Lass Dich von den Eltern bloß nicht "weichklopfen". :evil: Deren "Argumente" sind meines Erachtens absolut nicht stichhaltig. Bei der Musikschule oder dem Ponyhof meckern sie ja anscheinend auch nicht, bzw. haben dort keinen Erfolg damit. Wer es sich nicht leisten kann (oder besser möchte) soll es eben lassen. :roll:

Rein vorsorglich: Kläre mit Deinem Haftpflichtversicherer, ob die Reitlehrer-Hpfl. und auch die Schulpferdeversicherung das von Dir durchgeführte mit abdeckt. Schadet nicht, und sicher ist sicher.. 8)

LG Krischan


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BeitragVerfasst: 07. Jun 2006, 17:24:57 
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Hallo Bagi,

meine reitlehrerin bietet auch kinderreitstunden an. ihr konzept ist auf natural horsemanship ausgerichtet, die kinder lernen eben auch pferdeverhalten, kommunikation mit pferden, wie verhalten sich pferde untereinander, wie spielen pferde, wie motiviere ich ein pferd, was darf ein pferd essen usw. usw. im vordergrund steht also erst einmal die (spielerische) wissensvermittlung, dann geht es weiter mit bodenarbeit, dann mit reitunterricht. sie nimmt 10€/kind für 20 minuten (einzelunterricht oder zu 2.). die eltern bezahlen das für guten unterricht mit einem fundierten konzept gerne. (der reitunterricht in benachbarten ställen ist deutlich billiger, aber eben das übliche "man wird in der abteilung auf ein pferd gesetzt und lernt dementsprechend wenig").

man braucht halt etwas, bis man sich einen namen gemacht hat, aber letztlich setzt sich qualität da durch und sind eltern sehr an kompetenz und qualität interessiert.

gedanken machen würde ich mir an deiner stelle auch über die berufsgenossenschaft, die unfallversicherung, darüber, dass reitlehrer ein gewerbe ist und als solches angemeldet werden muß, die steuer, die frage, wo die lieben kleinen mal pinkeln gehen können, ohne das dir das ordnungsamt in die quere kommt und ähnliche bürokratische fragen.

Martina


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BeitragVerfasst: 07. Jun 2006, 19:07:46 
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Hallo!
Vielen Dank für euere Antworten!

Stef, ich habe mir auch gedacht, dass 6,66 Euro pro Stunde nicht viel sind. Ich hab mir jetzt überlegt, dass ich den ersten Block praktisch zum Schnuppern günstiger mache, da alle erst mal mich und was ich mache kennenlernen müssen, aber ab dem 2. Mal kostet es 80 Euro und Schluß. Ich bin gespannt, was die Eltern dazu sagen.

Krischan, die Versicherungen decken das mit ab, das hab ich schon vor Abschluß erfragt! :wink:

Martina, so in der Art, wie es deine Reitlehrerin macht, habe ich das auch vor. Vor allem eben viel über Pferdeverhalten usw. erklären, weil in den Reitschulen hier nur das Pferd als "Sportgerät" vermittelt wird. In den ganzen Reitschulen hier gibt es nur Gitterboxen und oft nicht mal einen Auslauf oder eine Koppel. :cry:

"Reitlehrer" ist kein Gewerbe, sondern kann freiberuflich ausgeübt werden. Steuer usw. ist alles geklärt (mein Bruder ist Steuerberater) und ein Klo gibts bei mir im Haus! Ich denke also, daran wird es nicht scheitern! Jetzt müssen nur noch die Eltern kommen, die meinen Unterricht zu schätzen wissen! :wink:

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Viele Grüße
Bagi



"Bevor ein Kind Schwierigkeiten macht, hat es welche." - Alfred Adler


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BeitragVerfasst: 07. Jun 2006, 21:15:02 
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Hallo Bagi,

nein, reitlehrer gehören leider nicht zu den freiberuflern (im gegensatz zu nachhilfelehrern, dozenten etc.), sondern fallen unter gewerbe. bürokratie halt :-)
wirst also um gewerbeanmeldung, bg usw. nicht herumkommen.

Martina


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BeitragVerfasst: 08. Jun 2006, 07:42:39 
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Weißt du das ganz sicher? Mein Bruder hat sich nämlich angeblich erkundigt und mir das so gesagt, und der sollte es ja eigentlich wissen?

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Viele Grüße
Bagi



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BeitragVerfasst: 08. Jun 2006, 07:52:06 
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Ich hab jetzt mal ein bisschen gegoogelt, bei manchen Seiten steht Gewerbe, bei manchen freier Beruf :roll:
Da muß sich mein Bruder wohl nochmal genau erkundigen! :wink:

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Viele Grüße
Bagi



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BeitragVerfasst: 08. Jun 2006, 16:59:32 
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Hallo,

kann dir von mir nur berichten , dass der "Reittherapeut" definitiv ein Freiberufler ist ( ist von meinem Steuerberater und Finanzamt mefrfach abgesegnet worden ! ) und somit auch keine Gewerbesteuer zahlt ! ... Wie das jetzt allerdings beim "Reitlehrer" aussieht kann ich keine konkrete Aussage machen.

LG Tina

Wenn du was neues über den "Reitlehrer" weißt, lass es uns wissen. :wink:

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" Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen." ( Goethe )


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BeitragVerfasst: 08. Jun 2006, 17:53:37 
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Hallo Bagi,

das stimmt schon, kannst du auf jeder ihk-seite nachlesen oder die ihk anrufen.


Martina


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BeitragVerfasst: 08. Jun 2006, 20:04:14 
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Ich hab jetzt mal meinen Vater gefragt (ist auch Steuerberater). Er sagt, er kenne mehrer Reitlehrer, die Freiberufler sind.
Und in meinem Fall brauch ich auf keinen Fall ein Gewerbe anmelden, weil ich sowieso nie so viel verdiene, dass ich Gewerbesteuer zahlen muß, und in so einem Fall ist es dann egal.

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Viele Grüße
Bagi



"Bevor ein Kind Schwierigkeiten macht, hat es welche." - Alfred Adler


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BeitragVerfasst: 08. Jun 2006, 20:04:49 
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Ups, so viele Fehler! :?

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BeitragVerfasst: 08. Jun 2006, 22:23:39 
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Hallo Bagi,

ich weiß von mehreren reitlehrern, dass sie nicht um das gewerbe drumrumgekommen sind. nach diesen listen fällt reitlehrer eindeutig unter gewerbe, da ist laut finanzamt, steuerberater, ihk etc. nichts zu machen.

daher wundert es mich doch sehr, dass es angeblich freiberufliche reitlehrer geben soll. wäre nett, wenn du mal nähere infos oder quellen hättest, wie das denn gehen soll. das würde einige reitlehrer, die ich kenne, sehr interessieren.

Martina


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BeitragVerfasst: 09. Jun 2006, 17:09:13 
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Hallo Bagi,

war gestern spät, daher etwas kurz, ich erklärs nochmal genauer. ich selbst bin auch eine von diesen "unfreiwillig gewerbebetreibenden" und weiß daher um dies leidige thema.

das problem ist ja, dass der staat einem ungern die gewerbesteuer erlässt (logisch aus seiner sicht) und es daher eben sehr, sehr schwierig ist, zu dem kleinen kreis der gewerbesteuerbefreiten (also der freiberufler) zu gehören.

das finanzamt entscheidet ja nicht "nach nase", wer denn nun unter freiberuflich oder unter gewerbe fällt, sondern nach gesetzen, im einkommenssteuergesetz ist definiert, wer denn unter freiberufler fällt, es gibt da zusätzlich diese sogenannten katalogberufe (ärzte, therapeuten, heilpraktiker, z.t. gesundheitsberufe, rechtsanwälte, wirtschaftsprüfer, künstlerische berufe usw.), die das privileg haben, freiberufler sein zu dürfen. (das ist m.e. nicht immer logisch zu verstehen, sondern hängt auch von lobbyarbeit der berufsgruppen ab).

wer nicht darunter fällt, ist eben gewerblich tätig und zahlt gewerbesteuern. so sind die gesetze und demnach fallen reitlehrer (ebenso wie fahrlehrer) unter gewerbe. so ist die gängige praxis und ich kenne nicht einen fall, indem ein reitlehrer es erfolgreich geschafft hätte, dagegen zu klagen.

(und ich weiß aus eigener erfahrung (habe das damals auch mal mit verschiedenen anwälten durchgekaut für meinen bereich (webdesign/marketing), der sogar z.t. ein grenzfall ist), dass klagen da meist aussichtslos sind).

wenn du (oder jemand aus deiner steuerberater-family) ein bfh-urteil kennt, indem reitlehrern recht gegeben wurde, wäre es super, wenn du das hier posten würdest, das würde mich sehr interessieren.

in deinem fall ist es tatsächlich egal, da du ja nicht in größenordnungen kommst, in denen es um gewerbesteuer geht. ich habe da aber eine reitlehrerin im kopf, die projekte mit einer versicherung macht und dadurch sehr gut verdient, wenn du also um andere urteile weißt, poste das doch bitte hier (oder mir als pm).

viele grüße,
Martina


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BeitragVerfasst: 10. Jun 2006, 21:26:44 
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Hallo Martina!
Ich werde mal bei "meinen Steuerberatern" fragen. Sobald ich was weiß, melde ich mich!

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Viele Grüße
Bagi



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