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Therapeutisches Reiten - Reittherapie

Forum zum Thema "Heilpädagogisches Reiten" für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, Therapeutisches Reiten für Behinderte.
 
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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann.
Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.

 
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 Betreff des Beitrags: Weiterbildung nach der Brossard-Methode HBP
BeitragVerfasst: 08. Jun 2008, 20:42:01 
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Hallo!

Also, nachdem ich nun alle fünf Kurse bei Monika Brossard durch habe und grad eben den Diplom-Kurs mach, dachte ich mir, ich könnte hier eigentlich meine Erfahrungen einstellen.

Das ganze ist ein Kurzbericht zu meinen subjektiven Erfahrungen während der Weiterbildung zum Heilpädagogischen Begleiten mit dem Pferd.

Viel Spaß beim Lesen:


Kurs I (im April 2006)

Die Lebenshilfe bietet in Kooperation mit den Landesveränden Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz die berufsbegleitende Weiterbildung zur
tiergestützten Arbeit

Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd
an.




Wie schon erwähnt, handelt es sich nicht um eine Berufsausbildung, sondern um eine Weiterbildung.

Das Ziel der Weiterbildung:

Nach erfolgreicher Teilnahme (dazu gehören auch Lehrproben, Vorführung einer Diareihe u.ä. ) wird ein Zertifikat ausgestellt. Dies bescheinigt dem Teilnehmer die Qualifikation für die selbständige und eigenverantwortliche Durchführung des HBP.
Die Grundlagen für das Zertifikat sind:
Teilnahme an der gesamten Lehrgangsreihe
Bearbeitung der praktischen Aufgaben im eigenen Arbeitsumfeld und Erstellung einer Falldokumentation.
Präsentation der Fallarbeit
Vorbereitung und Durchführung einer Lehrprobe



Zulassungsvoraussetzungen:

Abgeschlossene päd. Ausbildung (Erzieher, Heilerziehungspfleger, Dipl.- Soz.Päd., Heilpädagogen....) und eine mindestens zweijährige Praxis in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung oder psych. Beeinträchtigung.

Vor Beginn der Lehrgangsreihe ist vom Teilnehmer ein Basispass Pferdekunde vorzulegen.

Reiterliche Fahigkeiten werden nicht vorausgesetzt. Vorkenntnisse im Umgang mit Pferden sind jedoch erwünscht.

Die Pferde werden auch gesondert ausgebildet. Darum wird in den ersten Blöcken viel spezielle Bodenarbeit mit den Pferden gelehrt.
Dass ein Pferd mit heilp. Ausbildung charakterlich geeignet sein muss, versteht sich von selber. So müssen diese Pferde z.B. absolut stillstehen, wenn ein z.B. spastisch gelähmter Mensch sich von der Rampe aus auf´s Pferd hangelt.
Man kann sich vorstellen, was passieren würde, wenn diese Pferd einen Schritt zur Seite weicht.



Die Weiterbildung erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Jahren. In diesen zwei Jahren werden die Lehrgänge in fünf Blöcken angeboten. Lehrgangsort für Bayern ist Oberneufnach bei Mindelheim.
Pro Block werden zwischen 400.- und 500.- Euro (mit Verpflegung während des Kurses) berechnet.

Nähere Informationen gibt es da:

Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.
Landeverband Bayern
Kitzinger Str. 6
91056 Erlangen

Tel: 09131/754610
www.lebenshilfe-bayern.de
fortbildung@lebenshilfe-bayern.de


Landesverband Baden-Württemberg
Jägerstrasse 12
70174 Stuttgart

Tel: 0711/255890
www.lebenshilfe-bw.de
info@lebenshilfe-bw.de

Landesverband Rheinland-Pfalz
Drechselweg 25
55128 Mainz

Tel: 06131/9366016/-15/-36
www.lebenshilfe-rlp.de
info@lebenshilfe-rlp.de

Bei Fragen und Anregungen steh ich immer gern zur Verfügung!



Während des Kurses lernten wir hauptsächlich nonverbale Bodenarbeit.



Longenarbeit und Führen von Parcourse auf Schulterhöhe des Pferdes waren der Hauptbestandteil.
"Nebenbei" lief aber sehr viel in mir selber dabei ab. Denn ich lernte hier gespiegelt durch das Pferd sehr viel von mir selber kennen, das ich bisher so nicht kannte.




Da der Bericht auch schon in einem anderen Forum steht, hier eine Antwort zu diesem Kurs an eine Userin:
Die Isis waren sehr menschenbezogen und hatten ein ganz tiefes Vertrauen. Wenn man zu denen auf´s Padock kommt, dann spürt man in denen eine absolut gesetzte Ruhe. Verstehst? Natürlich gibt es unter den Herdenmitgliedern Bosse und solche die es gerne wären... und Rangeleien. Aber nie, wenn wir dabei waren.
Ich hab Monika gefragt, wie sie das gemacht hat. Sie sagte, sie hat gar nix gemacht. Und als wär es das Natürlichste auf der Welt meinte sie, warum sollten die nicht so sein. Die erwarten ja nix böses. Haben ja noch nie was böses erlebt.

Monika ist sehr, sehr konsequent. Setzt die Pferde aber dabei nie unter Druck. Das ist schwer zu erklären. Sie hat einfach das perfekte Timing raus.
Also: Ein Pony beim Longieren wollte sich nicht antreiben lassen. Nach dem zweiten deutlichen Treiben half dann ganz deutlich die Longiergerte nach - aber sofort augenblicklich war der Druck seitens Monika wieder weggenommen. Und das Pferd lief ohne Schwierigkeiten. An der Longe von Kursteilnehmern merkte man, dass da unbewußt Druck ausgeübt wurde. Sie wollten dominant sein, waren aber für das Pferd beängstigens. Bei den Kursteilnehmern machte es Spirenzchen - denn es kann keinen Druck aushalten... verstehst? Bei Monika spürte es ihre Dominanz ohne Druck. Es fühlte sich sehr gut aufgehoben. Bei Fehlverhalten seitens des Pferdes donnert es zwar, aber fast augenblicklich ist von Monika wieder dies Wertschätzung des Pferdes spürbar. Und dieses: Bei mir darfst Du Dich sicher fühlen. Ist schwer erklärbar das ganze.
Das war also der Fall: Das Pferd läuft vor einem davon. Es spürte zu viel Druck. Ohne dass es den Leuten bewußt war. Das ist alles.
Wenn Du so einen Fall hast, dann glaub ich ist das evt. auch eine mentale Geschichte. Vielleicht möchte der Longenführer unbewußt zu sehr der Chef sein. Und denkt: "Wieso hört der Gaul denn nur nicht auf mich... "

Whiskey ist auch so ein davonläufer. Monika meinte, sie würde mal jemanden bitten, ihn von außen einfach nur zwei oder drei Runden zu führen. Also mit mir samt der Longe in der Mitte. Nur damit das Pferd lernt, es passiert ihm nix böses und es darf gehen.



Der Körpereinsatz:
An und für sich ist es das ganz normale "hinten Treiben, vorne Hindern oder Bremsen".
Wir standen parallel zu den Pferden. Was weg fiel war das Treiben mit der Gerte. Das Pferd ist optisch zwischen Gerte und Longe in einem Dreieck eingespannt. Aber die Gerte macht gar nix. Sie kommt nur im äußersten Notfall zum Einsatz. Der Bauch des Longenführers ist zum Bauch des Pferdes gewandt.
Um eine Gangart höher zu schalten, wird ein Schritt auf die Hinterhand, bzw. von hinten an Pferd gemacht.
Um langsamer werden zu lassen, wird einfach Bauch zu Pferd Parallel mit dem Pferd Richtung Schulter (oder bis hin zum Kopf - je nach Pferd) gegangen.
Verstehst? Also ich steh in der Mitte, Pferd läuft um mich. Um es vom Trab zum Schritt zu bringen, geh ich einfach etwas vor´s Pferd. Aber immer Bauch an Bauch/Schulter/Hals - je nach dem, bis das Pferd reagiert.
Um es zum Halt zu bringen, deutlich die Schulter zum Pferd drehen (also den ganzen Körper) und zwar vor dem Pferd.
Also, wenn ich in der Mitte stehe und möchte, dass das Pferd stehen bleibt, dann such ich mir einen Punkt vor dem Pferd und dreh mich mit einem Ruck nach (auf der Linken Hand) rechts. So, als würd ich dem Pferd den Weg abschneiden. Nur dass ich eben in der Mitte stehe.
Wenn ein Pferd gar nicht auf diese Körpersprache reagiert, kann man auch soweit gehen, dass man ihm mal direkt vor´s Gesicht hopst.

Wichtig ist, dass man/frau nicht versehentlich den Oberkörper in "Fahrrichtung" dreht. Denn das wirkt treibend.

Verstehst??


Das ganze erfordert deutliches Körperbewußtsein. Es hört sich so selbstverständlich an. Und so alltäglich. Zuerst dachte ich auch: Na und?? Das mach ich doch immer...
Von wegen.... Als ich dann dran war, merkte ich erst, wie mein Körper Bände spricht, ohne dass ich es merk. Denn diese Pferde sind einfach sehr fein für diese Sprache.

Was bei mir auch ein wenig umdenken bewirkt hat, war eine etwas veränderte Betrachtungsweise. Ich dachte immer, ich müsse das Pferd sofort nach brav gemachter Arbeit loben.
Monika sagt, warum denn immer gleich loben? Es ist von dem Pferd eine Selbstverständlichkeit, dass es tut, was der Boss verlangt. Kein Herdenchef(-Pferd) der Welt lobt seine Herde, wenn sie brav mit ihm mitgeht. Es ist einfach selbstverständlich.
Wenn ein Mensch sein Pferd lobt, lobt er eigentlich sich selber. Denn wenn das Pferd richtig reagiert, dann hat der Mensch richtig agiert. Also - das Pferd wird immer tun, was der Mensch von ihm verlangt. Vorausgesetzt, der Mensch ist in seiner Körpersprache und in seinem Wollen eindeutig!! Man/Frau muss sich mehr auf sich selber konzentrieren, dann klappt auch die Reaktion des Pferdes. Weist was ich mein?

Dann, nach der Arbeit kann das Pferd gestreichelt und beschmust werden. Man/Frau darf auch gern mit Wörtern und Beschmusen seinem Pferd danken.
Aber immer mit dem Bewußtsein, das Pferd reagiert nie richtig oder falsch. Es macht immer nur, was der Mensch ihm vorgibt. Es hat kein Bewußtsein von: DAS hab ich gut gemacht. Oder DAS hab ich falsch gemacht. Es macht, was der Mensch (manchmal auch unbewußt) will oder eben einfach gestattet. Wenn ein Pferd bei der Arbeit unkonzentriert ist, dann gestattet es der Mensch (wohl auch manchmal ohne sich dessen bewußt zu sein).

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BeitragVerfasst: 08. Jun 2008, 20:53:25 
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Kurs II:

Sodalla, der zweite Kurs ist rum!!

Es war wieder sehr beeindruckend. Diesmal haben wir eigentlich vier Tage lang Prüfungsvorbereitungen gemacht (Longierprüfung und Bodenarbeit-Prüfung) und Theorie.
Wir haben auch z.B. ein Formblatt durchgemacht, wie man ein Pferd für das HBP beurteilen kann.
Und so weiter.

Es waren ebenso anstrengende wie lehrreiche Tage. Nach wie vor halte ich große Stücke auf Monika.
Sie ist ebenso feinfühlig, einfühlsam wie aber auch verantwortungsbewußt und "streng", wenn es um´s Wichtige geht.

Ganz arg leider fielen am Prüfungstag tatsächlich zwei Kursteilnehmer bei der Longier-Prüfung durch.
Nach meinem Empfinden hatten sie es eigentlich ganz ordentlich gemacht ... aber Monika meinte, sie hätte nicht erkennen können, dass ein behinderter Mensch auf dem Pferd gefahrfrei sitzen hätte können. Darauf komme es einfach an.
So bestand sie z.B. darauf, dass das Pferd bei Körpergeste "Halt" SOFORT steht. Nicht nach fünf Schritten. Auch aus dem Trab mußte das Pferd *bomb* stehen.

Ich hab diese beiden Prüfungen GsDGsD bestanden... *freu* Grinsend

Am letzten Abend haben wir in unserer Pension gegrillt. Und das Deutschland-Spiel geguckt... *sing* Fiiiiinaaaleee, ooohoooo, Finnaaaallääää ooohhooohooooohoooooo..... Zwinkernd Grinsend Grinsend Grinsend Zwinkernd


*seufz* Hach - es waren tolle Tage!!! Und ob diese Ausbildung nun schaff oder nicht.. das ist egal. Denn man lernt da wahnsinnig viel für´s Leben. Das Geld ist es allemal wert. Egal, wie alles ausgeht.

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BeitragVerfasst: 08. Jun 2008, 20:57:08 
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Kurs III:


Hallo Foris!

Anfang Oktober 2006 war es wieder mal so weit. Wir hatten den dritten Teil unseres Kurses. Es ging diesmal um Selbsterfahrung.



Alles in allem war es diesmal der "härteste" Kurs für mich. Der Kurs ist sehr schwer zu erklären und es ist nicht ganz einfach hier geschrieben zu bekommen, wie tief die Pferde auf mich (und wohl auch die anderen Kursteilnehmer) wirkten.
Wenn ich gefragt werde, was wir dieses Mal im Kurs machten, glaub ich kann ich es am besten damit erklären, wenn ich sage, wir ließen uns mit allen Sinnen und mit allem Sein ganz tief auf die Pferde ein.
Monika hatte sich ettliches überlegt, wie wir mit den Pferden arbeiten sollten. Z.B. bauten wir einen Parcours auf, dessen Hindernisse Hindernisse oder Probleme in unserem Leben darstellten. Es war hochinteressant, wie die Pferde an diesen "Problemen" reagierten!!! Sie sind wirklich ein Spiegel des Menschen. Das wurde hier absolut deutlich. Und gleichzeitig wurden sie zu unseren Lehrern.
Das hört sich sehr banal an. Wie gesagt - es ist schwer in Worte zu fassen.
Fest steht aber, dass ich diesesmal tatsächlich vier Wochen brauchte, um mich von den Erfahrungen und Selbsterkenntnissen, die ich hier sammeln durfte, einigermaßen erholen konnte.
Es dämmerten mir nach diesen Tagen Dinge, die mir so nicht bewußt waren. Aber das war wohl auch Sinn dieses Kurses. Ein schmutziger Schwamm kann nicht putzen.

Wir Menschen reagieren immer auf eine Aktion emotional. Wir lassen unsere Handlungen von Gefühlen beeiflussen und leiten. Diesem Vorgang etwas näher auf die Spur zu kommen, hat mir der Kurs sehr stark geholfen.
Ich erkenne manche Verhaltensweise von mir als das, was sie ist. Nämlich eine Antwort auf Reize/Erfahrunge, die bis in die Kindheit zurückreichen - und fange an, mich selber besser verstehen zu lernen.
Wenn man das nun so liest, denkt man sich, jaajaa, das wiss ma doch alles...
Aber es wirklich zu erleben - die Wirkungen zu spüren - das ist ganz etwas anderes.
Der Kurs war eine tolle Erfahrung für mich. Die dort gemachten Erfahrungen eine Bereicherung für mein Leben.
Und ich war wieder ein Mal erstaunt, was in diesen Tieren steckt!!! Es ist unbeschreiblich.

Mit Erklärungen und Text halte ich mich diesmal zurück. Denn wie gesagt, dieser Kurs ist für mich nicht wirklich in Worte zu fassen - mit Worten kann ich es leider nicht erklären.

LG Claudia

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Zuletzt geändert von Joey am 08. Jun 2008, 21:03:10, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 08. Jun 2008, 20:59:03 
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Kurs IV:

Hallo alle!!
.




Kurs IV fand vom 25.-29.04.2007 statt. Und diesmal kann ich nicht viel berichten. Denn es war fast nur Theorie. Oh man... mir raucht noch jetzt der Kopf.

Wir brachten sehr viel Wissen über die Methodik und auch die eigentliche Definition des HBP ein. Machten viele Gruppenübungen und auch Rollenspiele. Die Rollenspiele waren sehr mannigfaltig. Mal spielten einzelne Kollegen bestimmte Kinder/Jugendliche, mal spielte die ganze Gruppe eine Gruppe von bestimmten Klientel.
Das ganze war sehr, sehr aufschlussreich. Ich konnte wieder sehr, sehr viel mitnehmen aus dem Kurs. Und fand durch den Kurs auch wieder verstärkt zu meiner Richtung, wie ich arbeiten möchte.

Was mir durch diesen Kurs erst bewusst wurde, ist die Tatsache, wie sehr viele von uns das Tier Pferd doch auf das Reiten beschränken. Ich selber dachte bisher viel zu sehr an Therapie durch reiten. Dabei wird man aber dem Tier Pferd - diesem wirklich wundervollen Geschöpf - überhaupt nicht gerecht. Was in einem Pferd wirklich steckt ist einfach phantastisch. Wenn man mal hinguckt. Zwinkernd

Die Arbeit nach HBP erinnert mich persönlich leicht an die Delphin-Therapie. Kein Mensch käme auf die Idee, einen Delphin zu satteln. Und trotzdem wirkt sie. Manchmal nur allein durch das Zusammensein von Mensch und Tier. Und ähnlich ist es mit den Pferden. Schon allein das Putzen kann ausreichen, in einem Kind schon lange verschüttetes zu lockern und ihm Erholung von manch seelischem Druck zu bieten. Es muss gar nicht immer die große Erlebnispädagogik sein. Kann - muss aber nicht. Zwinkernd
Ganz wichtig ist bei HBP: Kein Erfolgsdruck! Weder von Eltern noch von Therapeuten. Der Klient muss Zeit haben dürfen und bei sich selber sein dürfen. Ohne Druck und aufgesetztem Reglement.
Das Pferd und der Klient brauchen Raum für eigene Kommunikation.

Kann man ein wenig verstehen, was ich mein?


Dann bereiteten wir uns auf den nächsten Kurs vor. Denn dann sind Abschlußprüfungen.

Wir müssen bis Oktober 20 Std. Falldokumentation ausarbeiten. Nach genauen Vorgaben. Dann werden wir beim nächsten Kurs anhand eines Rollenspieles beurteilt. Und halten ein Referat mit Dia-Vorführung über unseren Klienten der Falldokumentation.
Die erste Prüfung war das Longieren. Nach diesen beiden Prüfungen bin ich dann:
Heilpädagogische Begleiterin mit dem Pferd.






LG Claudia

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BeitragVerfasst: 08. Jun 2008, 21:00:17 
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Kurs V:

Hallo Foris!!

Also, der letzte Teil der berufsbezogenen Weiterbildung zum Heilpädagogischen Begleiten mit dem Pferd ist vollbracht.


Dieser Kurs war ausschließlich nur für die Prüfungen. Wir hatten vom letzten Kurs bis diesmal eine Falldokumentation erarbeitet. Meine war glaub ich ca. 130 Seiten dick.
Darin sollten wir 20 Einheiten mit einem Klienten erarbeiten - nach bestimmten Vorlagen. Mit Einleitung und Schlusswort und allem was dazu gehört. Zwinkernd *uuuuffrffffächz* Gut. DAS ist GsD vorbei. Diese Falldokumentation wurde zwei Wochen vor dem letzten Kurs zu Frau Brossard geschickt.

Am ersten Tag des Kurses sollten wir ein Referat über unsere Arbeit im HBP halten. Mit Foto-Show. Ich machte eine Power-Point-Präsentation.

Am zweiten Tag bekamen wir Vorlagen für ein Rollenspiel, das wir am dritten Tag spielen sollten. Einer aus der Gruppe spielte den Klienten, wir suchten uns eines von Monika´s Pferden dazu aus und besprachen das Vorgehen mit Planung und Zielen und Methode... und so weiter...

Der dritte Tag war dann Prüfung "Rollenspiel". Frau Brossard beurteilte mit drei Gruppenmitgliedern zusammen unser Vorgehen, Agieren und Reagieren. Wir spielten quasi "uns" in einer HBP-Einheit mit einem Klienten. Der Klient war ein Gruppenmitglied, das versuchte in etwa ein bestimmte Symptomatik nach zu empfinden.

Insgesamt setzte sich also dieser gesamte Kurs aus mehreren Noten zusammen: Die Noten für die Bodenarbeit, die Longierprüfung, die Falldokumentation, das Referat und das Rollenspiel.

Jetzt ist die ganze Sache überstanden und ich bin sehr, sehr froh, die Prüfungen hinter mir zu haben.
Und mit der Note bin ich auch ganz zufrieden. *gg*

Sagichjetztnichtdassichaeinshabsagichjetztnichtdassichaeinshab *kicher* Zunge Augen rollen Zunge Augen rollen Grinsend Grinsend Grinsend Grinsend Grinsend Grinsend Grinsend



Alles in Allem bin ich sehr, sehr froh diese Weiterbildung gemacht zu haben. Denn ich hab nicht eine Ausbildung in einem Beruf gemacht, sondern einen absolut unwahrscheinlich lehrreichen und absolut nicht missen wollenden Erfahrungsschatz für mein Leben gewonnen.

Großen Respekt für Frau Brossard. Meiner Meinung nach hat sie bei unserer Gruppe eine Meisterleistung vollbracht.


Wenn jemand Fragen hat, bitte gern. Hier öffentlich, oder an PN oder an E-Mail ... oder aber einfach an Frau Brossard selber. So wie ich sie kennen gelernt habe, wird sie sicher auch gern selber Fragen dazu beantworten.

Ihre HP: http://www.monikabrossard.de/


Mit ganz lieben Grüßen an Euch alle!

Claudia

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BeitragVerfasst: 09. Jun 2008, 07:41:23 
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Hallo Claudia,
na dann herzlichen Glückwunsch.
Das klingt sehr umfangreich, war sicher anstrengend, neben Beruf, HPP und Familie.
Liebe Grüße
Simone

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Aber wenn du mich zähmst, werden wir uns brauchen, du wirst für mich einzigartig sein und ich für dich. (der kleine Prinz)


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BeitragVerfasst: 10. Jun 2008, 12:51:52 
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Hallo Claudia,
habe grad Deinen Bericht gelesen. Danke! Ich war gerade wieder ganz weit weg in Oberneufnach...Für mich sind die Kurse 1-4 immer ein wenig wie Urlaub gewesen. Ich habe eine Menge gelernt(auch über mich), es war auch durchaus hieer und da mal sehr anstrengend, doch trotzdem hab ich jede Minute genossen und war danach immer sehr entspannt...wie frisch aus dem Urlaub halt!
Aber dann kam Deine Beschreibung zu Teil 5 (Grusel!), diesen Teil habe ich im Okt./Nov., d.h. ich stecke mitten im Praktikum und der ganze Schreibkram(den ich sehr hasse) liegt noch vor mir. Und dann auch noch die Prüfung...!
Denk mir aber es wird schon schief gehen. Mein Motto für alle Situationen im Leben: Alles wird gut!

Gruß DaniB


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BeitragVerfasst: 10. Jun 2008, 20:39:10 
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Hi Dani!

Lass Dich nur ja nicht abschrecken! Auch der fünfte Kurs war ein "schöner" Kurs. Es wird doch lang nicht alles so heiß gegessen, wie gekocht. ;)
Monika war sehr human als Prüferin. Sie kritisiert nicht, sondern bei der Prüfung mit dem Rollenspiel (als Beispiel) beobachteten drei weitere Kursteilnehmer zusammen mit Monika und einer Prüferin das Geschehen. Danach wurde anhand von Stickpunkten erweitert. Also einfach das Geschehene reflektiert und weitere Handllungsmöglichkeiten gesucht. Also ganz human.

Du brauchst Dir echt nix zu denken. Das wird schon.

Vielleicht noch als kleinen Tip: Die meisten von uns hatten es beim Referat viel zu gut gemeint. Wir machten uns viel Arbeit und das Resultat war, dass die meiten Referate statt 10 min. 20 min. dauerten. Das war zu viel des Guten! Halt Dein Referat kurz und sag einfach das, was wirklich wichtig ist. Also die Arbeit mit dem Kind.

Viel Glück und allesallesalles Gute!!!!

Wann bist Du denn wieder dort? Im September mach ich Teil II des Diplomkurses.

LG Claudia

PS: Wir müssen jetzt auch wieder eine 20-seitige Arbeit abgeben. Hab noch nicht mal angefangen... *seufz* Ich hass das auch. Aber da müss ma durch, gell. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterbildung nach der Brossard-Methode HBP
BeitragVerfasst: 23. Okt 2008, 05:10:38 
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Hallo.
Ich übe nun seid 4 Jahren das HBP aus und war vor 2 Wochen zum Seminar " Supervision und Coaching" wieder mal bei Monika.

Es war wie immer eine tolle Zeit mit vielen "Aha- Effekten" und natürlich viel Selbsterfahrung...aber das kennt man ja mittlerweile wenn man dort hin fährt.

Ich bin nach wie vor begeistert von der Methode des HBP und hoffe noch viele Menschen auf ihrem Weg ein Stück begleiten zu können.

_________________
Liebe Grüße von Doris

Wer Pferde ohne Fehler sucht und Menschen ohne Mängel, hat nie ein gutes Pferd im Stall und nie Zuhaus ' nen Engel.


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiterbildung nach der Brossard-Methode HBP
BeitragVerfasst: 23. Okt 2008, 19:33:18 
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Hallo Doris,

magst nicht ein wenig mehr darüber erzählen? Würd mich jetzt schon sehr interessieren...

LG Claudia

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