[Startseite]   [Forum Therapeutisches Reiten - Übersicht]   [Partner]

Therapeutisches Reiten - Reittherapie

Forum zum Thema "Heilpädagogisches Reiten" für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, Therapeutisches Reiten für Behinderte.
 
Aktuelle Zeit: 24. Mai 2012, 09:28:40


Noch nicht registriert?
Als Registriertes Mitglied hast Du Zugriff zu allen Funktionen dieser Website - Lesezeichen, Chat, Private Nachrichten mit anderen Usern austauschen, eigene Themen schreiben.... - jetzt kostenlos registrieren.

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 6 Beiträge ] 
 
Werbung
Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann.
Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.

 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: was ist Qualität??
BeitragVerfasst: 19. Okt 2006, 16:35:52 
Offline
Postrank 7
Postrank 7

Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41
Beiträge: 708
Hallo,

ich möchte hier mal eine Frage von Pauline aufgreifen, auch, weil ich mir selbst die oft stelle.

Was ist eigentlich eine "qualitativ gute" Weiterbildung?? Woran macht sich Qualität fest??

Zitat:
Aber ich bin doch verunsichert. Es sind überall so große Unterschiede, woher weiß ich welche Ausbildung gut ist. Bei Monika Brossard sind es nur 175UE an 5Wochenenden, habe mich auch bei der Wiesenhof Schule Informiert, die natürlich sehr sehr teuer ist allerdings sind es da 330UE Einheiten an 6 ganzen Wochen, wo ich einfach denke, das ich da mehr lerne oder irre ich mich da? Möchte es schon, wenn ich die Ausbildung mache, das es Qualititativ gut ist.



Momentan stehen da doch viele (ich auch) etwas ratlos da. Man kann sich nur auf persönliche Empfehlungen verlassen....


Okay, ein bißchen was kann man selbst gucken (Ausbildung/Qualifikation der Anleiter, Dauer der Ausbildung, wird "pferdisches/reiterliches" schon vorausgesetzt oder ist das Inhalt der Ausbildung (was ja heißt, es bleibt weniger Zeit übrig für anderes), das gleiche gilt für pädagogische Grundfragen, gibts gute begleitete Praktika usw.


Aber davon abgesehen bin ich ziemlich ratlos. Welche fachlichen Inhalte sind denn notwendig/wünschenswert ?? Und in welchem Umfang?? Und woran erkennt man noch Qualität???

viele Grüße,

Martina
[/quote]


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19. Okt 2006, 21:39:46 
Offline
Postrank 4
Postrank 4
Benutzeravatar

Registriert: 16. Aug 2006, 07:58:21
Beiträge: 154
Wohnort: bei Osnabrück
Hallo.

Es gibt hier ja zum Thema Ausbildung und Qualität unter mehreren Themen ähnliche Diskussionen. Meine Meinung zum Thema Ausbildung und Qualität ist:

Die Ausbilderin muß eine reitherapeutische Ausbidung und am besten noch eine pädagogische und/ oder psychologische Ausbildung haben.

Die Teilnehmer müssen ebenfalls eine pädagogische oder therapeutische Ausbildung haben, denn sie gehen mit Menschen um.

Die Teilnehmer müssen Erfahrung im Umgang mit Pferden haben, denn sie gehen mit diesen Tieren um.

Trainer Scheine und ähnliches halte ich für Blödsinn, denn ein Therapiepferd muß nicht springen oder die hohe Dressur können, eine E-Dressur Ausbildung sollte jedoch jedes Therapiepferd haben, es muß jedoch nicht zwangsläufig von der REittherapeutin geritten werden.

Ich halte eine gute, vertrauensvolle Beziehung zum Pferd, die man auch sehr gut durch reine Bodenarbeit erreichen kann, für nötig wenn das Pferd als Co-Therapeut eingesetzt werden soll.

Das Pferd benötigt Ausgleich, Herde und artgerechte Unterbringung.

Die Kosten und Anzahl der Stunden einer Ausbildung sagen meiner Meinung nach nicht unbedingt etwas über die Qualität aus, und Qualität ist etwas was sich ständig weiterentwickelt, indem der Therapeut sich auch nach der Weiterbildung weiterhin bidet, sich austauscht, reflektiert usw.

Mir würde bestimmt noch mehr zu dem Thema einfallen, aber für heute soll es genügen. :P

_________________
Liebe Grüße von Doris

Wer Pferde ohne Fehler sucht und Menschen ohne Mängel, hat nie ein gutes Pferd im Stall und nie Zuhaus ' nen Engel.


Nach oben
 Profil Website besuchen 
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 19. Okt 2006, 22:19:59 
Offline
Postrank 7
Postrank 7

Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41
Beiträge: 708
Hallo Doris,

erstmal Danke für Deine Antwort. Spannend daran fand ich auch mal die genaue Benennung dessen, was ein Therapiepferd reiterlich (äh, wie auch immer) können sollte, also die E_Dressur.

Diese Dinge wie "Ausbildung der Dozenten", Dauer der Ausbildung, Vorkenntnisse usw. sind ja noch (für "Laien") aussuchbar, also das sehe ich ja an den Ausbildungsunterlagen.

Ich meinte schon mehr die fachlichen Inhalte und die halt genauer.

Die sind zwar im "pferdischen" Bereich noch sehr gut beschrieben, also da sehe ich, ob Bodenarbeit, Longierprüfung, reiterliches z.B. schon vorhanden ist (und die Ausbildung darauf aufbaut) oder dies Teil der Ausbildung ist. Auch alles andere im "pferdischen" Bereich (Ausbildung, Haltung usw.) ist noch ganz gut beschrieben.

Es geht mir mehr um "welche pädagogischen/methodischen/didaktischen usw. Inhalte sollte eine Ausbildung haben??? Da unterscheiden sich die Ausbildungen doch sehr.

viele Grüße,
Martina


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20. Okt 2006, 15:47:11 
Offline
Postrank 7
Postrank 7

Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41
Beiträge: 708
Hallo,

ich denke auch, dass es nicht nur auf die Weiterbildung ankommt, sondern man sich bestimmte Kompetenzen auch außerhalb holen kann und sich immer weiterentwickelt.

Aber hier gehts ja erstmal nur um die Ausbildung. Ich denke auch, dass man das schwer "generalisieren" kann, weils ja immer wieder Ausnahmen gibt und man natürlich nie nur aufgrund der "formalen" Qualifikation auf etwas schließen kann, ebenso, wie jemand in irgendetwas kompetent sein kann, ohne "formale Qualifikationen" zu haben. Aber nach irgendetwas muß man ja aussuchen.

Mir wäre auch eine pädagogische/psychologische Ausbildung der Dozenten wichtig, einfach auch, weil ich da Kompetenz in fachbezogenen Inhalten erwarte. Und Berufserfahrung als Reittherapeut.

Noch idealer finde ich auch "fachbezogene Spezialisten" mit einzubinden, also Physiologie/Anatomie des Pferdes kann evtl. besser ein Tierarzt erklären, den kaufmännischen Teil besser ein Betriebswirt usw., als nur "allrounder" zu haben.

Für die Teilnehmer finde ich auch eine pädagogische Ausbildung eine Voraussetzung. Ebenso praktische Erfahrung in der Arbeit mit der Zielgruppe. (ich weiß, wird von den meisten Weiterbildungsträgern nicht erwartet, ich persönlich habe etwas dagegen, wenn man die Zielgruppe nur "aus dem Lehrbuch" kennt). Besonders eben weil es doch viele pädagogische Ausbildungen gibt, die nur theoretisch sind.

Einen angeleiteten Praxisteil, also ein Praktikum mit Anleitung oder Supervision finde ich wichtig, damit man dort eine Reflektion seiner praktischen Arbeit bekommt.

Für mich hat die Dauer schon viel mit Qualität zu tun, einfach weil ich davon ausgehe, dass man in 600 Stunden z.B. 3 mal so viel lernt wie in 200 Stunden. (vorausgesetzt beide vermitteln gut usw.). Wichtig finde ich bei der Dauer natürlich die Inhalte, ist ja ein großer Unterschied, ob z.B. Longierprüfung, Reitabzeichen etc. Inhalte der Ausbildung sind (und somit weniger Zeit für pädagogisches "übrig bleibt") oder schon vorausgesetzt werden.

Zu den Inhalten, zu den pädagogischen/methodisch/didaktischen usw. kann ich noch nichts sagen, da mache ich mich gerade selbst über die Unterschiede schlau...(und stelle fest, dass es schwierig ist, hier detaillierte Informationen zu bekommen).

Zum "pferdischen", da sieht man schon deutlich mehr Inhalte in den Beschreibungen, ich denke, hier kann man ganz gut "wählen". Also ob ich "artgerechte Fütterung" oder "erste Hilfe fürs Pferd" z.B. eben schon kann oder noch nicht. Wichtig finde ich hier an Inhalten so "das übliche" (Anatomie/Physiologoie, Haltung, Umgang, Ausbildung, Lerntheorien, Gesunderhaltung (gymnastizieren....) usw.). Ebenso natürlich sichere Bodenarbeit, führen, longieren usw.

Mit dem "reiterlichen" bin ich mir selbst noch unklar. Stimmt schon, was Doris sagt, man kann das korrigieren, gymnastizieren, Muskelaufbau...was auch immer man da noch braucht ja auch abgeben. (Wobei ich schon finde, dass man selbst es können muß, weil man ja sonst nie weiß, ob sein "Bereiter" richtig arbeitet).

Ich denke da aber noch was anderes zu. Für mich ist reiten noch mehr "Kommunikation über Körpersprache" als "Arbeit am Boden", oder anders, noch mehr körperliches, nicht so nach außen sichtbares. Also am Boden sehe ich z.B. "Mensch hat die und die Körperhaltung, die und die Bewegung, Pferd reagiert so und so".

Beim "oben sitzen" geht das ja noch mehr körperlich ineinander über, also Pferd merkt "Mensch sitzt mit Gewicht nach rechts, Mensch verspannt das und das Körperteil usw. usw. und reagiert darauf. Also da findet die Interaktion "Mensch-Pferd" ja noch mehr direkt über den Körper statt. Und ich denke, ein Reittherapeut muß ja sehen, was da an Interaktion passiert.

Ich weiß von mir, dass das oft so ganz feine, kleine Dinge sind (die ich natürlich selbst nicht bemerke, erst wenn mein Pferd mir die zeigt). Ich persönlich sehe das auch nicht bei anderen Menschen, wenn sie oben sitzen (es sei denn, ganz deutliche Sachen, die sehe ich natürlich schon, aber feine Nuancen kann ich noch nicht sehen). Meine Lehrerin sieht das natürlich. Und ich weiß nicht, ob man nicht selbst doch auf relativ gutem Niveau reiten können muß, um eben zum Einen zu wissen, was so die "typischen Dinge" sind, die Menschen da oben tun und vor allen Dingen, um zu lernen, die feinen Nuancen zu sehen.

Bin gespannt auf Antworten,

Martina


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20. Okt 2006, 17:35:04 
Offline
Postrank 4
Postrank 4
Benutzeravatar

Registriert: 16. Aug 2006, 07:58:21
Beiträge: 154
Wohnort: bei Osnabrück
Also ich kann ja zu den Inhalten nur etwas über die HBP- Weiterbildung sagen, und in dieser Weiterbildung geht es sehr viel um feine Kommunikation mit dem Pferd und um den Aufbau einer Beziehung, das Pferd bietet eine alternative Beziehung, nämlich eine annehmende und wertfreie.
In der HBP- Weiterbildung ging es sehr viel um die eigene Selbsterfahrung in diesem Bereich, das Pferd spiegelt alles, auch unsere Defizite. Hierbei geht es nicht so sehr ums Reiten, erst recht nicht um einen korrekten Sitz.Der Klient muß gar nicht unbedingt aufs Pferd , er kann auch durch Führen usw eine Beziehung zum Pferd aufbauen.
Ich glaube ich habe an anderer Stelle auch schon mal etwas dazu geschrieben.
Ich vergleiche es immer ein wenig mit der Delphintherapie, da geht es auch um Kontakt und nonverbale Kommunikation. Dieses ist auch ein wichtiger Aspekt beim HBP.

Wenn ich mein Pferd kenne und beobachte, kann ich an der Reaktion des Pferdes sehen wie dewr Klient sich fühlt, ob es verspannt ist oder nicht, denn auch hier spiegelt das Pferd den Menschen, das habe ich in meiner Arbeit gerade wieder erlebt, hatte eine sehr ruhige Kindergruppe und mein Pferd reagierte total gelassenm auf alle Kinder. Dem gegenüber habe ich ein 11 jähriges, ziemlich verwahrlostes Mädchen, die Mutter drogenabhängig, das Kind schon früh auf sich selbst, gestellt, eine große Klappe und verunsichert, darauf reagierte auch mein Pferd unsicher.

_________________
Liebe Grüße von Doris

Wer Pferde ohne Fehler sucht und Menschen ohne Mängel, hat nie ein gutes Pferd im Stall und nie Zuhaus ' nen Engel.


Nach oben
 Profil Website besuchen 
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21. Okt 2006, 14:04:47 
Offline
Postrank 7
Postrank 7

Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41
Beiträge: 708
Hallo Doris,

ja, genau dieses spiegeln meine ich. (ich kenne auch Menschen, die nur damit arbeiten und auch nur mit "alle bleiben mit ihren Füßen auf dem Boden"). Es geht mir halt darum, dass ein Pferd, wenn ein Mensch oben drauf sitzt, ja auch sehr feine Sachen spiegelt, die es körperlich merkt und ich (als Reit-Anfängerin) nicht sehe, da entgeht mir also einiges der Kommunikation zwischen den beiden.

Martina


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 6 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde



 Ähnliche Beiträge
 Titel des Themas   Forum   Autor   Antworten 
 Ausbildungsmarkt Reittherapie / Qualität der Ausbildung  Weiterbildung / Ausbildung Reittherapeut/in  Pancho  19

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
 
Reittherapie Home   Forum für Alkoholsucht     Pumpen- & Mischtechnik   Webdesign Mannheim