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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann. Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.
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seeschnecke11
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Betreff des Beitrags: Warum benötigt man so hohe Ausbildungen um RT zu werden? Verfasst: 22. Aug 2007, 20:13:49 |
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| Postrank 1 |
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Registriert: 22. Aug 2007, 19:23:42 Beiträge: 7 Wohnort: Berlin
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Hallo,
warum benötigt man Ausbildungen wie Trainerscheine oder Springprüfungen als Voraussetzung um Reittherapeut/in zu werden?
Was bringt es dem Klienten wenn ich springen kann oder A/L reiten kann? Im Bereich Reittherapie laufen doch andere Sachen, oder? Wird der Klient nicht überwiegend im Schritt geführt und Übungen gemacht? Das man Rumd ums Pferd bescheid wissen muss, evtl. noch über die Haltung und natürlich auch Reiterfahrungen haben muss - ja alles ok...aber springen und A/L Dressur?
Kann mich jemand aufklären.
Danke!
Schöne Grüsse
seeschnecke11
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Martina
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 22. Aug 2007, 22:49:41 |
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| Postrank 7 |
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Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41 Beiträge: 708
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Ein Therapiepferd hat sehr oft unausbalancierte Reiter zu tragen, evtl. Reiter, die sich "ruckartig" bewegen oder eben einfach Anfänger sind (oder körperliche Beeinträchtigungen haben), dadurch eben schlechte, falsche, einseitige Belastung etc.
Ein "normales Reitpferd" sollte schon die entsprechende Ausbildung haben, um zu wissen, wie es Reitergewicht "ergonomisch richtig" trägt, den Rücken richtig entlastet, eben physiologisch sinnvolle Bewegungsmuster haben. Das erreicht man nur, indem man ein Pferd auf sehr gutem Niveau ausbilden kann, gymnastizieren, Muskelaufbau etc. Und eben auch korrigieren kann.
Und für ein Therapiepferd gilt dies eben im besonderen, da es wesentlich höhere Belastungen hat.
Kurz, man braucht diese hohe Qualifikation, um ein Pferd über Jahre hinweg gesunderhaltent arbeiten zu können. Da reicht E eben nicht aus.
Ob es sinnvoll ist, das mit einem Schein abzuprüfen oder anderweitig, ist Ansichtssache. Aber Deine Frage war ja auch nicht "warum braucht man den Schein", sondern "warum muß man das können".
Für die Trainerlizensen beim Wanderreiten, IPZV muß man nicht springen, beim Westerntrainer weiß ich es nicht.
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Martina
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 22. Aug 2007, 23:01:07 |
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| Postrank 7 |
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Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41 Beiträge: 708
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es gibt hier einen guten thread über das Niveau der Ausbildung (das insgesamt leider sinkt), ich finde ihn grad nicht.
Und Anne hat dazu auch mal was schönes geschrieben
Also, man muß es können. Ob es sinnvoll ist, das "per Schein" abzuprüfen, darüber gibts ne Umfrage und Diskussion hier.
Text von Anne:
E-Niveau heißt doch lediglich, dass das Pferd in drei Grundgangarten in der Bahn laufen kann. Da fehlt mir doch erhebliches, zB. die Arbeit an den Seitengängen als Grundlage der Gymnastizierung hin zu mehr Geschmeidigkeit und Durchlässigkeit. Kurzum in meinen Augen kann gerade ein Therapiepferd nicht gut genug ausgebildet sein, auch wenn das viele ReittherapeutInnen-KollegInnen leider nicht so sehen !
Wir arbeiten all' unsere Pferde nach klassischen Grundsätzen (losgelöst von den FN-Kategorien E-S) und haben mit dieser Arbeit über die Jahre sehr gute Erfahrungen gemacht. Und da steht nun mal Biegung und Seitengänge an erster, grundlegender Stelle. Unsere Therapiepferde beherrschen alle selbstverständlich das Gehen auf gebogenen Linien, Volten und feine Übergänge in und zwischen den Gangarten, ein vernünftiges SH, die meisten auch Travers, Renvers und Traversalen - zumindest im Schritt (wir haben überwiegend fünfgängige Islandpferde, die sich mit dem Trab zu schwer tun, als dass sie im Trab die Seitengänge auch noch schaffen - leider !).
Das ist für mich aber erst die Basis der Gymnastizierung eines Therapiepferdes, natürlich kann man erheblich mehr machen und tun wir mit einigen auch. Aber das ist bei unserer Pferdemasse und unseren zeitlichen Kapazitäten leider nicht immer mit allen Pferden drin. Dafür kommen alle Pferde aber auch regelmäßig ins Gelände und etliche von ihnen sind inzwischen eingefahren und gehen regelmäßig vor der Kutsche, was übrigens auch ein sehr gutes Rücken- und Bauchmuskeltraining darstellt und zudem zumindest unseren einen Riesenspaß bereitet. So können sie trotz und mit diesem Job mit uns alt werden und das ist zumindest unser Ziel hier am Hof.
Grundsätzlich ist es für Therapiepferde (aber auch für die meisten Freizeitpferde) sehr wichtig, ihren Rücken richtig zu entlasten und zu belasten, denn häufig tragen sie unausbalancierte, mitunter leider auch zu schwere Menschen stundenlang auf ihren Rücken. Da brauchen sie genug Bewegungsvarianten (Feldenkrais-Gedanke) und sie müssen ihren Rücken genügend durch eine richtig untertretende Hinterhand unterstützen. Das alles bieten ihnen die Biegungen und die Seitengänge.
Lies' mal im Hinrichs-Buch oder bei Branderup 'Akademische Reitkunst' nach, dann weißt Du, was ich meine...
Gruß,
Anne von Hof FYLGJA
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Pancho
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 22. Aug 2007, 23:55:10 |
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Registriert: 23. Mär 2005, 20:45:25 Beiträge: 946 Wohnort: Schifferstadt
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Martina hat geschrieben: es gibt hier einen guten thread über das Niveau der Ausbildung (das insgesamt leider sinkt), ich finde ihn grad nicht.
Meinst Du den hier:
>Qualität der Ausbildung - Markt Reittherapie<

_________________ Wo kämen wir hin, wenn alle nur sagen würden "Wo kämen wir hin?" und keiner ginge, um zu schauen, wohin man käme, wenn man denn ginge?
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seeschnecke11
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 23. Aug 2007, 07:58:05 |
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| Postrank 1 |
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Registriert: 22. Aug 2007, 19:23:42 Beiträge: 7 Wohnort: Berlin
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Hallo Martina,
erstmal Danke für Deine Antwort.
Dein Argument: "Ein Therapiepferd hat sehr oft unausbalancierte Reiter zu tragen, evtl. Reiter, die sich "ruckartig" bewegen oder eben einfach Anfänger sind (oder körperliche Beeinträchtigungen haben), dadurch eben schlechte, falsche, einseitige Belastung etc. "
kann ich nachvollziehen - dennoch stellt sich mir die Frage, ob wirklich ein Reittherapeut das zu seinem Aufgabengebiet zählen muss/soll?!
Gibt es hierfür nicht eine andere Berufsgruppe, nämlich die Bereiter?
Kann sein das ich mich irre, soviel Erfahrung hab ich noch nicht da ich erst am Anfang stehe und noch nicht so viel weiß.
Aber ich denke mir wenn ich Reittherapeutin werden möchte, dann möchte ich das weil ich anderen Menschen mit diversen Beeinträchtigungen helfen möchte und nicht weil ich das Pferd korrektur reiten möchte.
Das das für das Pferd dazu gehört, Korrektur geritten zu werden um gesundheitlich keine Probleme zu bekommen, dass steht ausser Frage! Kein Thema - ohne das Pferd geht die Arbeit natürlich nicht. Aber gehört es zu den Aufgaben eines Reittherapeuten?
Gruss seeschnecke11
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Martina
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 23. Aug 2007, 15:26:18 |
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| Postrank 7 |
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Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41 Beiträge: 708
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Hallo,
Pancho, ja genau den... ich find sowas immer nicht, wenn ichs suche
Seeschnecke, es ist mit ab und an mal korrektur reiten ja nicht getan. Es geht ja um regelmässige Gymnastizierung, Muskelaufbau, eben ergonomisch sinnvolle Bewegungsmuster fürs Pferd usw. Und da braucht man eben das Wissen und die praktischen Kenntnisse für. Das ist etwas, was ständig präsent sein muß.
Natürlich kann man das auch abgeben, wenn man jemand anders hat, der ein paar Mal / Woche mit dem Pferd arbeitet.
Nur, ein Weiterbildungsträger weiß natürlich nicht, ob z.B. Du jemanden hast, der das kann. Und irgendwie muß er ja sicherstellen, daß diese Kenntnisse vorhanden sind. Also verlangt er sie von den angehenden Reittherapeuten selbst.
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Tina-Reittherapeutin
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 23. Aug 2007, 19:09:25 |
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Registriert: 09. Mai 2005, 10:15:11 Beiträge: 559 Wohnort: Norddeutschland /Jade
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Hallo zusammen,
möchte dazu nur mal kurz was sagen  ...
Wie schon mal an anderer Stelle beschrieben, "leide" ich unter Verwachsungen an der Wirbelsäule und kann demzufolge nur für kurze Zeit selbst auf dem Pferd sitzen ! Von SPRINGEN mal ganz abgesehen !
Um meinen Hufis aber die entsprechende , immer so heiß diskutierte, Gymnastizierung zu gewährleisten, habe ich dafür ANDERE LEUTE, die das beherrschen und ihren Job gut machen !
Mein Job ist derweilen ein anderer ! Nämlich Reittherapeut
Was nun nicht heißen soll, dass ich die gesundhaltung der Pferde in den Hintergruud schiebe, allerdings sehe ich das als ein Aufgabenfeld, welches deligiert werden KANN....allerdings in der Ausbildung vermittelt werden sollte .
LG
Tina
_________________ " Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen." ( Goethe )
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seeschnecke11
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 23. Aug 2007, 20:31:42 |
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| Postrank 1 |
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Registriert: 22. Aug 2007, 19:23:42 Beiträge: 7 Wohnort: Berlin
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Vielen Dank für Eure Meinungen. Ich sehe schon, auch bei diesem Thema gehen die Meinungen auseinander.
Ich will nicht den Eindruck vermitteln, dass ich das Pferd in Hintergrund stellen möchte - wie es Tina so schön nannte.
Ich suche nur etwas das für mich geeignet ist 
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