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Therapeutisches Reiten - Reittherapie

Forum zum Thema "Heilpädagogisches Reiten" für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, Therapeutisches Reiten für Behinderte.
 
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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann.
Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.

 
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 Betreff des Beitrags: um hohe reiterliche qualifikation "herummogeln" si
BeitragVerfasst: 05. Apr 2006, 22:04:11 
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Hallo,

ich bin sozialpädagogin mit ewig langer berufserfahrung :-) und beschäftige mich gerade mit dem gedanken an eine reittherapie-weiterbildung.

ich habe also mit der fachlichen qualifikation keine probleme, aber mit der reiterlichen. ich habe vor 2 jahren wieder (hatte als jugendliche mal ein jahr reitunterricht) angefangen, was mit pferden zu machen, genauer lerne ich bei einer pferdetrainerin bodenarbeit (nach parelli) und viel über pferdeumgang, artgerechte haltung usw., es ist aucvh ein bißchen reitunterricht dabei, aber eher wenig, außerdem ist es auch noch reitunterricht nach parelli, ich müsste also für die "klassischen prüfungen/abzeichen" eh umlernen.

was ich mich gerade frage, ist, ob es sinnig ist, sich um hohe reiterliche voraussetzungen (also die übungsleiterebene, die ja viele verlangen), "herumzumogeln" (gibt ja auch anbieter, denen "solide reiterliche grundkenntnisse" reichen und das werde ich in absehbarer zeit hinbekommen).

aber, ist das "herummogeln" sinnvoll? (in allen anderen bereichen lege ich ja auch hohen wert auf qualifikation, finde eine pädagogische grundausbildung und berufserfahrung z.b. unbedingt notwendig).

was mir nicht klar ist, ist das "warum" dieser hohen reiterlichen qualifikation. was wird damit denn abgedeckt, also lernt man auf dieser übungsleiterebene viel über pferdehaltung, umgang, richtiges gymnastizieren, schonende bewegungsabläufe usw.?

oder geht es auch um "richtig gut reiten können", da frage ich mal ganz unwissend, warum das denn wichtig ist?

also, kurz, ist es sinnvoll, sich um die hohe reiterliche qualifikation "herumzumogeln" oder hat man dann für die arbeit einfach eine schlechtere qualifikation, die auf kosten der pferde geht?

viele grüße,
Martina


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BeitragVerfasst: 06. Apr 2006, 06:26:20 
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Hallo Martina,

schönes Diskusionsthema :D ...kommt hier immer wieder zur Sprache.

Da die Meinungen da sehr auseinandergehen, kann ich dir nur mit meiner sehr subjektiven Einstellung dazu , antworten.

Wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe, kann man über SINN und UNSINN dieser reiterl.Qualifikation streiten.
Aber ungefähr genau wie du, stand ich damals vor diesem Problem. Ich hielt es schlichtweg zeitlich sowie finanziell für mich nicht machbar diese reiterl. Quali. nachzuholen. Von Kind an Pferdeumgang konnte ich mitbringen aber WER sollte mir das bescheinigen ??? Auf "Scheine - machen " war ich in meiner Jugendzeit nicht scharf, mir reichten meine Erfahrungen.
So, was jetzt tun ? ..die Ausbildung wollte ich unbedingt machen ! Hab mir halt einen Anbieter gesucht, dem diese Erfahrung genügte!
Das heißt allerdings nicht, dass ich nicht weiß, wie man ein Pferd gymnastiziert, ausbildet etc. :wink: ...jetzt kommt das ..ABER...
Aus gesundheitlichen Gründen ( Rücken) ist es mir nicht möglich viel langer als 10-15 min. zu reiten !!
Jetzt könnte man ja sagen, dass das keinen Unterschied zu demjenigen macht, der es einfach nicht kann ! Man muß eben nach Lösungen suchen. Meine Lösung in diesem Fall ist, dass ich mein Pferd von einem anderen reiten lasse. Gymnastizieren etc. geht auch an der Hand !! muß aber auch mal von oben sein !! Und um da deine Frage zu beantworten, um zu gymnastizieren ( von oben ) MUSS man richtig gut reiten können !

Deine frage nach dem "WARUM " finde ich berechtigt und hoffe das sich zu diesem Thema noch mehr Stimmen melden.

Nicht zuletzt sollte man jedoch bedenken, dass man zu gleichen Teilen mit Pferd und Mensch arbeitet und ein umfangreiches Wissen sowie Erfahrung im Umgang mit diesem Wissen unabdingbar sind.
Die Scheine die verlangt werden , dienen dafür als schriftl. Nachweis, Anbieter , die solche nicht verlangen, arbeiten auf Vertrauensbasis. Das Vertrauen aber auch bekanntlich ausgenutzt wird, ist bekannt.

Letztendlich ( wie gesagt , meine subjektive Meinung !) , muß jeder für sich entscheiden, bzw. Lösungen finden, um diese Teile ( 50/50), sinnvoll abzudecken, damit es nicht auf Kosten anderer geht !


LG
Tina

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" Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen." ( Goethe )


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BeitragVerfasst: 06. Apr 2006, 07:51:24 
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Hallo Martina,

schön, dass du dieses Thema aufgreifst, damit beschäftige ich mich ebenfalls.

Und ich kann mich der Meinung von Tina weitestgehend anschließen.

Ich bin nicht so FN-zugeneigt - wobei ich nicht sagen will, dass die Trainer-Ausbildung dort schlecht ist, nein, es sagt mir persönlich einfach nicht zu. Leider ist diese Ausbildung Voraussetzung für die Weiterbildung beim DKTHR oder Förderkreis.

Ich habe mich entschlossen, mich reiterlich weiterzubilden, um mein Pferd bestmöglich auf hohem Niveau zu gymnastizieren. Das ist aus meiner Sicht unerlässlich, um mein Pferd physisch und psychisch gesund zu erhalten. Aber ich halte nichts von Scheine-Jagd. (Hasse ich schon im Studium :-))

Meiner Meinung nach zeichne ich mich als Reittherapeutin durch die unterschiedlichsten Kompetenzen aus, die auch andere Anbieter vermitteln und nicht durch einen auf dem Papier existierenden Trainer C-Schein, der mich noch lange nicht bescheinigt, dass ich auch qualitativ gut mein Pferd gymnastiziere.

Gruß, Melanie


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BeitragVerfasst: 06. Apr 2006, 13:00:17 
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nun will ich mich mal als unwissende einmischen....

also, ich selber denke dass es schon wichtig ist "wirklich" über pferde, pferdehaltun, pflege usw bescheid zu wissen, immerhin ist ein pferd kein "trainingsgerät", bei dem man einfach die "schrauben festziehen kann" wenns mal quietscht.
da sollte man schon soviel verantwortungsgefühl dem pferd gegenüber haben. ich will ja nicht behaupten, dass jemand ohne FN ausbildung kein verantwortungsgefühl hat, sondern, dass man aus unwissenheit auch mal fehler macht. wie gymnastiziert man denn ein pferd von oben, was ist das überhaupt...?
gerade ein pferd, das "arbeitet" , wer weiß wie viele unterscheidliche menschen auf sich (er)tragen muss sollte professionell behandelt, gymnastiziert und sonst was werden... wie gesgat ich habe von der materie keine ahnung.

die andere seite ist die pädagogische, bzw therapeutische ausbildung und ich finde die wird teilweise unterschätzt!


als ich mal eine stationäre psychotherapie machte, bekam ich einzelkörperwahrunehmung, durchgeführt von einer sehr fähigen frau (allerdings ohne therapeutische ausbildung). so schön, so gut, ABER diese ganze sache war für mich ein desaster! letztendlich war es so, dass ich weinend aufhörte und noch wochenlang probleme hatte!

wenn ich nun lese, dass reittherapie bei menschen mit psychischen störungen oder gar TRAUMATA angewendet wird, denke ich ist eine mindestens pädagogische, wenn nicht therapeutische ausbildung wichtig!

das pferd wird intuitiv "richtig" mit dem menschen umgehen, aber was ist mit dem "therapeuten" :?: :!: unwissenheit und fehlende sensibilität was bestimmte störungen betrifft kann zu gravierenden fehlern führen!!!


nur mal so als gedankengang in den raum geworfen.....


flocke

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Pessimisten sind Optimisten mit Erfahrung


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BeitragVerfasst: 06. Apr 2006, 13:08:44 
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da hast du vollkommen recht, flocke. ich denke, eine therapie ohne ausbildung anzubieten ist vollkommen unzulässig.

aber die schwierigkeit liegt für mich darin, den richtigen anbieter zu finden. ich würde z.B. gerne bei der VFD einen trainerschein machen, aber der wird leider (obwohl dieser meiner meinung nach eine gute qualität hat) vom kuratorium nicht anerkannt. und woher weiß man wirklich, welche reittherapie-ausbildungen wirklich sehr gut sin????? :roll:


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BeitragVerfasst: 06. Apr 2006, 13:56:43 
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:lol: :lol: ..auch darüber hab ich mir lange gedanken gemacht... :roll: :lol:

Es sollte sich jemand Selbständig machen : "Qualitätssicherung von Ausbildungsstätten im therapeutischem Reiten"...diese werden dann je nach Eignung ( Inhalt, Dozenten, Pferde,Fachbereiche, etc etc.) mit Sternen ( wie bei Hotels ) versehen und veröffentlicht. Kann nach 2 Jahren wiederholt und gegebenenfalls verbessert werden.

Für jeden Suchenden dann ersichtlich wer hier an der Spitze ist !! :lol: :lol:

Achja...und übrigens ganz egal bei welcher Institution der Ausbilder selbst mal die Ausbildung gemacht hat !!

Das ganze also Vereinsunabhängig ! Und man muss für die Qualitätssicherung auch keinem beitreten ( ganz wichtig ) ! :lol:

Na, wie findet ihr das :D ?

LG
Tina

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BeitragVerfasst: 06. Apr 2006, 16:39:32 
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Darüber wird ja hier schon in dem Thema

>Freier Dachverband Therapeutisches Reiten<

diskutiert :wink:

LG :D

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Wo kämen wir hin, wenn alle nur sagen würden "Wo kämen wir hin?" und keiner ginge, um zu schauen, wohin man käme, wenn man denn ginge?


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BeitragVerfasst: 06. Apr 2006, 16:44:14 
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Hallo,

vielen dank für eure vielen und schnellen antworten.

und interessant, wie sich so ein thema weiterentwickelt, wenn wir jetzt schon bei qualitätssicherung sind :-)

zu Flocke, klar, da gebe ich dir recht, eine fachliche pädagogische/psychologische ausbildung ist grundvoraussetzung.

aber nochmal zum pferdethema. das gute kenntnisse im umgang, haltung etc. vorhanden sein müssen, ist mir klar.

zu dem thema "richtig gut reiten können" hab ich noch n paar fragen (das ist ja der bereich, in dem ich anfänger bin). kann mir das mit dem gymnastizieren nochmal jemand erklären? also, soweit ich das weiß, geht es da um bestimmte bewegungsabläufe, die ein pferd lernen/üben/ausführen muß, damit es das reitergewicht ohne schäden tragen kann (also z.b. untertreten). oder ist gymnastizierung noch mehr?

und dann wurde hier öfter als grund für eine reitausbildung auf hohem niveau öfter "gymnastizierung usw." angeführt. was ist usw.?? also, was ist da noch wichtig?

und was ist dafür eine angemessene reiterliche qualifikation? also ist man qualifiziert genug mit "soliden reitkenntnissen" oder mit "reitkenntnissen auf dem niveau vom dra3" oder mit "reitkenntnissen auf übungsleiterniveau" oder erst auf "trainer c" niveau?? (ist vermutlich eine "meinungsfrage", da sich ja noch nichtmal die ausbildungsträger darüber einig sind).

fand die idee von Tina, sich da mit "profis" im reiterlichen bereich zusammenzutun, gut.

äh, noch ne frage. ist gymnastizierung usw. eigentlich für ein therapiepferd wichtiger als für ein "normales reitpferd" ? weil die stärkere körperliche belastung haben? weil falsche bewegungsabläufe des pferdes sich auch auf die klienten übertragen?? oder weil??

und gibt es einen zusammenhang von "ausbildungsträger, die nicht sooo viel wert auf reiterliche qualifikation legen bieten eine schlechtere ausbildung an"??

so, jetzt hab ichs aber, sorry, war lang :-)


zu Tina, ich halte deinen vorschlag für nicht machbar. momentan sieht doch (nach meiner einschätzung) die lage so aus, dass sich die ausbildungsträger noch nichtmal zu einem dachverband zusammentun, sondern jeder ausbildungsträger quasi seinen eigenen dachverband gründet (ist etwas übertrieben). momentan kämpft doch jeder um die "in zukunft mal in irgendeiner form festgelegte" anerkennung und darum, dass sein ausbildungsträger dann dabei ist. somit wird ein qualitätssicherungssystem m.e. keine chance haben, da - analog zu den "dachverbänden" - dann jeder sein eigenes "qualitätssicherungssystem" erfinden wird.

etwas anderes wäre ein qualitätssiegel, dass von einer renommierten, anerkannten außenstehenden organisation vergeben wird, da wüsste ich momentan nicht, wer das sein sollte.

viele grüße,
Martina


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BeitragVerfasst: 06. Apr 2006, 17:33:20 
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Tschuldigung :oops: ..hab das falsche Wort benutzt..meinte natürlich Qualitätssiegel und hat nichts mit der anderen Diskusion zum Thema Dachverband zutun ! :D

Zum Thema "gymastizieren". Wie viele Freizeitreiter kennst du denn die ihr Pferd "gymnastizieren" ?
Ich kenn keinen !
Was der Sinn in dieser Sache ist, ist doch , dass das Pferd einen Ausgleich bekommt, seine Gelenke und Sehnen "geschmeidig" bleiben, den Rücken nicht wegdrückt, Muskulatur optimiert wird + den Ausgleich mit Geländeritten.
Pferde die in besonderem Maße beansprucht werden ( so auch Schulpferde ) , brauchen eben einen speziellen Ausgleich. Welches Niveau das jetzt, in einer Qualifikation ausgedrückt, sein soll weiß ich nicht. Ich selbst habe keinen Schein, bin aber fähig diese Dinge zu leisten ! Wie gut oder schlecht ich das mache, können wohl nur andere entscheiden. Ich sehe, am körperlichen wie am psychischen, dass es meinem Pferd gut geht und er sich auch so fühlt.

LG
Tina

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BeitragVerfasst: 06. Apr 2006, 18:40:19 
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Mela25 hat geschrieben:
Ich bin nicht so FN-zugeneigt - wobei ich nicht sagen will, dass die Trainer-Ausbildung dort schlecht ist, nein, es sagt mir persönlich einfach nicht zu. Leider ist diese Ausbildung Voraussetzung für die Weiterbildung beim DKTHR oder Förderkreis.


für die Ausbildung beim Förderkreis darf es auch ein Trainer C bei der EWU, dem IPZV, oder der Übungsleider der VFD und des ETDC sein.


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BeitragVerfasst: 06. Apr 2006, 18:52:10 
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@stef

Könntest du die Kürzel bitte mal ausschreiben..Ich hab keinen blassen schimmer was das heißen soll :?

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BeitragVerfasst: 06. Apr 2006, 19:23:49 
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:oops: sorry...

EWU meint Erste Westernreiter Union - die sind inzwischen auch der FN angeschlossen, haben aber eine eigene (auf das Westernreiten zugeschnittene) Prüfungsordnung

IPZV ist der Islandpferde Züchter Verein - hier wie oben, nur mit Islandpferden und entsprechend auch mit Gangpferdereiterei

VFD ist die Freizeitreiter Vereinigung Deutschland - die bilden Gelände- und Wanderrreiter aus und nehmen ensprechende Prüfungen ab.

ETDC ist der Erste Trekking Club Deutschland -hier werden ebenfalls Geländerreiter ausgebildet.

Außerdem fällt mir gerade auf, dass ich ÜbungleiDer geschrieben habe. Hr. Freud lässt grüßen...[/b]


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BeitragVerfasst: 07. Apr 2006, 00:38:08 
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Hallo,

Tina, danke für deine erklärung und ich würde das so rein aus dem gefühl heraus auch so sehen.


dennoch bleibt für mich die frage offen, warum denn die bekanntesten ausbildungsträger das übungsleiterniveau verlangen (ich lasse jetzt mal die frage, ob "schein dafür" oder nicht außen vor, meine frage ist mehr, ob man eben dieses niveau haben sollte, um ein "guter reittherapeut" zu sein.

ich meine, es wird ja gründe dafür geben, dass niveau von z.b. dra3 nicht ausreicht, sondern es "mehr" sein muß.

ich glaube, ich kann diese gründe auch so wenig beurteilen, weil ich keinen blassen schimmer dieser ganzen offiziellen prüfungen habe, ich weiß schlichtweg nicht, was ein trainer c (oder ein übungsleiter eines anderen verbandes) nun mehr gelernt hat, als ein mensch mit dra3.

und ich frage mich halt, ob es da wirklich um fachliche gründe geht oder (auch) um irgendwelche eigenen interessen/verbandsinteressen/ was auch immer in dieser richtung.

und mir fällt noch auf, dass die "alternativen reitweisen" ja noch gar keinen platz in dieser "anerkennungsliste" (fn, ewu, ipzv, vfd usw.) haben. also "parelli,tteam,centered riding und co level xy" gibts da schlichtweg nicht. ist mir auch unklar....

viele grüße,
Martina


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BeitragVerfasst: 07. Apr 2006, 08:14:08 
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Das kann ich dir fachlich begründet nicht beantworten, weil es für mich nie die Überlegung gab, einen Schein zu machen oder nicht. Ich weiß also auch nicht was einen Trainer c von einem Übungsleiter xy unterscheidet.

Bin sehr gespannt ob deine Fragen hier noch abgeklärt werden können, interessiert mich sehr, dein Gedankengang !

Nach wie vor denke ich aber, dass man sich ( der Ausbilder ) , seinem Konzept entsprechend, einen bzw. mehrere Nachweise über Qualifikationen geben lässt.
Vielleicht liegt es dann auch daran, das man das Thema "Longenarbeit", "Sitzübungen" etc. nur anreißen will und nicht näher drauf eingehen möchte . :?:

Hoffe hier meldet sich noch jemand MIT Schein zu Wort, der etwas über das Inhaltliche zum Besten geben kann. :D

Stef, du hast doch einen dieser Scheine, oder ? :D

LG
Tina

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 Betreff des Beitrags: Re: um hohe reiterliche qualifikation "herummogeln"
BeitragVerfasst: 07. Apr 2006, 17:15:43 
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Martina hat geschrieben:
was mir nicht klar ist, ist das "warum" dieser hohen reiterlichen qualifikation. was wird damit denn abgedeckt, also lernt man auf dieser übungsleiterebene viel über pferdehaltung, umgang, richtiges gymnastizieren, schonende bewegungsabläufe usw.?

oder geht es auch um "richtig gut reiten können", da frage ich mal ganz unwissend, warum das denn wichtig ist?


Also, ob es nun unbedingt ein Übungsleiterkurs (oder eine Trainer-Lizenz) sein muss oder nicht, sei mal dahingestellt. Ich persönlich bin um einen Trainer-Schein herumgekommen, da der Förderkreis damals einen eigenen Lehrgang angeboten hat um die ewigen Wartezeiten af VFD Übungsleiterlehrgänge zu kompensieren. Da hatte ich Glück!

Die Verbände verlangen aus meiner Sicht der Dinge jedenfalls eine solche, um nicht nur reiterliche Fähigkeiten abzuprüfen, sondern auch Vermittlungskompetenz (Lehre), denn darum geht es in der Trainerausbildung ja. Das Reitabzeichen prüft ja lediglich die reiterlichen und grundlegenden theoretischen Fähigkeiten der Kandidaten. Um Wissensvermittlung und auch um weitergehende Fragen der Pferdehaltung und -ausbildung geht es da noch nicht.
Vom Niveau her sind ja die Reitabzeichen in Bronze, oder Rittführerscheine Zugansvoraussetzung. Diese reiterlichen Qualis reichen also zumindest aus, um mitmachen zu können am ÜL/Trainer-Kurs.
Eine RT mit Trainer Lizenz ist auf alle Fälle auch versicherungstechnisch voll abgesichert, wenn sie regulären Reitunterricht gibt.

Natürlich geht es auch um "möglichst gut reiten können". Die sogenannte Gymnastizierung hilft einem Pferd, die richtigen Muskeln aufzubauen, sich biegen zu können und damit Menschen tragen zu können, ohne selber dabei Schaden zu nehmen, bzw. eine gute Bewegungsqualität an die Reiter weiterzugeben. Dies ist eine Hauptanforderung in der Reittherapie.

Natürlich kann man das auch an gute Reiter deligieren, aber dies kann der ausbildende Verband ja nicht sicherstellen. Auch ich finde, dass man z.B. mittels Centered Riding Ausbildung, etc. auf diesen Stand der reiterlichen Kompetenz kommen kann. Das bisher diese Ausbildungswege (noch) nicht zugelassen sind muss nicht heissen, dass das so bleibt. Das DKThR hat bis vor einigen Jahren nur den Weg der klassischen AUsbildung anerkannt, das ist inzwischen anders.

Die Mühlen in den Vereinen mahlen zuweilen langsam, tragt eure Anliegen einfach an sie heran.


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