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Therapeutisches Reiten - Reittherapie

Forum zum Thema "Heilpädagogisches Reiten" für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, Therapeutisches Reiten für Behinderte.
 
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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann.
Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.

 
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 Betreff des Beitrags: Re: staatliche Anerkennung
BeitragVerfasst: 22. Jan 2010, 16:11:14 
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Registriert: 28. Mär 2007, 20:28:25
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Hallo,
ich war schon ewig nicht mehr aktiv hier, aber das Thema der staatlichen Anerkennung lässt auch mich überlegen.
Ich selbst arbeite auch nach Parelli (Natural Horsemanship) und stehe der FN kritisch gegenüber. Ich bin reiterlich nun auch auf die Westernseite gewechselt, brauche sicher bis zum Trainer C noch seeeeeehr lange... ;-P Ich habe die Ansicht, dass staatl Abschlüsse eigentlich gut sind, aber für meinen Geschmack wird zu sehr das Augenmerk auf die reiterlichen Qualis gelegt- dabei steht doch gerade beim th. Reiten der Umgang im Vordergrund- wieviele Menschen können klasse reiten und andererseits ein Spiel- nicht von einem Drohverhalten unterscheiden, wissen nicht wann ein Pferd Angst oder Opposition zeigt etc. Das sollte doch insbesondere in einer staatl. Ausbildung enthalten sein! :KLUGSCHEISS: Nun gut, ich werde versuchen, mich reiterlich dennoch dorthin zu entwickeln und will vorher sowieso erstmal meine Therapeutenausbildung (KiJU-Psychotherapeut) beenden.

@JudithS
Ich fände es toll, wenn du etwas über deine Erfahrungen berichten könntest.

Liebe Grüße
Sonja


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 Betreff des Beitrags: Re: staatliche Anerkennung
BeitragVerfasst: 23. Jan 2010, 00:41:02 
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Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41
Beiträge: 708
Hallo Sonja,

ich arbeite auch nach Parelli. Wobei ich inzwischen auch viele Kontakte zu guten "englisch Reitern" habe, die ihre Pferde auch über Körpersprache etc. ausbilden / arbeiten. Das widerspricht sich keineswegs.

Der Trainer C ist nicht !!! an die FN gebunden (dieses Vorurteil taucht hier immer wieder auf, es stimmt schlichtweg nicht), auch das Dkthr (und damit auch die staatliche Anerkennung) akzeptiert den Übungsleiternachweis in verschiedenen Reitweisen, auch den Trainerschein der EWU (also im Westernreiten), des IPZV, des VFD usw.

In welcher Reitweise man also seine Qualifikation hat, ist egal.

Und, ja, ich persönlich stehe inzwischen immer mehr auf dem Standpunkt, daß man eine gute reiterliche Qualifikation haben muß. (ich mache die nicht am "Trainer C" fest, aber eine Grundqualifikation muß sein). Der Pferde wegen.

Um die vernünftig auszubilden, zu gymnastizieren etc., eben damit sie diese Arbeit über lange Jahre gesunderhaltend machen können. Und da gehört das körperliche dazu, man muß sehen können, wenn das Pferd z.B. den Rücken wegdrückt, losgelassen geht oder nicht, taktrein oder nicht, usw. usw. (da gibts hier viele threads zu, die das genauer beschreiben).

Die Qualifikation, sowas allein zu sehen, fehlt vielen.

Ich bin nebenbei im Pferdeschutz aktiv und was da an "ausgedienten Therapiepferden" mit gesundheitlichen Schäden (einfach weil über Jahre nicht drauf geachtet wurde) "angeboten" wird, ist nicht mehr lustig.

Und das häufig nicht, weil es den Pferdebesitzern egal ist (die gibts genauso), sondern weil ihnen schlichtweg eine sehr gute reiterliche Grundausbildung (und das sehen von "ungünstigen Sachen" beim Pferd) fehlt und sie nichts daran tuen.

Ein Spiel- von einem Drohverhalten unterscheiden zu können ist wichtig, wenn das Pferd aber nicht gelernt hat, seinen Rücken richtig zu be - und entlasten, seine Hinterhand nicht richtig einsetzt usw. usw., und es keiner sieht, dann gibt das auf Dauer gesundheitliche Schäden.

Demnach, diese "Basics" müssen für mich sein und ich halte Null von Weiterbildungen, die das nicht mit sehen und sagen "die reiterliche Qualifikation ist egal".

Natürlich gibts auch die umgekehrten (die machen mich genauso sauer), die, die "es wissen", "einen Trainer C Schein haben", aber Null auf sowas achten. (und auch nicht auf artgerechte Pferdehaltung)... (Das ist aber "die ältere Generation", meiner Erfahrung nach).


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 Betreff des Beitrags: Re: staatliche Anerkennung
BeitragVerfasst: 23. Jan 2010, 08:00:41 
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Registriert: 28. Mär 2007, 20:28:25
Beiträge: 6
Hallo Martina,
ich stimme dir in diesen Punkten 100% zu! :JA: Ich finde auch, dass Gymnastizierung etc. grundlegende Punkte sind, die man erkennen können muss. Aber brauche ich dafür einen Trainerschein? Ich weiß, dass ich jenen auch bei der EWU machen kann, aber ich frage einfach prinzipiell danach. Ich finde natürlich, dass man auch reiterlich einen Nachweis bringen können sollte, aber die Waagschale enthält doch bisher fast nur Reiten bzw. reiterlich bezogene Bodenarbeit. Wo ist da auf der anderen Seite der Ausgleich mit Kommunikationsarbeit? Nicht, dass das falsch verstanden wird, ich mache das auch gar nicht an einer Reitweise fest, denn es gibt einfühlsame englisch Reiter genauso wie in anderen Reitweisen. Bin ja selbst jahrelang englisch geritten. Mit geht es um die Betrachtungsweise des Tieres. Wenn du auch nach Parelli etc. arbeitest, dann teilst du sicher meine Meinung, dass sich die Beziehung und die Ansicht des Tieres dadurch deutlich ändert. Es wird ein Partner. Ich möchte, dass es meinem Partner gut geht, also arbeite ich so mit ihm, dass er gesund bleibt (auch Gymn. usw) und ich gebe ihn nicht zerschunden irgendwann weg. Siehst du, was ich meine? Natürlich muss die Kompetenz da sein, dass Pferd gesund zu halten. Aber die Basis ist für mich eine ganz andere... Wie sehe ich mein Pferd? Wie kommuniziere ich mit ihm? Wie verschaffe ich mir auf natürliche Art und Weise Respekt? Gerade der letzte Punkt ist für mich bedeutend und dafür muss ich das Tier verstehen...

Ich wäre genau deshalb so gespannt zu hören, ob in der Weiterbildung vielleicht doch darauf eingegangen wird. Deshalb würde ich einfach gerne von den Teilnehmer mehr hören. Ich überlege ja übrigens auch selbst diese Weiterbildung zu machen, wenn sie sich bewährt, denn ein staatl. Abschluss ist einfach viel wert. Ich stelle eben aber nur manches in Frage. Ich muss dafür natürlich reiterlich weiter üben (dennoch erkenne und weiß ich übrigens jetzt schon, wann ein Pferd den Rücken wegdrückt, taktunrein geht etc. :wink:).


Ganz Liebe Grüße
Sonja :G67: (--> entschuldigung, der musste sein, den fand ich einfach nur zu witzig...)


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 Betreff des Beitrags: Re: staatliche Anerkennung
BeitragVerfasst: 23. Jan 2010, 17:33:09 
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Hallo,
nun melde ich mich auch noch zu Wort obwohl ich es eigentlich nicht wollte.
Ich bin Traner B Reiten und Trainer C Voltigieren und noch einiges anderes....!!!
Warum ich denke, dass dies der richtige Weg ist ist der ......
Gehen wir mal davon aus, was ich mit meinem Pferd machen möchte ?
- Heilpädagogische Förderung von Kinder Jugendlichen (Reiten und/oder Voltigieren und vom Boden aus)
- Heilpädagogisches Arbeiten mit Heranwachsenden und Erwachsenen (Reiten evtl. Voltigieren und vom Boden aus)
- Gesundheitsförderndes Reiten für Menschen mit gesundheitlichen Problemen (in Anlehnung an Reiten als Gesundheitssport und / oder Hippotherapie)
- Reiten für Menschen mit Behinderungen (Reiten)

Was braucht dazu mein Pferd:
- ein korrektes und belastbares Interieur
- ein korrektes und vor allem belastbares Exterieur
- eine gute Grundausbildung (seiner Rasse und Qualität entsprechend und auf die Anforderungen abgestimmt)
- Abwechslung bei der Arbeit
- Korrektur
- Gymnastik
- Korrekte Haltung und Ausgleichsarbeit bzw. Ausgleichsbewegung


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 Betreff des Beitrags: Re: staatliche Anerkennung
BeitragVerfasst: 23. Jan 2010, 17:43:17 
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sorry bei mir springt das Bild dauernd darum habe ich einfach nochmal angehängt.


Was brauche Ich hierfür:
- eine gute und fundierte päd. Ausbildung (für die Pädagogische Arbeit am Klient/Patient)
- die Fähigkeit zu unterrichten (Reiten, Voltigieren oder Umgang mit Pferd usw.)
- Die Möglichkeit das Pferd zu Korrigieren, Auszubilden, zu Gymnastizieren und auch zu Erziehen je nach Einsatzbereich.
In diesem Bereich nun habe ich die Möglichkeit dies selber zu tun, mit das Einzukaufen oder vielleicht durch guten und Qualifizierten Unterricht mit entsprechend guten Reitschülern zusammen dies dem Pferd zu ermöglichen !
- Fähigkeiten zu erkennen, was ein Pferd zu welcher Zeit und wieviel braucht und physisch und psychisch gesund zu bleiben oder wieder gesund zu werden.

Nun zurück zur Ausbildung des Reittherapeuten:

Basispaß = für die Bedürfnisse des Pferdes
Reitabzeichen egal welches = um sicherzustellenk, dass die Person reiten kann und auch gelernt hat zu gymnastizieren. = gut für das Pferd und kein Problem für jemand der Reiten kann
Trainer= um sicherzustellen, dass jemand nichts falsches unterrichtet = gut für das Pferd und für den Klienten/Patienten.

So, das ist dann die Grundvorraussetzung. Wenn dies vorhanden ist, dann kann damit angefangen werden. Wer nun seinen Job sorgfältig macht, wird feststellen, dass Horsemanship, Bodenarbeit und das Hineinschnuppern in andere Reitweisen inhaltliche Tiefe gibt. Wer das nicht tut, hat wenigstens eine gute Grundvorraussetzung.
diser Beitrag will nicht vollständig sein und erhebt auch kein Recht auf Vollständigkeit sondern soll einfach mal zeigen, dass so eine Trainerausbildung für Pferd und Klient ein Vorteil ist. Und ich habe einige Trainerausbildungen, wer Reiten kann und den Umgang mit dem Pferd gut macht, kanne ine solche Prüfung problemlos schafffen.
Jolly


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 Betreff des Beitrags: Re: staatliche Anerkennung
BeitragVerfasst: 23. Jan 2010, 17:57:06 
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Hallo an alle,
auch ich melde mich mal zu Wort.
Diese staatliche anerkennung ist aber nicht gleichzusetzten mit einer staatlichen Anerkennung wie bei Erziehern oder. ähnliche Berufe.
Die staatliche anerkennung ist darauf bezogen, das verschiedene Seminare in Zusammenarbeit mit einer staatlichen Hochschule erarbeitet wurden.
Auch stehe ich dieser staatlichen Anerkennung deswegen kritisch gegenüber, weil was passiert mit den bereits schon lange gut arbeitenden RT. Müssen die alle Prüfungen nachhohlen, oder wird ihnen ihre bisherige Berufs und Praxiserfahrung anerkannt. Wurde z.B auch gerne Reiten als Gesundheitssport machen, da ich aber seit 7 Jahren selbstständig arbeite, kann ich nicht meinen Betrieb 4 bis 6 Wochen schließen, und dann noch die teuren Ausbildungs und Prüfungsgebühren bezahlen.
Super wäre natürliche das DKTR wurde mobil die Betriebe prüfen, oder es gäbe ein Fremdstudium oder ähnliches, mit anerkennung der Praxiserfahrung.
Über das Thema Ausbildung der Pferde, habe ich schon mehrfach meine Meinung geäußert, und ich stelle es als Grundvoraussetzung für unsere Arbeit da, seine Pferde artgerecht, gesunderhaltend und mit ausführlichem Pferdewissen und Erfahrung zu trainieren. Und meine auch nicht irgendwelche Basispass Pferdekunde oder ähnliches. Das kann ich nahmlich schon nach halben Jahr Reiterfahrung ablegen.
Schön wäre es wenn sich mal einer von der DKTR hier zu Wort meldet.
LG
Simone

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Aber wenn du mich zähmst, werden wir uns brauchen, du wirst für mich einzigartig sein und ich für dich. (der kleine Prinz)


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 Betreff des Beitrags: Re: staatliche Anerkennung
BeitragVerfasst: 23. Jan 2010, 19:20:57 
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Hallo!

Zitat:
Über das Thema Ausbildung der Pferde, habe ich schon mehrfach meine Meinung geäußert, und ich stelle es als Grundvoraussetzung für unsere Arbeit da, seine Pferde artgerecht, gesunderhaltend und mit ausführlichem Pferdewissen und Erfahrung zu trainieren.


Das seh ich ganz genau so. Alles andere wäre auch viel zu gefährlich.

Die Frage ist tatsächlich, wie man soetwas "überwachen" könnte. Ich denke, das geht nicht.
Es ist meiner Meinung nach dabei zu bedenken, dass ein Trainer C absolut kein Garant für artgerechte Haltung ist. Sehr, sehr viele Reitlehrer mit Schulpferden (mit Trainerschein) haben meist gar keine Zeit, all ihre Schulpferde so zu reiten, dass sie ausreichend gymnastiziert und korrektur geritten werden. Denn wenn sie das täten, hätten sie kaum mehr Zeit für ihre Reitschüler.
Und das gleiche bei Therapeuten, die mit Pferden arbeiten. Ich habe "nur" drei Pferde und muss echt zugucken, dass die alle oft genug wirklich ordentlich bewegt werden.
Eventuell wird es wohl vielleicht so sein, dass man es in der Verantworung der Menschen belässt. Die Pferde sind meine Kollegen, meine Existenzgrundlage. Schon alleine darum (ganz zu Schweigen von der Liebe zu meinen Tieren) werde ich absolut erpicht darauf sein, dass es ihnen gut geht. Zudem denke ich, würden die Pferde auch ihre Arbeit irgendwann mal verweigern, wenn ich nicht auf sie achten würde. Ein Pferd mit einem kaputten Rücken wird keinen Reiter mehr ruhig und gelassen auf sich dulden, denke ich.
Die schwarzen Schafe wird es immer wie überall geben.

Vielleicht sollte man also gar nicht immer sooo sehr sooo viel Verantwortung auf den Staat und seine Überwachung abschieben.

LG

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„Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte - das Unum des Universums.“
Novalis


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 Betreff des Beitrags: Re: staatliche Anerkennung
BeitragVerfasst: 23. Jan 2010, 19:26:45 
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Hallo,
also ich habe meine Ausbildung von 15 jahren beim DKThr gemacht und ich habe auch den trainer Gesundheitssport bei der FN gemacht.
Die Reittherapeuten die ihre Ausbildung vor der staatlichen Ausbildung gemacht haben, können diese Qualifikation noch anhängen und es werden ihnen manche Stunden anerkannt und daher manche Blöcke in der Zusatzausbildung erlassen. Welche weiss ich nicht auswerndig, aber ich glaube es sind 100 Stunden.
Ich habe mir aktiv gegen diese Ausbildung entschieden, da ich im Süden zu Hause bin und mir der Weg und der Aufwand ( ich leite einen Betrieb) einfach auch zu groß war und ich denke, das sich mit dem was ich im Moment an Weiterbildungen habe und noch dabeibin keine Probleme haben werde mich auf dem Markt zu behaupten auch wenn es Absolventen mit Staatlicher Anerkennung in Zukunft gibt. Außerdem bis es so weit sein wird, dass eine solche Ausbildung derart viele Absolventen hat, dass ich befürchten müsste auf dem Markt nichts mehr auszureichten, denke ich bin ich in Rente. (ca.15 im Jahr wenn ich es richtig weiß und es hat erst angefangen)
Wäre ich im Moment mit meiner Ausbildung erst fertig (Studium), wäre ich nicht ortsgebunden und hätte noch das gleiche persönliche Ziel wie ich es immer hatte und nun verwirklicht habe (Selbstständigkeit im Therapeutischen reiten mit 100% Tätigkeitsschwerpunkt), so würde ich die staatliche Anerkennung machen. Dies würde ich daher tun, um auf dem Markt konkurenzfähig zu sein.
Was den Trainer Gesundheitssport angeht, so geht der keine 4 bis 6 Wochen. Bei mir (Pilotprojekt) waren es glaub 8 volle Tage (aber ganz genau weiss ich es nicht mehr) Heute sind es wenn ich es richtig weiss 2 Wochen.
Die Kosten hierfür sind überschaubar da er von den Berufsgenossenschaften unterstützt wird. Und ich würde ihn immer wieder machen.
Jolly


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 Betreff des Beitrags: Re: staatliche Anerkennung
BeitragVerfasst: 23. Jan 2010, 19:38:26 
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Der Trainer Gesundheitssport geht in der ersten Woche 5 Tage und kostet ca. 400- 600 Euro inc. Prüfung. Die zweite Woche ist in der Berufsgenossenschaft und kostet nichts.
Jolly


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 Betreff des Beitrags: Re: staatliche Anerkennung
BeitragVerfasst: 24. Jan 2010, 15:14:54 
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Hallo Jolly,
habe mich schon mal informiert, die Kosten für nur DKTR sind wirklich machbar, ich muß halt immer einen Verdienstausfall hinzuaddieren, und dann wirds echt teuer. Das ist halt immer das Problem, da ich ja so wie du das bestimmt auch kennst, meißtens alleine arbeite, zwar im Moment immer alle zwei Wochen mit Wochenpraktikantin von der Fachoberschule, aber die kann ich auch nicht alleine lassen.
Blöd, da drehe ich mich immer mal wieder im Kreis. Schaue halt das ich meine Fobis immer am WE oder ab Donnerstag wo machen kann, bin ja bekennede IGTRlerin, da geht das halt, weil man/frau auch keinen ganzen Block machen muss, sondern einzelne Fobis machen kann.
Grüßle
Simone

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 Betreff des Beitrags: Re: staatliche Anerkennung
BeitragVerfasst: 25. Jan 2010, 00:48:15 
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Hallo,

uff, habt ihr viel geschrieben, spannendes Thema...

Zitat:
Mit geht es um die Betrachtungsweise des Tieres. Wenn du auch nach Parelli etc. arbeitest, dann teilst du sicher meine Meinung, dass sich die Beziehung und die Ansicht des Tieres dadurch deutlich ändert. Es wird ein Partner. Ich möchte, dass es meinem Partner gut geht, also arbeite ich so mit ihm, dass er gesund bleibt (auch Gymn. usw) und ich gebe ihn nicht zerschunden irgendwann weg. Siehst du, was ich meine? Natürlich muss die Kompetenz da sein, dass Pferd gesund zu halten. Aber die Basis ist für mich eine ganz andere... Wie sehe ich mein Pferd? Wie kommuniziere ich mit ihm? Wie verschaffe ich mir auf natürliche Art und Weise Respekt? Gerade der letzte Punkt ist für mich bedeutend und dafür muss ich das Tier verstehen...


Ja, das teile ich natürlich voll und ganz. Aber ich kenne inzwischen genug "englisch Reiter" (mit der üblichen Ausbildung, auch Trainer etc.), die das ganz genauso sehen. Es ist also nicht mehr so an die "horseman-ship" Leute gebunden, andere machen und sehen das genauso.

In wieweit es auch Teil der Dkthr/ staatlichen Weiterbildung ist, weiß ich nicht. Ich vermute mal, das wird auch arg an den jeweiligen Dozenten etc. liegen.

Ach so und ich mache die beschriebenen Reitkenntnisse etc. nicht ! am Trainer C fest, das könnte man auch anders überprüfen, ob die Jemand hat oder nicht.


Zitat:
Diese staatliche anerkennung ist aber nicht gleichzusetzten mit einer staatlichen Anerkennung wie bei Erziehern oder. ähnliche Berufe.


Simone, soweit ich das verstanden habe, doch. Du hast dann einen staatlich anerkannten Abschluß.

Der einzige Unterschied, ist, das ja - noch - dieser Beruf nicht geschützt ist, also Erzieherin darf man sich nur nennen (und eingestellt werden), wenn man die Qualifikation hat (oder Tischler oder sonstwas), als RT ist - noch - keine staatliche Anerkennung vorgeschrieben, um den Beruf ausüben zu dürfen.

Zitat:
Auch stehe ich dieser staatlichen Anerkennung deswegen kritisch gegenüber, weil was passiert mit den bereits schon lange gut arbeitenden RT. Müssen die alle Prüfungen nachhohlen, oder wird ihnen ihre bisherige Berufs und Praxiserfahrung anerkannt.


Das sehe ich ebenfalls als großes Manko dabei. Wenn ich überlege, daß das Dkthr ja selbst seinen eigenen "alten" Absolventen (die inzwischen auch noch x Jahre Praxiserfahrung haben) nur 100 Stunden anerkennt, dann kann es das nicht sein. Hier müßte es eine andere Möglichkeit geben, das die bereits lange und gut arbeitenden RT (egal, ob nun Dkthr oder nicht) anerkannt werden, das sehe ich genauso.


Zitat:
Es ist meiner Meinung nach dabei zu bedenken, dass ein Trainer C absolut kein Garant für artgerechte Haltung ist. Sehr, sehr viele Reitlehrer mit Schulpferden (mit Trainerschein) haben meist gar keine Zeit, all ihre Schulpferde so zu reiten, dass sie ausreichend gymnastiziert und korrektur geritten werden. Denn wenn sie das täten, hätten sie kaum mehr Zeit für ihre Reitschüler.


Claudia, ja, das stimmt leider. Auch die gibt es und die ärgern mich genauso, keine Frage...

Aber, die müssten es zumindest besser wissen, zumindest haben sie es mal gelernt. Und das das alles in der Weiterbildung überhaupt gelehrt wird, finde ich wichtig und eben nicht "man muß nicht Pädagoge sein" oder "man muß nicht reiten können". Da fangen ja die "schwarzen Schafe" bei den Weiterbildungen an (und es gibt einige, die so arbeiten), das deren Absolventen dann fröhlich meinen "ich brauch keine pädagogische Ausbildung" ist auch Mitschuld der Weiterbildungsträger...

Zum "Verantwortung dem Staat überlassen" sehe ich etwas anderes. Wir wollen ja alle, das RT qualitativ hochwertig ist. Nur dann wird sie den Klienten etwas nützen.

Wie soll man aber jemals "den Nutzen" z.B. gegenüber Krankenkassen "belegen", wenn gleichzeitig x RT ohne pädagogische Qualifikation, ohne Ausbildung usw. arbeiten ?

Mir persönlich wäre es auch sehr viel lieber gewesen, wenn die Weiterbildungsträger das selbst gemacht hätten. Wenn sie sich auf bestimmte "Qualitätsstandarts" geeinigt hätten. (päd. Ausbildung, reiterliche Ausbildung, eine Weiterbildung muß soundsoviel Stunden beinhalten, ungefähre "muß-Inhalte", Praxisanteile etc. etc.).

Aber diese Einigung gab es leider nie.

Also wird es jetzt "vom Staat gemacht".


Zitat:
Außerdem bis es so weit sein wird, dass eine solche Ausbildung derart viele Absolventen hat, dass ich befürchten müsste auf dem Markt nichts mehr auszureichten, denke ich bin ich in Rente. (ca.15 im Jahr wenn ich es richtig weiß und es hat erst angefangen)


Jolly, soweit ich weiß, gibt es die inzwischen in 2 oder gar 3 Bundesländern. Müssen also mehr Absolventen als 15 sein :-)

Klar, Niemand weiß, wie sich das entwickelt. Ich teile auch Deine Einschätzung, daß es - noch - nicht notwendig ist, um sich am Markt behaupten zu können.

Aber - mal nur so ein Szenario ins blaue - wenn es eine Möglichkeit gibt, daß auch die "alten" RT sich irgendwie "staatlich nachqualifizieren" können (und eben mit deutlich mehr Anerkennung ihrer Qualifikation als jetzt, also sowas wie "Aufbauqualifikation in kurzer Zeit") und dann die staatliche Anerkennung sehr viel mehr RT haben (dann wird es "ohne" schon schwer am Markt)

und dann es eine gesetzliche Regelung gibt, daß man RT nicht mehr ohne staatliche Anerkennung durchführen darf (und ich denke, darauf zielt die "staatliche Anerkennung" langfristig), dann wird es "ohne" schwierig.

Aber, klar, das wird dauern. (wobei ich da immer dies Hufbeschlagsgesetz im Kopf habe (ich halte davon nichts), aber da ging es auch schnell...


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 Betreff des Beitrags: Re: staatliche Anerkennung
BeitragVerfasst: 26. Jan 2010, 10:34:59 
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Hallo,
ja das stimmt, wenn es irgendwann mal ein Gesetz gibt, dann wird es schwierig. Da hast du Recht.
Aber da ich bald die 5 in meinem Alter habe, wird es mich wohl nicht mehr treffen, und ansonsten habe ich bis dahin so viele Ausbildungen dass ich es entsprechend anmelden werden. Außerdem gibt es eine sogenannt *Besitzstandswahrung* und das reicht mir dann, Ich werde die Nachqualifizierung nicht machen, das steht ziemlich fest. Ich arbeite zur Zeit an meiner Dissertation und damit habe ich dann genügen Qualifikationen.
Neuen Absolvente würde ich das immer raten. Schon darum um eben nicht überrollt zu werden.
Jolly


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 Betreff des Beitrags: Re: staatliche Anerkennung
BeitragVerfasst: 01. Feb 2010, 00:55:33 
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JollyJumper hat geschrieben:
Hallo,
ja das stimmt, wenn es irgendwann mal ein Gesetz gibt, dann wird es schwierig. Da hast du Recht.
Aber da ich bald die 5 in meinem Alter habe, wird es mich wohl nicht mehr treffen, und ansonsten habe ich bis dahin so viele Ausbildungen dass ich es entsprechend anmelden werden.


Ja, klar, wie schnell das geht, weiß Niemand, ich vermute auch "eher langsam".

Zitat:
Außerdem gibt es eine sogenannt *Besitzstandswahrung* und das reicht mir dann, Ich werde die Nachqualifizierung nicht machen, das steht ziemlich fest. Ich arbeite zur Zeit an meiner Dissertation und damit habe ich dann genügen Qualifikationen.
Neuen Absolvente würde ich das immer raten. Schon darum um eben nicht überrollt zu werden.
Jolly


Naja, ich muß da immer an dieses Hufbeschlagsgesetz (wie auch immer das korrekt heißt) denken, was es zumindest ne Zeit lang allen Hufpflegern etc. schwer gemacht hat.

Da wurde ja auch "mal so eben" ein Gesetz erlassen.

Ich denke aber auch, daß da die RT mit "alter" Qualifikation (die ja inhaltlich nicht anders war / ist) da irgendwie berücksichtigt werden. Alles andere wäre unlogisch.

Und gesetzlich auch nicht haltbar, die RT mit "alter" Weiterbildung haben ja nicht weniger Qualifikation, sondern die gleiche, wie die mit staatlicher Anerkennung.

Ja, neuen RT würde ich das auch raten, einfach weil es ein Marktvorteil ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: staatliche Anerkennung
BeitragVerfasst: 29. Mär 2011, 20:18:36 
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Martina hat geschrieben:
Und gesetzlich auch nicht haltbar, die RT mit "alter" Weiterbildung haben ja nicht weniger Qualifikation, sondern die gleiche, wie die mit staatlicher Anerkennung.


ich hab jetzt nicht alles gelesen was hier so steht, aber ich möchte da mal grad "einschreiten"

seit letzte Woche befinde ich mich jetzt in der Ausbildung zur staatl. anerkannten Fachkraft für heilpädagogische Arbeit mit dem Pferd :wink: und es ist toll angelaufen! Und da muss ich dann jetzt der Aussage widersprechen, dass wir hinterher die gleiche Qualifikation haben, wie die bisherige Ausbildung des DKThR - denn die staatl. anerkannte Ausbildung umfasst wesentlich mehr Stunden und ist inhaltlich deutlich tiefer und umfangreicher! Neben den 10 Modulen vor Ort haben wir 2 Jahre lang angeleitete Praktika mit Aufgaben (z.B. Beobachtungsaufgaben, eigene Stundengestaltung mit Reflexion usw.) und diverse Hausaufgaben sowie einem Abschlussprojekt. Ich denke, dass diese Ausbildung eine super Chance ist, wirklich viel mitzunehmen und man hinterher mit einer guten fundierten Ausbildung "an dem Markt" kommt. Die staatliche Anerkennung ist eben dies und nicht "weniger wert" oder so, als die eines Erziehers o.ä. - der Unterschied ist natürlich, dass wir keine volle Berufsausbildung machen, sondern eben einen Aufbaubildungsgang, also auf eine vorhandene Berufsausbildung aufbauend eine Weiterbildung machen.

Die Ausbildung und Gesunderhaltung des Therapiepferdes hat übrigens viel Platz in unserem Stundenplan :D und im ersten Modul jetzt haben wir einiges bzgl. der Arbeit an der Hand gemacht

ich mag die Ausbildung und finde meine Entscheidung zu dieser deutlich zeit- und kostenintensiveren Variante immer noch gut. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: staatliche Anerkennung
BeitragVerfasst: 31. Mär 2011, 11:18:12 
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Wohnort: tiefstes Niederbayern *gg*
Hallo!

Magst du vielleicht genaue Angaben mache, wer genau diese Ausbildung anbietet und über wen das läuft? Vielleicht ein Link für alle Interessierten? Ginge das?

Danke!

Viel Glück und alles Gute weiterhin!

LG Claudia

PS: Einen LINK hab ich selber noch gefunden... ;)

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