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Therapeutisches Reiten - Reittherapie

Forum zum Thema "Heilpädagogisches Reiten" für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, Therapeutisches Reiten für Behinderte.
 
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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann.
Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.

 
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 Betreff des Beitrags: Pferdewirt und Reittherapeut???
BeitragVerfasst: 27. Feb 2007, 16:38:15 
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Hallo...
ich bin Pferdewirtin und möchte gerne eine Ausbildung als Reittherapeutin (noch lieber für heilpädagogisches Reiten) machen. Das gestaltet sich aber sehr schwierig, da mir die pädagogische Grundausbildung fehlt.
Hat da jemand Erfahrung mit und kann mir vielleicht weiterhelfen???

die Jacqueline


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BeitragVerfasst: 27. Feb 2007, 17:03:24 
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Hallo!
Hast Du denn noch nicht darüber nachgedacht, evtl. einen pädagogischen Beruf zu lernen? Müßte ja nicht gleich ein Studium sein, aber ein gewisses Maß an Grundwissen ist eigentlich schon erforderlich.
Wenn wir den Spieß mal umdrehen, es könnte ja auch nicht ein Pädagoge einfach so mir nix dir nix Pferdewirt werden... :wink: Es ist in jedem Fall Grundwissen erforderlich.
Hast Du denn Vorerfahrung? NIcht mit den Pferden mein ich, sondern mit den Menschen.

LG Claudia

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BeitragVerfasst: 27. Feb 2007, 17:22:23 
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Danke erst mal für die schnelle Antwort...
Ich habe eine Ausbildung als Erzieherin angefangen, aber das ist wirklich gar nichts für mich. Ich habe das dann relativ schnell abgebrochen. Zumal man als Erzieher ganz anders arbeitet als als Therapeut. Mich würde also eine therapeutische Ausbildung viel mehr interessieren. Grundsätzlich sehe ich auch ein, daß die pädagogische Ausbildung sinnvoll ist. Dafür verstehe ich aber nicht, daß man als Pädagoge auf ganz einfachem Weg Reittherapeut werde kann, umgekehrt aber eine 3 - 4 jährige Ausbildung machen muß, die nichts therapeutisches beinhaltet. Nicht falsch verstehen. Ich denke schon, daß pädagogische Vorkenntnisse vorhanden sein sollten. Aber nicht in so hohem Maße.
Ich habe als Pferdewirt einige therapeutische Erfahrungen gemacht, aber mehr zufällig. Und das ist es einfach, was ich machen möchte!
Also dachte ich, daß es doch einen anderen Weg geben muß, als über den Ausbildungsweg "Erzieher".
Ich bin auch bereit eine weitere Ausbildung zu machen. Aber wenn ich so lange Zeit investiere, sollte es mich doch schon mehr interessieren!

LG, Jacqueline


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BeitragVerfasst: 28. Feb 2007, 07:53:57 
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Hallo,

nicht das du mich jetzt falsch verstehst, aber JEDER therapeutische Beruf hat mit Pädagogik und Psychologie zu tun ! Das wiederum sind Hauptfächer in jeder Grundausbildung im pädagogischem Bereich.
Gerade in der Reittherapie ist dies unerlässlich ! Hier geht es ja vor allem um Verhaltensänderung, Wahrnehmung etc etc was theoretisch schon in der Erzieherschule gelernt wird !

Welche Klienten erwartest du denn im heilpädag.Reiten ????...total relaxte Kids? gut gelaunte? nie quängelig oder gar anstrengend ??? Hast du mal in einer heilp. Einrichtung ein Praktikum gemacht ? DAS sind die Klienten die dich erwarten !

Entschuldige meine scharfe Kritik , aber wer schon von sich selber sagt, dass der Erzieherberuf nicht für ihn ist, sollte tunlichst die Finger vom heilp.Reiten lassen.
Man muss ja nicht immer die Pferdeliebe mit einem therap.Beruf verbinden. Mmanchmal ist es besser einfach nur Reiter zu bleiben und dort sein Können unter Beweis zu stellen und Kids das Reiten lernen !

Nichts für ungut,
LG
Tina

Ach ja,wie arbeitet denn ein Erzieher und der Therapeut ?
Im praktischen macht das überhaupt keinen Unterschied: Didaktisch-methodisch ! mit jede Menge Fachwissen untermauert :wink:

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" Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen." ( Goethe )


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BeitragVerfasst: 28. Feb 2007, 16:10:20 
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Danke für die Kritik. Ist ja nicht so, daß ich da nicht selber drüber nachgedacht habe...
Ich muß ehrlich gesagt etwas über Deinen, übrigens sehr schönen Spruch von Goethe schmunzeln. Vielleicht sollte man manchmal nicht so eine eingefahrene Meinung haben, bitte auch nicht böse sein. Ich ärgere mich nur immer wieder über solche Aussagen.
Ich arbeite zur Zeit in einer psychiatrischen Klinik, mit psychisch kranken Menschen, habe also auch eine gewisse Vorstellung, was mich da erwartet. Deswegen würde mich eben auch die therapeutische Arbeit mehr interessieren, und ich würde gerne auf meinen alten Beruf aufbauen. In meiner Ausbildung als Erzieher ging es nur um Kindergarten Arbeit, und das speziell interessiert mich leider nicht sehr. Vielleicht komme ich auch mit den "Pädagogen" und deren eingefahrenen Meinungen nicht klar, ich weiß es nicht. Jedenfalls denke ich schon, daß man fähigen Menschen eine Chance geben sollte.
Wie Goethe ja schon so schön sagte...;-)

LG, Jacqueline


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BeitragVerfasst: 28. Feb 2007, 16:26:08 
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Gut, dann können wir ja nochmal von vorne anfangen :D ...

Da du auf die Frage von Joey ... " ob du Erfahrung im Uumgang mit Menschen hast " , geantwortet hast, dass du eine Erzieherausbildung abgebrochen hast, gab mir das den Anlass so scharf zu reagieren :wink:...allerdings ging es in meiner Ausbildung zur Erzieherin auch um Sonderpädagogik,Heimpädagogik,Psychologie, Päd. allgmein, verschiedene Krankheitsbilder etc. also alles andere als "nur Kindergarten "!
Du schreibst :" ...aufbauen auf deinen alten Beruf..." Welcher ist es denn ?
Da du in einer "psychatrischen Klinik mit psychisch Kranken Menschen " :D arbeitest gehe ich jetzt mal vom "Gesundheitswesen" aus, oder liege ich da falsch?
Aber dann hast du doch Erfahrung mit Menschen + Besonderheiten...gerade deshalb verstehe ich deine Antwort auf Joeys Frage nicht :?

Vielleicht kannst du ja nochmal was zu deinem Beruf/e schreiben!?

Und, natürlich führen viele Wege nach Rom, aber nicht immer ist der Kürzeste auch der schnellste oder Beste :wink:

LG
Tina

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BeitragVerfasst: 28. Feb 2007, 17:13:24 
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Hallo,

ich glaube, wir müssen hier mal zwischen "therapeutisch" (im Sine von psychotherapeutisch) arbeiten und heilpädagogisch arbeiten differenzieren (auch wenn das ineinander übergreift).

Ich habe Dich so verstanden, daß Du eher (psycho-) therapeutisch arbeiten willst, als heilpädagogisch. Oder ging es nur um die Klientengruppen, also nicht mit Kindern, lieber mit Erwachsenen?

"Therapeutisches reiten" ist meist heilpädagogisches arbeiten oder begleitendes arbeiten (z.B. zu psychotherapeutischen Behandlungen).

Und da schließe ich mich Tina und Joey an, dafür braucht es eine solide Ausbildung, die fundiertes Wissen in Pädagogik, Psychologie usw. umfasst.

Im psychotherapeutischem Bereich sehe ich das noch viel mehr so, da gehört zur fachlich fundierten Ausbildung noch ganz viel Praxiserfahrung unter Anleitung/Supervision und vor allen Dingen auch eigene Psychotherapie/Selbsterfahrung, ohne das kann man m.E. nach nicht sinnvoll arbeiten.

Aber vielleicht machst Du wirklich erst mal ein Praktikum und schaust Dir die Arbeit an?? Danach wirst Du zumindest besser wissen, in welche "Richtung" des therapeutischen reitens Du willst.

Martina


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BeitragVerfasst: 28. Feb 2007, 22:09:59 
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Hallo nochmal!

Darf ich Dich fragen, wie informiert Du über diese Geschichte bist? Wie lange spielst Du denn schon mit dem Gedanken, diesen Beruf auszuüben?
Es wirkt auf mich ein bisschen so, als würdest Du Dich noch nicht sooo lange dafür interessieren? Kann es vielleicht sein, dass Du noch etwas Hintergrund-Info bräuchtest?

Jabba hat geschrieben:
Danke erst mal für die schnelle Antwort...
.......... Dafür verstehe ich aber nicht, daß man als Pädagoge auf ganz einfachem Weg Reittherapeut werde kann, umgekehrt aber eine 3 - 4 jährige Ausbildung machen muß, die nichts therapeutisches beinhaltet.




Du, ich muss Dir sagen, da bist Du auf einem falschen Dampfer, denk ich. Also, ich finde, dass der Weg alles andere als einfach ist. Und die Ausbildung beinhaltet (bei uns) fast ausschließlich pädagogisches/therapeutisches. Dazu dann noch der Umgang mit dem Pferd, die Bodenarbeit und last but not least einen Kurs mit Selbsterfahrung. Dieser Kurs war bei uns bisher der Heftigste. Ich kann Dir sagen, es ist alles andere als leicht verdient. Die Weiterbildung bei uns dauert auch eineinhalb Jahre. Also nix auf die Schnelle.

Dann ist es so, dass man zum Reittherapeut oder Reitpädagoge keine Ausbildung machen kann. Denn es gibt keine Ausbildung (meines Wissens) dazu. Es sind Weiterbildungen von denen wir hier sprechen. Wenn man also Reitpädagoge werden möchte, muss man eine berufsbezogene Weiterbildung machen. Daher auch die Wichtigkeit des Grundberufes.

Durch Deinen letzten Beitrag versteh ich auch den Satz, dass der Erzieherberuf nix für Dich sei. Aber ich fürchte, Du siehst diesen Beruf nicht klar.
Ich selber bin auch Erzieherin und arbeitete in heilpädagogischen Heimen und in heilpädagogisch orientierten Jugendwohngruppen. Der Erzieherberuf muss gar nichts mit Kindergarten zu tun haben.
Leider hatte unserer Fachakademie in der ich als studierende war, auch den Schwerpunkt Elementarpädagogik. Aber - wie oben schon erwähnt - hatten wir genau so Heim- Heilpädagogik und Psychologie (welche sich vorwiegend auf Entwicklungspsychologie bezog). Wenn Du die Ausbildung durchgezogen hättest, hättest Du vielleicht doch noch einiges dazulernen können. Oder warst Du mit der Schule insgesamt nicht zufrieden? Es gibt natürlich auch unter den Fachakademien schwarze Schafe.
Der Erzieherberuf bezieht sich also nicht nur auf Kindergarten sonder erstreckt sich auf die Arbeit mit allen psychischen, seelischen und geistigen Behinderungen.
Und ich muss Dir aus meiner Berufserfahrung sagen, dass sich die Grenze zwischen heilpädagogisch und therapeutisch tatsächlich sehr verläuft.

Bei meiner Arbeit als Reitpädagogin arbeite ich zwar pro Forma heilpädagogisch, was da aber im Mensch abläuft geht in´s Tiefenpsychologische. Und wenn man davon gar kein fundiertes Grundwissen hat, wird es tatsächlich unprofessionell. Finde ich.
Wenn ich es mit Deinem Beruf vergleichen darf: Ein Hobbypferdehalter ist noch lange kein ausgebildeter Pferdewirt.
:wink:
Ich selber spiele mit dem Gedanken, eine Ausbildung zum Heilpädagogen zu machen. Einfach weil es mir selber nicht mehr reicht, in diesem Bereich nur Fachbücher zu lesen.

Allerdings finde ich schon auch, wenn jemand z.B. als Kinderpfleger schon seit zig Jahren in einer Behinderten-Einrichtung arbeitet und die gleichen Tätigkeiten hatte wie z.B. Heilpädagogen der Einrichtung (was es ja oft genug gibt), dann sollte dies schon auch so viel Gewicht haben, wie eine schulische Ausbildung.

Was ist denn Deine Tätigkeit? Wie lange arbeitest Du schon bei den psychisch Kranken? Und welche Einrichtung ist das denn? *neugierigbin*

LG Claudia

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BeitragVerfasst: 28. Feb 2007, 22:22:12 
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Ach ja... was ich noch sagen wollte... :wink:

Dass die Reaktionen auf Deinen Eintrag ein klein wenig "deutlich" waren, liegt daran, dass Du versehentlich (ohne es wissen zu können) in ein Wespen-Nest gestochen hast.
Weist Du, es gibt in dieser Sparte eine heftige Diskussion über die Ausbildung/Weiterbildung zum Reittherapeuten/-pädagogen.
Es gibt nun mal viele Leute, die ohne jegliches Grundwissen einfach ein behindertes Kind auf ein Pferd setzen und von sich dann behaupten, sie seien jetzt Reittherapeuten. Und machen damit einen ganzen "Berufszweig" schlecht. Verstehst Du, was ich mein?
Wenn man jahrelange Ausbildung und Praxiserfahrung hinter sich hat, noch ein Mal Monate und viel Geld in eine solide Weiterbildung infestiert und das ganze mit Berufsehre und so professionell wie es geht angehen möchte, dann wurmt es einen einfach gern, wenn dann jemand kommt, der einfach mal so diesen Beruf machen möchte.
Verstehst Du, was ich mein? Ich mein jetzt nicht Dich speziell damit. Sondern möchte Dir erklären, warum das ein heikles Thema ist.

LG Claudia

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Zuletzt geändert von Joey am 01. Mär 2007, 17:30:39, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 28. Feb 2007, 22:26:29 
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Jabba hat geschrieben:
....lange Zeit investiere, sollte es mich doch schon mehr interessieren!
.......



Hm. Ich habe ein wenig das Gefühl, dass Du bei der ganzen Sache irgendwie ein falsches Bild hast. Oder einfach kein komplettes. ;)

Bin mir jetzt nicht sicher, ob dem Beruf Heilpädagoge der Erzieherberuf zugrundeliegt. Aber das wär eine Alternative.
Oder Du beginnst ein Studium an der Uni für Psychologie oder Sozialpädagogik.

Allerdings denke ich, Du wirst bei jeder Art der Ausbildung immer etwas dabei haben, was Dich weniger interessiert.
Und Du mußt Dir sowieso sehr, sehr viel in Eigenregie durch Fachbücher anlesen. Du wirst nie die tausendprozentige Ausbildung finden. Denke ich.

LG

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BeitragVerfasst: 01. Mär 2007, 17:19:20 
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Hallo und "Hilfe, *erschlagenwerd*... ;-)

also, ich gebe Euch ja Recht und habe sogar ein schlechtes Gewissen, weil ich mich direkt so angegriffen gefühlt habe, und das ganze vielleicht wirklich etwas "blauäugig" in Angriff genommen habe.

Mir ist schon klar, daß man ohne pädagogische Ausbildung in diesem Berufsfeld nix verloren hat. Das will ich auch gar nicht. Ihr habt auch Recht, daß ich mich erst mal richtig erkundigen sollte, bzw. in den Beruf reinschnuppern sollte. Das habe ich auch vor. Ich wollte mich nur erst mal erkundigen, ob ich denn überhaupt eine realistische Chance hätte, deswegen meine Frage - Pferdewirt und Reittherapeut??? -

Ich bin gerade auf der Suche nach meiner "Berufung". Weil mir die Arbeit als Pferdewirt, speziel auch als Reitlehrer gar nicht so einen Spaß macht. Gerade die Arbeit mit den "total relaxten Kids" hat mir eben gar keinen Spaß gemacht. Ich hatte immer lieber die schwierigen Kinder, und so ist es eben auch entstanden daß ich (wirklich durch einen Zufall) einen manisch depressiven kleinen Jungen an der Longe hatte, der durch das Reiten wieder anfing zu sprechen. Das ganze lief, um eben Fehler möglichst zu vermeiden (was ich aber zugeben muß, natürlich als ungelernte Kraft riskant ist) in Zusammenarbeit mit dem Psychologen. Ich habe mich da sehr reingestürzt, weil es mir eben totalen Spaß gemacht hat, und ich diesen Jungen sehr mochte. Sonst hätte ich das wohl auch nicht gemacht, weil mir schon bewußt ist, wieviel man dabei falsch machen kann. aber es ist ja gut gegangen. Seitdem ist dieser Junge wie ausgewechselt und macht super Fortschritte!
Ich bin da eben total drin aufgegangen und habe mir sagen lassen, daß ich da ein Händchen für habe. Aber wohl eher im therapeutischem Sinne. Deswegen mache ich grade in einer katholischen Klinik (ein Krankenhaus, an das eine psychiatrische Tagesklinik angrenzt) ein Praktikum. Das macht mir super Spaß. Deswegn möchte ich auch gerne noch in den Bereich Ergotherapie reinschnüffeln, und werde demnächst auch ein Praktikum auf einem Therapiehof als Reittherapeut machen. Interessant finde ich auch die Therapie Möglichkeit mit Hunden. Habe dazu leider auch noch keine Informationen zu gefunden!

Aber ich merke schon selber, mich interessiert wirklich mehr die therapeutische Schiene. Daß das soviel mit Pädagogik zu tun hat, war mir bisher wirklich nicht so ganz klar. Also, danke für die Aufklärung :-)

Was meine gescheiterte Erzieher Ausbildung angeht, da habe ich anscheinend großes Pech gehabt. In dieser Schule lag der Schwerpunkt anscheinend auch in der Elementarpädagogik. Und ich habe später auch viel Kritik über diese Schule gehört. Mich hätten die Heim Kinder oder die seelenpflegebedürftigen Menschen schon eher interessiert.
Allerdings gibt es in Duisburg (NRW) eine Schule, die auch eine Weiterbildung zum Assistenten beim therapeutischem Reiten, oder zur PTP Fachkraft ausbildet.
Zu finden unter: http://www.gbbk.de/

Um die Frage von TINA noch mal zu beantworten, mein "alter" Beruf ist Pferdewirt. Darauf aufbauen meine ich nur in dem Sinne, daß die Arbeit mit dem Pferd dabei keine Probleme für mich darstellen wird. Ist ja schon ein Anfang ;-)

LG, Jacqueline

Ach so, ich habe mich wohl wirklich vorher nicht so kundig gemacht, eben in der Hoffnung hier in diesem Forum fachlich kompetente Antworten zu erhalten. Das ist ja auch geschehen...;-)
Vielen Dank
:lol:


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BeitragVerfasst: 01. Mär 2007, 17:46:15 
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Übrigens kann ich Euch total verstehen (hatte mir vorher nur gar keine Gedanken darüber gemacht), wenn es Euch wurmt, daß da einfach irgendwelche Leute daher kommen, und vielleicht meinen, die ach so großen Therapeuten zu sein, nur weil sie vielleicht ein behindertes Kind auf einem Pferd herum führen.
Anders ist es in meinem Beruf auch nicht. So viele Hobbyreiter gibt es, die sich wahnsinnig aufspielen, Pferde bereiten, Unterricht machen. Die aber eigentlich nix können. Vielleicht in Ihrem Stall der beste Reiter sind. Aber noch nicht mal wissen, auf welchem Fuß man leichtrabt, oder ob das Pferd im richtigen Galopp ist. Da rege ich mich auch zu oft drüber auf. Oder wieviele Leute den Trainer C Schein machen, sich als Gurus bezeichnen, für eine Reitstunde 80 € nehmen, die jeder Pferdewirt Lehrling besser hinbekommen würde, und wofür ein ausgebildeter Pferdewirt 20 € nimmt. Eigentlich unverschämt...
Aber unter diesen Leuten gibt es auch richtig gute Reiter, die das ganz toll machen, die nur keine Ausbildung machen. Und in dem Fall finde ich es ganz toll (auch wenn es "Konkurenz" ist), wenn diese Menschen, vielleicht an Ställen, zu denen kein Reitlehrer findet ein bißchen helfen und unterstützen. Der Vergleich hinkt vielleicht ein wenig, aber ansatzweise ist es schon ähnlich!

Hier nur mein Verständniss, das regt mich auch auf...;-)

LG, Jacqueline nochmal


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BeitragVerfasst: 01. Mär 2007, 17:49:41 
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Huhu!

Bild
*diejacquelinewiederunterderTonnenwuchtraushol* :wink: Bild

Find ich ja schon mal sehr vernünftig, dass die Zusammenarbeit mit dem Psychologen da war. Und ja, es ist ein mehr als faszinierender Beruf. Denn sonst würde man das Risiko, die hohen finanziellen Anforderungen am Anfang und die Bürden nicht auf sich nehmen, diesen Beruf zu ergreifen. Die Mühe wird wirklich tausendfach belohnt, finde ich. Aber es gibt auch Tiefs! Und darum finde ich Supervisionen sehr, sehr wichtig. Bei dieser Arbeit bist Du ein Schwamm, der - ebenso wie Dein Pferd - sehr, sehr viel negative Energien aufsaugen muss. Es ist nicht alles rosig.
Darum ist Psychohygiene für Dein Pferd wie auch für Dich äußerst wichtig. Und nicht nur darum ist eben auch die Weiterbildung so wichtig. Man lernt dabei sehr viel Hintergründiges wie eben auch Fachwissen.

Wenn ich Du wäre, würde ich mich mal bei den ganzen Anbietern der Weiterbildungen erkundigen, wie Dein Weg denn aussehen könnte.



LG und alles Gute!!

Claudia

PS: Guck mal DA Sind ein paar Links zu "Soziale Berufe". Der erste ist leider ein schweizer. Vielleicht hast Du trotzdem Glück damit.
Caritas
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BeitragVerfasst: 01. Mär 2007, 23:53:05 
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Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41
Beiträge: 708
Hallo,

ich denke auch, schau Dir mal am Besten verschiedene Ansätze des therapeutischen reitens in der Praxis an, also die ergotherapeutischen (wenn Du da eh was machen willst) und die physiotherapeutischen usw. Wenn Du in den psychotherapeutischen Bereich willst, wirst Du um ein Studium nicht herumkommen. (Es gibt zwar Weiterbildungen für Soz.Päds. im psychotherap. Bereich, aber zumindest meines Wissens nach für Erzieher nicht).

Aber Du wirst so oder so eine Berufsausbildung brauchen, wenn Du nicht mehr als Pferdewirtin arbeiten willst, irgendeinen anderen Beruf brauchst Du dann ja eh. (Reittherapeutin ist in der Regel kein Vollzeitjob).

Martina


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BeitragVerfasst: 16. Nov 2007, 08:50:34 
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Registriert: 16. Nov 2007, 08:38:39
Beiträge: 2
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Hallo,
ich habe in einer super Schule meine Umschulung zur Jugend-und Heimerzieherin gemacht.
Das Seminar am Michaelshof in Kirchheim/Teck (bei Stuttgart).
Die Ausbildung geht drei Jahre, aber Du hast nur 9 Wochen Schule im Jahr und der Rest ist alles Praxis.
Du könntest Dir einen Praxisplatz im Bereich der RT-Einrichtung suchen um dort zu arbeiten.
Dann hättest Du beides...eine Ausbildung und den Einblick, die Arbeit mit dem Medium Pferd.
Eine Freundin hat so gearbeitet und wärend dessen die Weiterbildung zur Reittherapeutin zusätzlich gemacht.
Harte Arbeit aber wenn Du es willst, dann schaffst Du es auch.
Ich möchte in den Bereich tiergestützte Pädagogik gehen...wenn mir jemand eine Einrichtung weis, die ne Pädagogin bräuchten...bitte mir sagen!
Grüßle
Birthe

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"Liebe verschenkt. Egoismus leiht."


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