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Therapeutisches Reiten - Reittherapie

Forum zum Thema "Heilpädagogisches Reiten" für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, Therapeutisches Reiten für Behinderte.
 
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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann.
Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.

 
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 Betreff des Beitrags: Re: Pferdeausbildung als Teil der Ausbildung zur/zum RT/RP?
BeitragVerfasst: 18. Sep 2009, 06:40:11 
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Registriert: 14. Okt 2007, 12:01:55
Beiträge: 535
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Hallo
also z.B. sollte man mit Lehrpferden arbeiten, oder wenn vorhanden das eigene Pferd mitbringen, sollte eine Lernzielkontrolle stattfinden, usw. Das meinte ich.
LG
Simone

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Aber wenn du mich zähmst, werden wir uns brauchen, du wirst für mich einzigartig sein und ich für dich. (der kleine Prinz)


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 Betreff des Beitrags: Re: Pferdeausbildung als Teil der Ausbildung zur/zum RT/RP?
BeitragVerfasst: 19. Sep 2009, 01:35:42 
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Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41
Beiträge: 708
Lehrpferd oder eigenes Pferd käme für mich auf die Inhalte des jeweilgen Seminares an. Wobei, gerade bei den Reitkursen, bei denen ich zugeschaut habe "mit eigenem Pferd" zeigt sich sehr viel mehr (besonders über den Menschen, bzw. Zusammenspiel), als mit Lehrpferd.

Weil das eigene Pferd eben sehr viel mehr spiegelt in dem "wie es mit seinem Menschen ist" (und das meine ich nicht nur reiterlich, sondern überhaupt, im Umgang zusammen), da sieht man sehr viel mehr aus dieser "langjährigen Beziehung", was man in "einmaligen Begegnungen" eben nicht sieht. (Bei Hundehaltern wird das noch deutlicher, finde ich, da zeigt der eigene Hund ja auch ganz viel).

Von daher fände ich "auch mal ne Einheit mit eigenem Pferd" (sofern das praktikabel ist) nicht schlecht.


Lernzielkontrollen, nein. Einfach zum Einen, weil ich nicht wüßte, wie etwas "formal abprüfbar" ist. Jedenfalls nicht "gerecht" und "objektiv".

Mir wären Voraussetzungen (also der Nachweis einer pädagogischen etc. Ausbildung und Berufserfahrung und der Nachweis von Pferde/reiterlicher Erfahrung) wichtig.

Wobei man letzteres (wenn man es nicht am "Schein" festmacht, sondern z.B. durch "vorreiten" feststellt) ja auch schon als "vorherige Kontrolle" bezeichnen könnte. Das fände ich völlig okay.


Aber innerhalb der Weiterbildung wären Lernzielkontrollen nicht mein Mittel. Wie soll das gehen ? Das Wissen (das pädagogische, das um "Krankheiten" etc. setze ich voraus, also alles, was theoretisch abprüfbar wäre, auch das "Pferdewissen").

Es erinnert mich gerade an meine Erzieher-Anerkennungsjahr-Praktikanten, früher war das so, daß die dann ein paar "Vorzeigestunden" in der Einrichtung mit ihrem Lehrer machen mussten (ich hoffe, dieser Blödsinn ist inzwischen abgeschafft). Ich als Anleiterin sehe die ein Jahr über (und die anderen aus dem Team auch), wir können denen viel mehr spiegeln und sagen, als ein Lehrer, der 3 ? 5 ? mal im Jahr für eine "Vorzeigestunde" vorbei kommt.

Also somit wäre "eine praktische RT-Vorzeige-Stunde" als "Lernzielkontrolle" auch verfehlt. (Gerade, wenn man selbst "ständiger Betreuer" ist, dann auf einmal eine "Vorzeige-Stunde" ? Das ist doch künstlich...)

Was ich aber wichtig finde, ist, möglichst viel zu lernen, auszuprobieren und Begleitung/ feedback dabei zu haben. Das kann auch gut "die erste "eigene RT-Stunde" mit Begleitung/Supervision sein", eben die Rückmeldung.

Und - mir wären dabei "unterschiedliche Anleiter" wichtig. Oder ein Praktikum mit Anleitung in einer anderen Einrichtung etc.

Ich fände es nicht ausreichend, nur von einer Person was zu lernen (weil die immer auch ihre Sichtweise, ihren ganzen Hintergrund etc. mit einbringt und andere Menschen und deren Sachen mit ihrem Hintergrund sieht).


Was ich ganz schlimm finde sind Weiterbildungen (kenne ich aus anderen Bereichen), wo es nur einen Anleiter/Lehrer gibt und der dann auch noch "die Eignung" der Person für was auch immer feststellt oder eben nicht. Das ist so subjektiv, so persönlich geprägt (was leider den Absolventen erst sehr viel später klar wird, vorher glauben sie das, was der sagt, egal, ob sie nun "reinpassen" oder "durchfallen" (die "Durchgefallenen" kapieren es eher, daß da was nicht stimmt), das hat was von "dem Guru glauben".

(Ich meine das gerade bei Sachen, die "persönlich geprägt" sind, und eben schlecht objektiv meßbar. Reiterliches geht (in Grenzen) objektiv meßbar, da kann man sagen "kannst Du Seitengänge in allen Gangarten oder nicht", anderes ist eben nicht so "objektivierbar")

Also wenn in irgendeiner Form "abprüfbare Sachen" (wobei ich bei RT nicht wüßte, wie), dann bitte von einem Team von unabhängig voneinander agierenden Menschen.

Abgesehen davon denke ich, das man bei unterschiedlichen Menschen auch immer sehr, sehr viel mehr lernt, eben bei jedem was anderes...

Na, langsam wird dieser thread spannend... :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Pferdeausbildung als Teil der Ausbildung zur/zum RT/RP?
BeitragVerfasst: 19. Sep 2009, 08:18:38 
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Registriert: 14. Okt 2007, 12:01:55
Beiträge: 535
Wohnort: Gannertshofen/ Iller
Hallo Martina,
ja ich finde auch jetzt wirds spannend. Auch wenn im Moment nur wir zwei hier fleißig am Schreiben sind, aber den Aufrufen zu urteilen haben wir stille Teilnehmer, hoffe sie trauen sich bald auch aktiv daran teilzuhaben.
Sehr schön finde ich den Punkt mit "Supervision". Toll wäre die Möglichkeit, Kurse an verschiedenen Höfen und den dort vorhandenen Pferden durchzuführen, dass sieht aber leider in der Praxis oft sehr schwierig aus. (Keine Seminarräume, andere Stallmitglieder usw.) :|
Denke bei Lernzielkontrollen nicht an Prüfungen die schriftlich abhalten werden. Z.B. Auszubildender A hatte am Anfang sich vorgenommen seinem Pferd mehr Muskelaufbau durch Gymnasitzierung und erarbeitete Trainingspläne zu erreichen. Dies kann durch vorher/nachher Bilder oder Videodokumentation einer Trainingseinheit durch das Feedback der Ausbilder und der gesamten Gruppe kontrolliert werden.
Auch ich bin überzeugt das verschiedene Ausbilder mit anderen Sichtweisen und Erfahrungswerten mehr erreichen wie einzelne. Das ist auch der Grund, warum ich es für gut empfinde, verschiedene Ausbildungsinstitutionen zu besuchen. Schade das es nicht so viele Möglichkeiten gibt, da viele Institutionen nur gewisse Praktikas oder Ausbildungen anerkennen, und oft erlebt man dann das schlecht reden von nicht anerkannten Institutionen. Oder aber man/ frau hat nur die Möglichkeit das ganze Packet dort abzuhalten, was finanziell dann schon sehr ins Geld geht.
Viele liebe Grüße
Simone

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 Betreff des Beitrags: Re: Pferdeausbildung als Teil der Ausbildung zur/zum RT/RP?
BeitragVerfasst: 26. Sep 2009, 01:02:05 
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Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41
Beiträge: 708
Zitat:
Sehr schön finde ich den Punkt mit "Supervision". Toll wäre die Möglichkeit, Kurse an verschiedenen Höfen und den dort vorhandenen Pferden durchzuführen......Auch ich bin überzeugt das verschiedene Ausbilder mit anderen Sichtweisen und Erfahrungswerten mehr erreichen wie einzelne. Das ist auch der Grund, warum ich es für gut empfinde, verschiedene Ausbildungsinstitutionen zu besuchen.


Da stimme ich völlig überein mit. Das sehe ich aber nicht nur bei RT so, in jeder Pädagogik-Ausbildung ist ja "Praxis lernen in verschiedenen Einrichtungen" ein wichtiger Bestandteil. Was auch heißt, unterschiedliche Ausbilder, unterschiedliche Richtungen etc.

Ein bißchen haben das im RT Bereich diejenigen Weiterbildungsträger erreicht, die ein Praktikum (in einer anderen Einrichtung und unter kompetenter Anleitung) verlangen. Das finde ich absolut gut und notwendig.

Zitat:
Schade das es nicht so viele Möglichkeiten gibt, da viele Institutionen nur gewisse Praktikas oder Ausbildungen anerkennen, und oft erlebt man dann das schlecht reden von nicht anerkannten Institutionen


Ich verstehe das inzwischen. Wenn ein Weiterbildungsträger viel Wert (z.B. auf pädagogische Ausbildung und auf reiterliche/pferdische Ausbildung) legt, dann wird er ein Praktikum bei einer Reittherapeutin/Hof, die anders ausgebildet sind (ohne Wert darauf zu legen), nicht sinnvoll finden. Weil es eben weniger Qualität hat.

Und wenn mir "mein Weiterbildungsträger" einen Hof/Person für ein Praktikum empfiehlt, dann erwarte ich, das er mir einen guten, kompetenten, verantwortungsvollen empfiehlt, nicht irgendwas.

Also ich finde es logisch, das ein Weiterbildungsträger sich darum kümmert, das die Praktikumsstellen so wie oben beschrieben sind.

Und damit taucht vermutlich ein "logistisches Problem" auf, kein Träger kann alle RT/Höfe bundesweit einschätzen. Er kann vielleicht (und das wäre sinnvoll) die aus der nächsten Umgebung besuchen, anschauen, reden und dann empfehlen oder nicht.

Aber für "weiter weg" geht es eben nicht. Da finde ich dann das "Mindestkriterium" von, "die Institution muß von ner RT geleitet sein, die eine Ausbildung bei einem anerkanntem Träger hat" besser, als "ist mir doch egal".

Das schlecht reden von "nicht anerkannten Institutionen", was ist "nicht anerkannt" ? Da fehlen Maßstäbe. Ich finde bei dem Wildwuchs und bei "hier gibts ohne jedes Pferdewissen den Schein" oder bei "hier gibts ohne jegliches pädagogische Wissen den Schein" das "kritisieren" angebracht.


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