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Therapeutisches Reiten - Reittherapie

Forum zum Thema "Heilpädagogisches Reiten" für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, Therapeutisches Reiten für Behinderte.
 
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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann.
Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.

 
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 Betreff des Beitrags: Kein Pferd aber Ausbildung?
BeitragVerfasst: 02. Feb 2008, 13:16:03 
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Registriert: 02. Feb 2008, 13:10:53
Beiträge: 1
Wohnort: Salzburg
Hallo,

ich bin in 4 Wochen Diplompädagogin für Sonderschulen *juhuuu*
und mein Ziel ist es die Ausbildung zum heiltherapeutischen Reiten weiterzumachen.

Hier in Österreich ist ja Vorraussetzung für die Ausbildung Entweder Sonderschullehrer, Ergotherapeut oder Psychologe zu sein.
Das wäre dann also mal geschafft.

Aber wie gehe ich weiter vor?
Ich bin 15 Jahre viel geritten, die letzten 5 Jahre eher spärlich, seit die Kinder auf der Welt sind. Abzeichen oder ähnliches habe ich nie gemacht.
Außerdem habe ich kein Pferd.

Ist die Ausbildung dann überhaupt möglich????
ODer muss ich vorher ein Therapiepferd besitzen oder zumindest ein Pferd zum longieren üben ect... kann nicht longieren bzw. hab das noch nie gemacht.

Liebe Grüße
Snickare


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03. Feb 2008, 11:24:22 
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Beiträge: 1968
Wohnort: tiefstes Niederbayern *gg*
Hi!

Als ich die Ausbildung begann, hatte ich auch kein eigenes Pferd. Damals hatte ich eine RB auf einer braven Tinkerstute. Die hätte ich damals als Therapiepferd einsetzen können. Nur - dann ging die RB in die Binsen und ich war mitten in der Ausbildung. Irgendwie ging das dann aber Schritt für Schritt; ich fand mit viel Glück und Zufall meine jetzige Stute. Ein zweites Pferd hab ich auch, aber der eignet sich leider nicht. Werde ihn darum wieder verkaufen müssen und wieder auf die Suche gehn.

Hatte dann auch mal (in meiner pferdelosen Zeit) inseriert, dass ich ein gutes, braves Pferd für die Arbeit mit HBP suche - nicht zu kaufen, sondern tageweise geliehen. Es hatten sich tatsächlich etliche gemeldet. Die Leute sind hilfsbereiter als man glaubt.

Der leichteste Weg für Dich wäre wohl, in einem größeren Hof in Deiner Nähe vorstellig zu werden, Dein Anliegen vorzubringen und nachzufragen, ob Du bei denen am Hof mit den Pferden arbeiten darfst.
Dann arbeitest Du erstmal nur mit dem Pferd. Lernt Euch kennen und Du lernst einzuschätzen, was ein gutes Therapiepferd haben muss.
Bei mir am Hof sind 14-16 jährige Mädels, die stellen sich für mich immer als "Dummi" zur Verfügung. Wenn ich was neues ausprobieren möchte und weis nicht genau, wie mein Pferd darauf reagiert, dann probieren die es mit mir aus. *gg* Z.B. falsch herum auf das Pferd setzen, sich auf dem Pferd ablegen, über den Hintern herunterrutschen....
Du musst auch viel Gelassenheitsübungen mit den Pferden machen. Z.B. auf einem Reitplatz mit Bällen in allen Größen werfen, schießen, toben... die Pferde sollten das gut abkönnen.

Du siehst, es ist nicht ganz so einfach, ein gutes Pferd zu finden. Das wichtigste am Pferd find ich, ist, dass das Pferd diesen Beruf ebenso gern machen muss, wie Du. Es ist auch für das Pferd ein Beruf und nicht jedes Pferd kann den seelischen Druck aushalten. Es sollte menschenbezogen sein, aber nicht zu sensibel.

Von der Ausbildung her gibt es verschiedenste Möglichkeiten. Man kann auch ohne Reitabzeichen eine Weiterbildung finden. Da musst Dich informieren. Allerdings verlangen die meisten einen bestimmten Basisnachweis. Wie z.B. den Basispass Pferdekunde und ähnliches.


Noch Fragen?

Kenn übrigens eine ganz nette Frau aus Österreich. Die hat bei uns bei Monika Brossard die Ausbildung gemacht.

LG Claudia :wink:

_________________
„Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte - das Unum des Universums.“
Novalis


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BeitragVerfasst: 04. Feb 2008, 10:37:15 
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Registriert: 05. Dez 2006, 15:16:16
Beiträge: 12
Hallo Snickare,

das passt ja: Ich habe gerade mein 1.Staatsexamen zur Sonderpädagogin gemacht, möchte die Zusatzausbildung machen, habe auch kein Pferd und bin ebenfalls Wiedereinsteiger;-)
Lustig.

Ich denke, es geht dennoch. Suche übers Internet (Reitbeteiligungen) ein nettes Pferd, welches dein Partner während der Reittherapie sein kann; da wirst du bestimmt fündig. Es gibt einige Besitzer, die sich bestimmt freuen würden, wenn sich jemand um ihr Pferd kümmert und es beschäftigt.
Ich schlage mich schon lange mit dem Gedanken herum, die Ausbildung zu machen. Daher habe ich letztes Jahr einen Bodenarbeitskurs beim Hof Fylgja (Anne, die Besitzerin, ist auch hier im Forum) besucht und danach, zum Weiterüben, eine Anzeige geschaltet, dass ich ein nettes Pferd für die Bodenarbeit suche. Es kamen etliche Zuschriften und ich konnte wählen-)

Letztens telefonierte ich mit Anne und fragte sie, ob es nicht besser wäre, mit der Ausbildung zu warten , bis ich ein eigenes Pferd habe. Anne meinte aber, dass ich somit den Vorteil habe, 1. nicht nur auf ein Pferd eingefahren zu sein und 2. genau zu lernen, wleche Checkliste das erste eigene Pferd erfüllen muss.

Ich wünsche dir viel Spaß bei deiner Ausbildung!
LG
Julia


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BeitragVerfasst: 05. Feb 2008, 17:44:24 
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Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41
Beiträge: 708
Hallo,

also ein eigenes Pferd brauchst Du für die Weiterbildung sicherlich nicht, das habe ich auch noch nie gehört und ich wüsste jetzt auch nicht, warum.

Besser reiten lernen, longieren lernen usw. macht man ja sowieso meist über Unterricht, also auf "nicht eigenen" Pferden. Natürlich hilft es da, wenn man ein Pferd zusätzlich zum üben hat, aber das ginge ja auch z.B. über eine Reitbeteiligung oder darüber, die "Unterrichtspferde" auch außerhalb "nutzen" zu können.

Mit den Abzeichen/Scheinen, ich kenne jetzt in Österreich nur das okthr, hier http://www.oktr.at/ ich weiß nicht, was die verlangen, im Zweifelsfall mußt Du dann eben die reiterliche Qualikation nachholen.

Zum "Therapiepferd" (also das Pferd, mit dem man hinterher arbeitet) finde ich es auch sehr viel sinnvoller, das erst nach der Ausbildung anzuschaffen, da hat man einfach mehr Wissen.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 06. Feb 2008, 21:22:11 
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Registriert: 06. Feb 2008, 20:49:26
Beiträge: 4
Wohnort: Bochum- Wattenscheid
Hallo!

Ich habe grad hier gelesen... Finde die Antworten gut, weil ich hatte auch Angst, dass ich ein eigenes Pferd benötige. Das kann ich mir schon gar nicht leisten. Ich muss erstmal sehen, dass ich die Ausbildung irgendwie finanziert bekomme. Aber auch das erst nächstes Jahr. :lol:
Scheine braucht man wirklich nicht? Denn auch ich kann meine Reiterfahfung nicht bescheinigen. Ich reite, seit ich denken kann und wahrscheinlich auch schon davor hab ich auf dem Pferd gesessen...

Gruß Jenny


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 07. Feb 2008, 19:06:14 
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Registriert: 24. Jul 2006, 20:03:35
Beiträge: 1968
Wohnort: tiefstes Niederbayern *gg*
Hi!

Es kommt auf den Ausbilder an.
Eigentlich handelt es sich ja auch gar nicht um eine Ausbildung, sondern um eine berufsbezogene Weiterbildung. Darum ist der Grundstock, das wichtigste, die pädagogische (oder physiotherapeutische, je nach Fachrichtung) Ausbildung.
Aber dazu gibt es hier im Forum sehr ausführliche Diskussionen und Infos. Musst nur ein wenig stöbern.

Die reiterlichen Voraussetzungen sind bei den Anbietern der Weiterbildungen grundverschieden.
Von meiner Weiterbildung (Lebenshilfe; HBP von Monika Brossard) z.B. sind inzwischen verlangt: Der Basispass Pferdekunde (ist sehr leicht zu machen), das kleine Longierabzeichen (ist auch nicht weltbewegende, ist zu schaffen) und der "Nachweis Fachkenntnisse Pferdehaltung" (oder so ähnlich). Letzterer ist etwas aufwendiger, gibt es aber auch schon ausführliche Infos dazu im Forum.

Viel Glück und Erfolg!!

LG Claudia

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