Hallo liebe User!
Nach dem der
Grundkurs der Weiterbildung zum Heilpädagogischen Begleiten mit dem Pferd nun seit Oktober 07 beendet ist, war ich von 21.05. bis 25.05.08 im ersten Teil des Aufbaukurses.
Da ich mir dachte, es könnte vielleicht den ein oder andere interessieren, stelle ich einen kleinen Bericht dazu ein.
Bei diesem Kurs ging es überwiegend um das Erkennen von Glaubensgründsätzen aus der Kindheit und den Umgang damit in der Praxis des HBP.
Da wir beim HBP ganzheitlich arbeiten, ist dies ein sehr wichtiger Ansatz unserer Arbeit.
Im Laufe der ersten drei Tage lag der Schwerpunkt auf der Erarbeitung von Glaubensgrundsätzen, das Erfassen und wirkliche Verstehen von Symptomen sowie das Erkennen der Ursachen dieser. Wir lernten zu verstehen, dass Symptome wichtige Teile der Persönlichkeiten sind, die man nicht „wegtherapieren“ kann und sollte. Sie haben ihre Funktion und müssen ernst genommen werden. Diese Tatsache ist leicht gesagt und oberflächlich vielen klar. Aber die Tiefe dieser Bedeutung wurde uns bei diesem Seminar verdeutlicht.
Wir erkannten eigene Glaubensgrundsätze. Durch die Entwicklung eines inneren Gespürs und Auge für diese, wurde uns ein sehr guter Schutz für unsere Arbeit mitgegeben. Es erlaubt eine hervorragende Abgrenzung und „Ich-Stärke“ und trägt absolut zur eigenen Seelenhygiene bei.
Die Thematik der Übertragung (und Gegenübertragung) wurde angesprochen.
Während dieses Kurses gab es diesmal relativ viel Schreibarbeit und wir arbeiteten viel schriftlich aus, erstellten Erziehungspläne und bearbeiteten eigene, von uns vorgebrachte und gesammelte „Wünsche“ (Vorschläge an Wissenswertem).
Trotzdem aber gab es immer wieder Einheiten an den Pferden, die wir alle sichtlich sehr genossen. Die Pferde waren unsere Helfer und auch ein klein wenig (wie immer) unsere eigenen „Therapeuten“.
Wir spielten Rollenspiele bei den Pferden und erarbeiteten uns viel Wissen dadurch.
Weiterhin wurden uns in Theorie und Praxis drei Methoden aus dem NLP vorgestellt und wir trainierten diese.
Wir besprachen auch die Richtlinien zur Erstellung der Diplomarbeit. Bis zum nächsten Kurs im September werden wir eine etwa 20-seitige Arbeit über eine Krankheit oder Behinderung (einschließlich Symptom, Glaubenssatz und neurologischer Ebene) erstellen. Mit dabei sollen unter anderem eine ausgearbeitete Einheit, eine Methode aus dem NLP, eine Zusammenfassung der Ergebnisse und ein persönliches Resümee sein.
Neben sehr fundiertem Fachwissen, das wir nicht einfach nur erlernten, sondern uns „anerlebten“, war dieser Kurs auch geprägt von vielen Informationen rund um das HBP. Da bei diesem Kurs nun schon etliche Anbieter dabei waren, die schon mit HBP arbeiteten, konnten wir uns gegenseitig viel an Information liefern und einen hochinteressanten Erfahrungsaustausch liefern.
Auch Bezugsquellen für Fachwissen, Literatur und neue Möglichkeiten das HBP anzubieten waren dabei.
Alles in allem meiner Meinung nach wieder ein sehr gelungener Kurs.
Es war sehr anstrengend und unsere Köpfe rauchten oft *gg*. Auch diesmal konnte ich wieder sehr viel für mich selber in mein privates Leben mitnehmen, wie auch für meine Arbeit mit dem HBP.
Durch den Kurs fühlte ich mich wieder neu „gebootet“ und hatte wieder die Kraft und Energie, für den Kampf, den alle die mit Tieren therapeutisch arbeiten, leisten.
In diesem Sinne grüße ich alle Kollegen und Kolleginnen der tiergestützten Heilpädagogik/Therapie und wünsche Euch viel Kraft, Erfolg und alles Liebe!!!
LG Claudia