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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann. Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.
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Pancho
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Betreff des Beitrags: Ausbildungsmarkt Reittherapie / Qualität der Ausbildung Verfasst: 14. Mai 2007, 18:51:47 |
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Registriert: 23. Mär 2005, 20:45:25 Beiträge: 946 Wohnort: Schifferstadt
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Ich möchte hier mal aus Annes Posting zitieren und dieses Zitat als Augangspunkt für eine Diskussion über die genannten Punkte nehmen:
Zitat: Hängt in meinen Augen auch mit der völligen Fehlentwicklung auf dem 'Ausbildungsmarkt' zusammen. Da zumindest rührt oft meine Unzufriedenheit her... wenn man heutzutage schon als 19-Jährige mit zwei WE einen pädagogischen Grundberuf 'ersetzen' kann, um dann bei besagtem 'Institut' eine reittherapeutische Zusatzausbildung zu absolvieren, werde ich wütend ! Wir haben jahrelang für eine Anerkennung dieses Berufes gekämpft. Ich habe meine Ausbildung seinerzeit auch beim Förderkreis gemacht und war anschliessend noch jahrelang im Ausbildungsausschuß des FöKr. Ausserdem war ich oft als Referentin beim DKThR, beim FöKr und bei der LSB-Ausbildung in Badbergen. Seit dreizehn Jahren bieten wir ja auch selbst eine Zusatzausbildung zum/r ReitpädagogIn HPA an. Ich kenne mich also schon ein bisschen aus auf diesem Gebiet.
Als ich anfing, konnte sich noch kaum einer etwas unter Therapeutischem Reiten vorstellen. Das zumindest hat sich gottseidank gewandelt ! Dafür rollt jetzt eine Masse von schlecht ausgebildeten und selbsternannten 'ReittherapeutInnen' auf den Markt, wo mir persönlich nur übel werden kann über das Niveau dieses Berufszweiges ! Und dieses Forum leistet solcher Entwicklung natürlich Vorschub, hier werden solche Ausbildungen teilweise sogar noch in höchsten Tönen gelobt ! Deshalb war ich zumindest anfangs sehr skeptisch hier. Das hat sich jetzt weitgehend gelegt. Ich finde aber die Tendenz auf dem 'Markt' immer noch bedenklich und den spiegelt das Forum eben gut wieder...
Der gesamte Beitrag kann >HIER< gelesen werden.
Liebe Grüße 
_________________ Wo kämen wir hin, wenn alle nur sagen würden "Wo kämen wir hin?" und keiner ginge, um zu schauen, wohin man käme, wenn man denn ginge?
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FYLGJA
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 14. Mai 2007, 19:44:49 |
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| Postrank 4 |
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Registriert: 24. Okt 2006, 18:32:36 Beiträge: 162
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Danke, Andreas. Noch eine kleine Ergänzung...
Wird demnächst von der fs wohl auch nochmal aufgegriffen, dieses Thema... bin schon gespannt auf das Echo !
Gruß, Anne von Hof FYLGJA
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dshengis
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 14. Mai 2007, 20:00:09 |
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Registriert: 20. Apr 2007, 20:45:33 Beiträge: 76 Wohnort: Berlin
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Was mich ja auch verwirrt, sind die diversen Verbände, die in diesem Bereich mitmischen. Es scheint ja keinen (bundes-)einheitlichen Dachverband zu geben, oder? Denn sonst könnte der doch Ausbildungsrichtlinien vorgeben und Anerkennungskriterien festlegen. Wenn es schon der Gesetzgeber nicht macht. Ist doch auch seltsam, dass es für alles in Deutschland wenigstens ein Gesetz gibt, aber der Weiterbildungsmarkt (gerade auch bei therapeutischen Berufen) so halbwegs ungeordnet bleibt.
LG André
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Pancho
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 14. Mai 2007, 20:31:30 |
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Registriert: 23. Mär 2005, 20:45:25 Beiträge: 946 Wohnort: Schifferstadt
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Es gibt ja das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten DKThR, die diese Funktion ja wahrnehmen und für sich beanspruchen.
Aus Postings hier im Forum erkenne ich aber, dass viele mit den Vorgaben und Richtlinien nicht einverstanden sind (Trainer C, etc) und deshalb eigene Wege gehen möchten.
Zu dem vielfachen Angebot möchte ich vielleicht eine ebenfalls relativ provokante These aus meiner Beobachtung hier beisteuern:
Reittherapie ist ein Traumberuf für viele, gleichzeitig wird die Behandlung nicht von Krankenkassen oder öffentlichen Kostenträgern übernommen, was zu einer Limitierung des Marktes führt. Das wird von vielen Anbietern irgendwann realisiert und aus wirtschaftlichen Zwängen und weil Reittherapie eben ein Traumberuf ist, wird das zusätzliche Geschäftsfeld Ausbildung ins Visier gefasst - schlicht aus wirtschaftlichen Zwängen. Das geschieht aber mehrfach und führt auf lange Sicht wiederum zu einem Verdrängungswettbewerb auf dem neuen Markt für Ausbildungen. Überangebot führt zu Dumping, Dumping führt zu Kostendruck, Kostendruck führt zu einer Reduzierung der Qualität. Insbesondere weil bei diesem "Produkt" Qualität schwer zu beurteilen ist, funktioniert das auch. Der Kreis schließt sich - es gibt immer mehr Reittherapeuten als Absolventen von immer mehr Ausbildern und es geht von vorne los, nur das sich entgegen gesetzt zur Anzahl der Anbieter die Qualität in einer Spirale nach unten bewegt - aus Kostendruck nach unten bewegen muss...
Wenn das so weiter geht, läuft sich der "Markt" tot, es wird irgendwann eine Marktbereinigung geben und wenige starke werden überleben.
Das sind wirtschaftliche Grundgesetze und gelten in jeder Branche. Verschärfend in diesem Fall kommt hinzu, dass viele als Leitbild ihres zukünftigen Handelns das "Helfen" wollen in Verbindung mit "Hobby zum Beruf" machen sehen, da lese ich immer wieder ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, "romantische" Vorstellungen raus - wichtige wirtschaftliche Erwägungen, die leider notwendig sind in dieser Welt, werden oft gar nicht angestellt, was den oben beschriebenen Kreislauf noch verstärkt.
Liebe Grüße

_________________ Wo kämen wir hin, wenn alle nur sagen würden "Wo kämen wir hin?" und keiner ginge, um zu schauen, wohin man käme, wenn man denn ginge?
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Martina
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 14. Mai 2007, 20:49:16 |
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| Postrank 7 |
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Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41 Beiträge: 708
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in der Analyse schließe ich mich Pancho z.T. an, Reittherapeut ist ein Traumberuf, es gibt sehr viele "Weiterbildungsinteressierte", dementsprechend gewinnt man möglichst viele Menschen, indem man den Weg dahin "einfach und billig" macht. (Und das mit den Menschen, die "helfen wollen" hast Du schön gesagt, mit den romantischen Vorstellungen...wenn man sich auf dem "normalen" Psychotherapiemarkt umschaut, stehen einem alle Haare zu Berge, wenn man sieht, wer da ohne Qualifikation praktiziert).
Ich teile Deine Ansicht der "Marktbereinigung" nicht, jedenfalls nicht so, daß sich Qualität hier durchsetzt. Das zeigen alle anderen Märkte, dumping Preise und eine Weiterbildung auf "kurzem, einfachen Weg" wird sich hier durchsetzen. (Jedenfalls solange "nicht Qualität" keinen Nachteil hat und den hat sie momentan nicht). Der ganze "Psychomarkt" ist so (mit dem Unterschied, daß da dann ja der Gesetzgeber eingegriffen hat, was KK angeht).
Meine Einschätzung ist, der "Billigmarkt" wird wachsen und wachsen und die Reittherapie als solche wird darunter leiden und irgendwann als "schlechte/nutzlose" Therapieform dastehen. Dann ist die Marktbereinigung in der Tat da, aber bei den Reittherapeuten, die alle keine Klienten mehr finden.
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Pancho
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 14. Mai 2007, 20:52:44 |
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Registriert: 23. Mär 2005, 20:45:25 Beiträge: 946 Wohnort: Schifferstadt
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Marktbereinigung läßt offen, in welche Richtung sich das bereinigt - das entscheiden die Verbraucher durch ihre Wahl...
Von daher habe ich keine Prognose gestellt, wo's lang gehen wird...
Liebe Grüße 
_________________ Wo kämen wir hin, wenn alle nur sagen würden "Wo kämen wir hin?" und keiner ginge, um zu schauen, wohin man käme, wenn man denn ginge?
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Martina
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 14. Mai 2007, 20:55:24 |
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| Postrank 7 |
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Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41 Beiträge: 708
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Andre, genau da sehe ich auch das Problem, im mangelndem einheitlichem Dachverband. Alle Therapieformen, die noch (wenigstens halbwegs) anerkannt sind, haben einen Dachverband, der Qualitätskriterien aufstellt, und nur, wer sich (als Weiterbildungsträger) daran hält, darf die Bezeichnung des Dachverbandes tragen. So können Klienten dann Qualität und nicht-Qualität unterscheiden.
Es ist die einzige wirkungsvolle Maßnahme "für Qualität", die mir einfällt. Dann machen unqualifizierte Weiterbildungen keinen Sinn mehr.
Aber die Verbände schaffen es eben nicht, sich da zusammenzuraufen.
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dshengis
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 14. Mai 2007, 21:08:14 |
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Registriert: 20. Apr 2007, 20:45:33 Beiträge: 76 Wohnort: Berlin
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Martina hat geschrieben: Aber die Verbände schaffen es eben nicht, sich da zusammenzuraufen.
Blöde Frage: Wieviele und welche gibt es denn? Ich kenne das Kuratorium und den Bundesverband Therapeutisches Reiten. Das PIRT, wo ich zur Zeit eine Ausbildung mache, ist Mitglied in beiden, hat aber trotzdem (wie ich finde auch mit gutem Grund) eigene Zulassungsvoraussetzungen
LG A.
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FYLGJA
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 14. Mai 2007, 21:36:39 |
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| Postrank 4 |
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Registriert: 24. Okt 2006, 18:32:36 Beiträge: 162
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Martina,
das ist nicht soo einfach mit dem Dachverband. Denn jeder Ausbildungsträger (spreche auch für uns !) hat bestimmte Inhalte und Voraussetzungen, von denen er aus jahrelanger Erfahrung und Überzeugung nicht abrücken möchte... und da geht es schon los.
Im Grunde ist es aber garnicht schwer, denn an der Basis gibt es längst seit Jahren Zusammenarbeit unter den Ausbildungen, zumindest den qualitativ besseren. Wir tauschen zB. ReferentInnen aus, bieten gegenseitig Praktikumsplätze an, usw. Da passiert schon einiges an Kooperation und Zusammenarbeit. Wir haben ja auch alle ähnliche Voraussetzungen, unterscheiden sich nur im reiterlichen Bereich etwas.
Allerdings ist das mit den meisten von diesen ganzen neuen AnbieterInnen nicht so... die Voraussetzungen sind völlig anders und die Inhalte auch, meist mehr auf spezielle Zielgruppen ausgerichtete Ausbildung mit allerdings dem Anspruch, dass die AbsolventInnen hinterher damit 'HPR' anbieten können... zB. Kurt Schley mit seiner 'experientellen Reittherapie' (weiß bis heute nicht, was diese Wortschöpfung eigentlich bedeuten soll ?!  ), 'Feldenkrais und Reiten'-Ausbildung bei Freiraum, Igogo, u.a.m. Könnte noch etliche mehr aufzählen !!!
Kenne das auch von meinen anderen Ausbildungen (Gestalttherapie, Musiktherapie). Hab' mich irgendwann in der Musiktherapie ausgeklinkt aus der Diskussion, glaube es gibt da bis heute keine staatliche Anerkennung oder ein einheitliches Berufsbild/Ausbildungskonzept... und wenn ich mir angucke, wer sich alles 'Musiktherapeut' nennt und wie die arbeiten... grauslig !!! Da hat der 'Markt' in den letzten 25 Jahren leider noch nichts 'geregelt' !
Mir geht es ja nicht darum, dass uns die AusbildungsinteressentInnen weglaufen. Beileibe nicht, unsere Kurse sind nach wie vor voll. Aber was die AusbildungsabsolventInnen inzwischen leider immer öfter so von ihren Erfahrungen mit zukünftigen 'KollegInnen' in ihrer Nachbarschaft erzählen, da wird mir immer öfter ganz anders ! Das Niveau in der Reittherapie sinkt beständig... Menschen und Pferde sind ungenügend ausgebildet, bzw. sorgen auch noch nicht mal für ihre Weiterbildung/Fortbildung, bzw. die ihrer Pferde, bieten ihren Pferden oft mieseste Haltungsbedingungen, sparen da an allen Ecken, wo es geht (grade wieder Bericht in unserer Tageszeitung, wo stolz ein Sponsor für ein dreißigjähriges Therapiepferd gesucht wird !!! kenne die Einrichtung, das Pferd ging Jahrzehnte vollkommen verschnürt immer nur links herum an der Longe und lebt in miestem dunklen Boxenverschlag...  ). Bei TA und Schmied wird als erstes gespart. Und solche Höfe bieten dann 'HPR' zu Dumpingpreisen an... was soll man da als BerufsanfängerIn (sozusagen als 'no name') mit kostenintensiverer guter Pferdehaltung und -ausbildung in der Nachbarschaft machen ? Kann schon verstehen, wenn da manche gut ausgebildete RTs entmutigt werden und aufgeben ! Und das finde ich sehr schade und bedenklich für die Zukunft !!!
Nix für ungut, aber da liegt noch ein langer Weg vor uns !
Gruß, Anne von Hof FYLGJA
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FYLGJA
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 14. Mai 2007, 21:51:15 |
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| Postrank 4 |
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Registriert: 24. Okt 2006, 18:32:36 Beiträge: 162
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André,
dieser 'Bundesverband' ist ja bloß ein ganz normaler Verein, den dieser Schley gegründet hat. Das hätte jeder andere auch machen können und so einen Namen kann man sich ja auch ausdenken für einen Verein. Inhaltlich hat das nichts, aber auch garnichts mit einem wirklichen 'Bundesverband' zu tun. Er nimmt ja auch nur AbsolventInnen seiner Ausbildung oder eben von diesem PIRT, was doch auch nur ein Ableger von Schley zu sein scheint, da rein.
Gab aber Riesenärger mit dem DKThR und anderen Ausbildungsträgern, denn Schley vermarktete seinen Verein ja so, als wäre das nun der von allen ersehnte Zusammenschluß und als sei sein Verband nun der Weg zur 'staatlichen Anerkennung'. Mich riefen daraufhin auch viele an. War wirklich geschickt angelegt... Aber ist ja alles totaler Quatsch ! GOTTSEIDANK ! Denn ich möchte mit solchen Leuten nicht in einem Verband zusammenarbeiten...
Nix für ungut !
Gute Nacht, Anne von Hof FYLGJA
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Susannah
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 14. Mai 2007, 21:59:19 |
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Registriert: 25. Mär 2007, 18:41:13 Beiträge: 332
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Hallo,
sorry, dass ich mich jetzt einmische.
Heißt das, wenn "mein" Hof kein Mitglied beim Kuratorium ist, dass dort dann keine gute Therapie stattfindet?
Dabei ist das so ein großer Betrieb und ich fühle mich dort doch sehr wohl.
Verwirrte Grüße, Susannah
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dshengis
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 14. Mai 2007, 22:14:32 |
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Registriert: 20. Apr 2007, 20:45:33 Beiträge: 76 Wohnort: Berlin
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FYLGJA hat geschrieben: dieser 'Bundesverband' ist ja bloß ein ganz normaler Verein, den dieser Schley gegründet hat. Das hätte jeder andere auch machen können und so einen Namen kann man sich ja auch ausdenken für einen Verein. Inhaltlich hat das nichts, aber auch garnichts mit einem wirklichen 'Bundesverband' zu tun.
Ich kenne das aus dem Mediationsbereich, der ist bzw. war ähnlich ungeregelt, aber da haben GSD die Anwälte für etwas Ordnung gesorgt. Auch da gab und gibts mehrere "Bundesverbände" für Mediation, für Umweltmediation, für Familienmedation usw..
Wer (oder was) ist denn der Herr Schley, der Dich so zu ärgern scheint?
Und was hat er "verbrochen"?
Ich weiß übrigens auch nicht, was das PIRT mit dem Bundesverband zu tun hat und wie das Verhältnis zu den weiteren Verbänden sind (es gibt ja auch noch einen Förderkreis *stöhn*)
LG und Gute Nacht! A.
PS: @Susannah: Nein, das muss es nicht heißen, ebensowenig wie jemand, der seine Ausbildung beim Kuratorium gemacht hat, unbedingt gute Arbeit leisten muss. Es hängt doch immer sehr viel vom jeweiligen Menschen ab und was der aus so einer Ausbildung macht. Und wahrscheinlich kann jemand sogar gute Arbeit machen ohne eine Ausbildung (wenngleich das wohl eher sehr selten sein wird). Z.B.: Wer hat Siegmud Freud in der Psychoanalyse ausgebildet? 
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Martina
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 14. Mai 2007, 22:59:56 |
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| Postrank 7 |
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Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41 Beiträge: 708
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Hallo,
Anne, ich wollte nicht die Inhalte usw. der Weiterbildungen "vereinheitlichen", das es da jeweils andere Schwerpunkte gibt ist schon klar (und auch gut so). Aber es kann doch nicht sooooo schwierig sein, sich auf bestimmte Standarts zu einigen (wenn man denn wollte). Das wäre (zusammen mit einem Siegel des Berufsverbandes) wenigstens ein Anhaltspunkt für Weiterbildungsinteressenten und vor allen Dingen auch Klienten.
Ich sehe das als einzigen Weg, wenn man sich gegen "Verfall der Qualität" wehren möchte.
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FYLGJA
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 15. Mai 2007, 09:41:58 |
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| Postrank 4 |
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Registriert: 24. Okt 2006, 18:32:36 Beiträge: 162
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Hallo André,
ich persönlich habe nichts gegen Herrn Schley, kenne ihn persönlich auch garnicht. Seine 'Politik' im Bereich HPR finde ich allerdings bedenklich und es geht in eine falsche Richtung (s, meine letzten Postings). Zu seiner Ausbildung kann ich nicht viel sagen, nur dass sie in meinen Augen eher eine spezielle 'Psychotherapie und Reiten'-Ausbildung ist, genauso wie die von PIRT. Der Anspruch aber da ist, dass die Leute anschliessend selbstverständlich auch im Bereich HPR arbeiten. Da sehe ich Probleme...
Erstens denke ich, dass die Leute psychotherapeutisch da viel zu wenig ausgebildet werden, verglichen mit einer richtigen Psychotherapie-Ausbildung (bin selbst Gestalttherapeutin und Psychotherap. HP) und zweitens ebenso viel zu wenig im Bereich HPR, weil davon Herr Schley meines Wissens selbst garkeine Ahnung davon hat, zumindest als er seine Ausbildung vor acht Jahren startete. Er war (oder ist immer noch ?) selbst ja garkein ausgebildeter RT/Reitpädagoge.
Für PIRT sehe ich es ähnlich, habe gerade vor kurzem die Ausbildungsunterlagen durchgelesen. Sehe da ein ähnliches Problem, nur dass der Leiter dort wohl die Schweizer Ausbildung (M.Gäng) gemacht zu haben scheint, also wenigstens selbst Reitpädagoge ist.
Ähnliches gilt auch für Sigrun Kühn von 'Freiraum' im Bereich 'Feldenkrais und Reiten'.
Habe gerade vor kurzem übrigens einen Artikel einer Frau, die 'experientelle Reittherapeutin' ist, in der Ergotherapie-Zeitung gelesen. Was die experientelle RT da alles 'Neues' einbringt, bzw. einbringen will, ist für uns 'Alten' schon lange, lange selbstverständlich Teil unserer Arbeit...
Martina,
ich denke auch, dass man sich auf gemeinsame Standards einigen kann, aber die sind eben teilweise mit den Inhalten verwoben, zB. die reiterlichen Voraussetzungen, ein Grundsatzstreit seit Jahren... wir verlangen ja bewußt KEINEN Trainer C in unserer Ausbildung, dafür fordern wir gewisse andere pferdefachlichen Voraussetzungen/Kurse und haben zudem einen achttägigen Intensiv-Reitkurs in die Ausbildung als Pflicht für alle integriert. Von dem würde ich auch ungerne wieder abweichen, weil meine Erfahrungen mit zig Jahrgängen dies bestätigen (s. früheres Posting bei Reiterl. Nachweise).
Und so hat jeder Ausbildungsträger so seine ihm wichtigen Punkte der Ausbildung, die er unbedingt beibehalten will. Trotzdem denke ich, eine Verständigung ist sicher möglich und ich zumindest bin dazu mehr als bereit, denn ich sehe, dass es anders nichts wird ! Aber es ist ein langer Weg dorthin !
Susannah,
niemand sagt, dass nur DKThR-Leute gute Arbeit machen. Es ist natürlich auch so, wie André sagt, dass es immer auf die Persönlichkeit und Lebenserfahrung des einzelnen Therapeuten ankommt ! Ich garantiere natürlich auch nicht für alle von uns jemals ausgebildeten AbsolventInnen, dass sie gut arbeiten. Ich kann nur sagen, sie haben eine gute Ausbildung genossen. Was sie daraus dann machen, ist ihre Sache.
Für Dich ist das Wichtigste, dass Du Dich dort sicher und gut aufgehoben und mit Deinen Themen angenommen fühlst. Und dass Du das Gefühl hast, Du kommst durch die Reittherapie dort ein bisschen weiter in Deinem Leben ! Wenn das alles für Dich stimmt, ist dort der richtige Ort für Dich, egal was andere denken ! Alles Gute weiter für Deine Therapie !
Gruß an alle, Anne von Hof FYLGJA
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Martina
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 15. Mai 2007, 15:21:52 |
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| Postrank 7 |
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Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41 Beiträge: 708
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Hallo Anne,
zu den angesprochenen Ausbildungen, ich kenne die beide nicht, aber mir stehen (grundsätzlich, nicht auf Reittherapie bezogen) immer die Haare zu Berge, wenn ich sehe, wer denn alles meint ohne fundierte Psychotherapie-Ausbildung, eigene (Lehr)Psychotherapie und Berufserfahrung psychotherapeutisch arbeiten zu können. (Damit meine ich wirklich die "klassische" psychotherapeutische Arbeit, nicht die begleitende Arbeit für Menschen mit psychischen Erkrankungen/Störungen). Sagte ich ja auch in meinem früheren posting, der "Psychomarkt" ist da eine Katastophe, glücklicherweise hat da ja der Gesetzgeber vor Jahren schon eingegriffen und die KK Zulassungen geregelt und den Begriff gesetzlich geschützt. Das bringt schon einiges an Sicherheit für die Klienten.
Zu den gemeinsamen Standarts sind wir uns ja einig, daß es nur darüber geht. Ich denke aber auch, daß es sinnvoll wäre, hier mal ein paar "heilige Kühe" (sei es den Trainer C oder anderes) außen vor zu lassen und sich auf gemeinsames zu verständigen. Ich weiß, wie ungern (gerade demokratisch organisierte Träger, wie Vereine usw.) von ihren Prinzipien abweichen, aber da läuft einfach die Zeit davon.
Martina
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