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Therapeutisches Reiten - Reittherapie

Forum zum Thema "Heilpädagogisches Reiten" für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, Therapeutisches Reiten für Behinderte.
 
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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann.
Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.

 
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 Betreff des Beitrags: Als Reittherapeutin leben?
BeitragVerfasst: 30. Apr 2006, 17:55:34 
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Registriert: 23. Apr 2006, 21:40:59
Beiträge: 8
Halli Hallo!
Ich habe da jetzt nochmal eine Frage an alle Reittherapeuten, die schon arbeiten: Könnt ihr davon leben??? Bzw. wieviel verdient ihr so ungefähr, wenn ihr die Kosten für die Pferde, Zubehör, Tierarzt usw. abzieht??

Ich habe mit einer Bekannten gesprochen, die selbst Heilpädagogisches Reiten anbietet , und sie hat gemeint, dass sie so ungefähr 400€ raus bekommt. Allerdings macht sie aufs Jahr verteilt ungefähr 3-4 Monate Pause(wetterbedingt) und arbeitet auch nur nachmittags!
Ist das bei euch auch so?
Ich würde zwar sehr gern Reittherapeutin werden, aber von 400€ kann man doch nicht leben???!! :cry: :cry: :cry:

Arbeitet ihr auch nur nachmittags( die Kinder müssen ja auch in die Schule und können morgens gar nicht) oder könnt ihr auch vormittags Stunden geben?

Liebe Grüße Sonja


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01. Mai 2006, 09:26:34 
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Registriert: 09. Mai 2005, 10:15:11
Beiträge: 559
Wohnort: Norddeutschland /Jade
Hallo Sonja,

also ich kann definitiv NIcht vom Therapiegeschäft leben. Das ist momentan eher eine selbstlose Arbeit...die ich aber nicht aufgebe, weil sie mir und denen die daran teilnehmen sehr viel bringt ( nur kein Geld :D )

Kleine Rechnung:

-238 € Miete für Stall und Halle
- 50 € Versicherung
- 80 € pauschal für Hufschmied/Tierarzt
- 40 € Benzin ( ich hab einen Anfahrtsweg )
--------

- 408 € Ausgaben

+ Werbungskosten, Telefongespräche....etc, die ich hier mal nicht berücksichtigt habe.

ah, könnte man sagen , wenn ich aber das Pferd auf dem Hof stehen habe wird es wesentlich günstiger !? Naja, dann hat man für gewöhnlich auch ein zweites / drittes...die fressen natürlich auch und und das x3 + Hufschmied / Tierarzt/Versicherung . Was dann noch dazukommt sind die Betriebskosten Wasser /Strom/Versicherungen da kann man mal locker die 240 € rechnen, die ich jetzt an Miete für die Box/Offenstall bezahle.

Selbst wenn ich einen 1000der im Monat einnehme, - die Ausgaben, dann kann ich von den 600€ auch noch nicht leben.
Man sollte das als Nebenjob betrachten nicht als Hauptberuf. Es seie denn, man zieht das ganze wirklich groß auf, als Therapiehof o.ä. mit 6-10 Therapiepferden .Hippo/HPR/Reiten a.S. für Behinderte auf diesem Hof kompakt anbieten.


LG
Tina

_________________
" Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen." ( Goethe )


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01. Mai 2006, 19:35:00 
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Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41
Beiträge: 708
Hallo Sonja,

die reittherapeuten, die ich kenne, machen das auch alle "nebenbei", also haben noch einen hauptberuf. auch die, die gute kontakte zu kostenträgern haben.

wenn ich mir die "großen therapiehöfe" so anschaue, bieten die auch therapeutisches reiten meist neben anderen bereichen (z.b. pferdezucht, reitunterricht, pensionsstall, seminare etc.) an. oft hat auch mindestens eine person noch einen beruf außerhalb, der geld reinbringt.

zu Tinas Rechnung fallen mir noch x Dinge mehr ein (der Kaufpreis der Pferde z.B., die ganzen Arbeitsstunden, die sie in deren Ausbildung gesteckt hat und, und...)

Dazu kannst Du als Selbständige schonmal mit so 1000 Euro monatlich für Deine persönliche Absicherung (Arbeitsunfähigkeit, Krankheit, Rente etc.)rechnen, wenn Du nicht mit 60 von Sozialhilfe leben möchtest.

Und ab einem gewissen Umsatz möchte der Staat auch Steuern von Dir usw.

Ich denke, das ist was für Idealisten, die viel Freude daran haben, eben als "Nebenjob" oder wenn man anderweitig (über den Lebenspartner etc.) finanziell abgesichert ist. Als finanzielles Standbein ist es momentan m.E. nach nichts.

Martina


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 04. Mai 2006, 21:22:16 
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Registriert: 11. Jan 2006, 20:26:53
Beiträge: 254
Wohnort: Siegen
Ich lebe vom Beruf der Reittherapeutin.
Ich habe abzüglich aller Kosten im Monat etwa 700,--€ von denen ich lebe. Das reicht ganz sicher nicht jedem.
Ich würde es allerdings keinen Tag mehr anders haben wollen.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26. Jun 2006, 13:44:57 
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Registriert: 26. Jun 2006, 13:31:58
Beiträge: 1
Wohnort: Trier
Hallo an Alle!

Wie so viele möchte ich auch die Ausbildung zur Reittherapeutin machen. Dafür habe ich auch schon ein Praktikum gemacht und arbeite momentan als Assistentin bei einer Reittherapeutin.
Nun habe ich hier im Forum gelesen, dass ihr die Reittherapie eher als Nebenjob macht. Dazu möchte ich eine andere Erfahrung einstellen:
Mein Praktikumsplatz war so konzipiert, dass die Therapeutin das hauptberuflich gemacht hat. Sie hat Pferde und Reitplatz am Haus und von Montag-Freitag durchgehend Klienten. - Allerdings hat sie sozusagen ein zweites pädagogisches Standbein eingebaut: Der erlebnispädagogische Aspekt des Reitens nimmt einen großen Teil des Angebots ein. Zusätzlich macht sie in den Schulferien auch Wanderritte etc.
Die andere Reittherapeutin arbeitet schon seit 30 Jahren in der pferdegestützten Therapie und hat das immer hauptberuflich gemacht. Sie arbeitet momentan von Mittwoch bis Freitag (vormittags-nachmittags) sowohl mit Privatklienten, als auch mit Kindergarten/Behindertengruppen.

Nun würde mich mal von den nebenberuflich arbeitenden ReittherapeutInnen interessieren, wie viele Stunden pro Woche ihr so arbeitet und überhaupt, wie ihr euch organisiert habt (also in einem Reitstall, oder privat). Möchtet ihr denn langfristig die Reittherapie zum Hauptberuf machen?

Und dann habe ich noch eine Frage: Wie haben eure Klienten den Weg zu euch gefunden? Über Werbung, Mundpropaganda, Internetpräsenz?

Ich freu mich auf eure Antworten!
Resa


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