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Therapeutisches Reiten - Reittherapie

Forum zum Thema "Heilpädagogisches Reiten" für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, Therapeutisches Reiten für Behinderte.
 
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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann.
Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.

 
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 Betreff des Beitrags: Pilzbefall Erfahrungsaustausch
BeitragVerfasst: 08. Jan 2011, 13:19:09 
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Registriert: 04. Feb 2007, 15:25:00
Beiträge: 27
Wohnort: Rimsting
Hallo liebes Forum,
meine Haflingerstute ist vor 3 Jahren zu mir gekommen und galt als unbehandelte Sommerekzemer. Auf Anraten meines Tierarztes habe ich Insolimpfung gegen Pilz machen lassen. Ein halbes Jahr später hatte sie dann einen leichten Pilzbefall, den ich an föhnigen Novembertagen mit Imaverol gut behandeln konnte.
Seit dem kommt der Pilz jedes Jahr wieder. Letztes Jahr im Januar dieses Jahr im Dezember. Dieses Jahr habe ich, als sie sich zu jucken begann, sofort den Tierarzt gerufen und man konnte keinen Pilz sehen. Nach langer Suche aber einen Haarling in der Mähne des Pferdes mit dem sie zusammen steht.
Ich konnte aber nicht waschen, weil der Dezemder so schweinekalt war. 2 Wochen später habe ich dann bei beiden Pferden die ersten abkratzbaren Krusten gefunden, genau so aussehend wie das, was die Jahre zuvor als Pilz diagnostiziert wurde. Habe wieder Insol impfen lassen und gegen die Haarlinge habe ich die beiden mit Kieselgur eingepudert.
Hat jemand Erfahrung mit Kieselgur?
Hat jemand mal ein Pferd, dass zu Pilzbefall neigt dauerhaft davon befreit?
Moos ausprobiert?
Präbiotische Fütterung?
Ah, positiv ist, dass meine Stute kein Sommerekzem mehr hat, sondern einwunderschönes Sommerfell.
Die beiden stehen im Offenstall mit täglichem Weidegang zum Spielen in konstanter Herde. Der TA sagt, dass sie sauber gehalten und gut gepflegt sind. Diesen Sommer habe ich sogar den Stall desinfiziert.
Und sie sind glückliche? Therapiepferde?

Liebe Grüsse!

Katharina A.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pilzbefall Erfahrungsaustausch
BeitragVerfasst: 09. Jan 2011, 11:49:11 
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Registriert: 24. Jul 2006, 20:03:35
Beiträge: 1968
Wohnort: tiefstes Niederbayern *gg*
Hallo Katharina,

eine abkratzbare Kruste bei Pilzbefall? Ist das nicht untypisch? Abkratzbare Krusten sind doch normaler Weise Ekzeme? Pilz sind wachsende Flächen ohne Haare und schuppig. Kann Pilz so schlimm werden, dass es abkratzbare Krusten werden??

Zu deiner Frage: Ich hatte einen Wallach, den ich als Therapiepferd einsetzte. Er war ein super braves Tier und arbeitete absolut anständig mit. Die Kinder liebten ihn und nannten ihn "Onkel Charly". Aber je länger ich ihn hatte, um so kränkelnder wurde er. Obwohl er auch in sehr guter Haltung mit ordentlich Futter stand, nahm er nicht zu (war immer a bissal dünn), baute Muskulatur nur spärlich auf (wurde sehr ordentlich trainiert) und ich hatte TA-Rechnungen oooohne Ende. Denn wir untersuchten Blut und alles was es gibt.
Dann, eines Tages nach der Arbeit, bekam er eine arge Kolik. Das war an einem Tag, an dem 10 Kinder zum Ferienprogramm bei uns waren. Charly hat zusammen mit noch vier Pferden mit den Kindern gearbeitet (zwei Kinder pro Pferd mit je einem Betreuer). Er hatte vorher noch nie Koliken. Das war das erste Mal, dass ich mir Gedanken machte, ob er mir so zeigen möchte, dass ihm die Arbeit zu sehr zusetzt.
Ein paar Wochen später bekam er dann Pilz. Das war für mich ein Hilfeschrei dieses Pferdes. Er machte die Arbeit absolut anständig, aber er war dieser Arbeit seelisch einfach nicht gewachsen. Ich denke, dass er sich die Nöte der Kinder und diese Arbeit viel zu sehr zu Herzen nahm.
Darauf hin fällte ich den Entschluß, Charly zu verkaufen. Er kam an einen kleinen Privatstall mit drei pferdischen Kollegen. Dort ist er Privatpferd mit gelegentlichen Jobs mit Kindern als Schulpferd. Er liebt Kinder und das war genau das, was er brauchte. Nach wie vor stehe ich im Kontakt mit der Besitzerin. Charly blühte absolut auf, der Pilz war weg und kam nie wieder; keine Kolik und er baute auf, dass es eine Freude war. Es war die richtige Entscheidung.

Was ich sagen möchte ist, dass Pilzbefall immer etwas mit dem Immunsystem zu tun hat. Jedes Pferd und jeder Mensch hat ständig und immer Pilzsporen um und an sich. Ausbrechen kann es aber nur, wenn das Immunsystem angeschlagen ist. Seelische Nöte und Sorgen können dabei stark mit eine Rolle spielen.
Also mein Ratschlag: Überprüfe ganz genau die Situationen, wann dein Pferd diese Auffälligkeiten hat. Möchte es dir vielleicht damit etwas sagen? ;)
Auch das Futter spielt eine Rolle. Leider werden die Pferde in der heutigen Zeit viel zu sehr mit Mineralfutter und Kraftfutter überschwemmt! Zu viel kann genau so schädlich sein, als ein zu wenig. Haflinger sind von Natur auch eher sehr gute Futterverwerter. Vielleicht hat dein Pferd ein zu viel an Mineralfutter, auch wenn die Blutwerte stimmen. Ähnlich vielen Kindern, die auf Schokolade temperamentvoll reagieren, ohne dass etwas im Blut nachgewiesen werden kann. ;) Zudem gibt es extra Müsli für Ekzemer (grad auch für Isländer). Wäre vielleicht empfehlenswert.
Offenstallhaltung und Herdenhaltung wären sicherlich auch ideal für dein Pferd, könnte ich mir denken. Denn es ist einfach gut für Seele und Nerven der Tiere, so wenig wie möglich in Boxen stehen zu müssen.
Dazu finde ich, ZU saubere Ställe - also auch zu scharfe Reiniger - sind vielleicht sogar kontraproduktiv. Grasweiden und Schmutzkoppeln und sich auch mal im Schmutz wälzen dürfen sind sehr wichtig für die Haut der Tiere.

Mein Charly bekam damals die Impfung gegen Pilz - das waren glaub ich drei Impfungen verteilt auf vier Wochen, oder irgendwie so ähnlich. Genau weiß ich es nicht mehr.

Wünsche dir viel Glück und gute Besserung! Viel Erfolg!!

Und hier noch zum Nachlesen: Pilzbefall
Ekzem Sommerekzem

Auf dem zweiten Foto ist Charly zu sehen, als er ca. zwei Monate bei mir war. Seine Hinterhand war immer extrem "wenig". Nach einem Jahr hatte er zwar aufgebaut, aber nie wirklich im Verhältnis zum Training, wie es hätte sein sollen.

Auf dem ersten Foto ist er zu sehen, wie er später aussah.

LG Claudia


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_________________
„Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte - das Unum des Universums.“
Novalis


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 Betreff des Beitrags: Re: Pilzbefall Erfahrungsaustausch
BeitragVerfasst: 13. Jan 2011, 19:48:21 
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Registriert: 08. Apr 2010, 18:31:41
Beiträge: 134
Ich hatte ein änliches Problem nur - es waren wirklich die Haarlinge, die kommen immer im Winter, wenn es so um Null Grad rum ist mit der TEmperatur und die Rösser kratzen sich blutig, sie sind sehr unterschiedlich anfällig, manche kaum, andere stark. Ich hab dann Fronline Spray seither immer im Haus, es ist eigentlich für Katzen udn Hunde, sehr giftig, ichh weiß, doch es hat mir all die Jahre geholfen. Die Haarlinge krieg ich aus meinem Stall zwar nicht raus, doch wenn einer juckt, wird die sTelle eingesprüht und schon ist ruhe, klar ich trge dann handschue und machs nicht grad vor den Kinderstunden.
Jedenfalls - es war nie ein Pilz und auch nie ein Sommerekzem, auch wenn es oft so aussah.
Manche Pferde hatten gar nichts und doch sind sie alle zusammen, das ist wirklichhs ehr unterschiedlich, auch mögen die Haarlinge bestimmte FArben besonders gern ....
Viel Glück
Mailo


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