So, nach einer Woche gefangenschaft bin ich nun endlich wieder frei wie ein Vogel
Ich konnte ja nun leider seit einer Woche nicht mehr zu Nando da ich meine Wertmarke vom Versorgungsamt einfach nicht bekommen habe. Gestern ist sie zuhause angekommen und heute bin ich mit einem Freund nach Hause gefahren (55 Km mit Zug) um sie abzuholen.
Leider war das aber auch sehr schwer für mich den ich habe heute wieder erfahren müssen wie ungerecht diese verdamte welt und unsere Politik doch ist.
Damals ist mir das reiten nähmlich zum verhängnis geworden. Ich bin ja leider sehr ehrlich aufgewachsen und auch mein arzt wusste das ich reite. Meine Krankheit hat sich in den letzten Jahren jedoch trotzdem sehr verschlechtert (das kann man auf meiner Hp sehen da sind Bilder von meinem Bein drin). Mein Bein wurde vor einigen Jahren zum zigsten mal versteift damit ich wenigstens etwas besser laufen kann. Leider war das nur von kurzer dauer denn mein linkes Bein wurde wieder instabil und knickte nicht steuerbar nach hinten weg.
Ich laufe so nun seit 5 Jahren rum und auch meine Skoliose hat sich so weit verschlechtert das ich beim freien laufen kaum noch luft bekomme. Daher habe ich auch immer einen kleinen Metall City Roller bei mir (so einen wie in auch kleinen Kinder fahren) und ohne ihn verlasse ich das Haus nicht mehr.
Leider wurde ich anfang 2006 von 100% auf 70% runtergesetzt und mir wurde im ausweiß alles bis auf das G weggenommen.
Nun will ich mir das aber nicht mehr gefallen lassen den die begründung für das war, mir geht es doch gut ich kann ja schwimmen und reiten. Es wurde auch nicht mal eine Amtsärztliche untersuchung gemacht
Nun möchte ich wenigstens gerne auf 80% oder 90% hochgesetzt werden und ein aG bekommen den ich kann keine 2 km ohne ein hilfsmittel zurück legen und auch keine 1/2 Stunde durchgehend flott vorwärts gehen. Ein aG steht mir also von rechtlichen Wegen zu.
Ich habe leider in den letzten Jahren die erfahrung gemacht das endweder du den Staat ausnimmst oder der staat dich ausnimmt. Und ehrlich darf man heutzutage zu unserem Staat erst recht nicht sein.
Ich finde das ziemlich traurig.
Und auch meinen City Roller muss ich mir noch als Hilfsmittel ausschreiben lassen den ich werde oft ermahnt in geschäften und aus dem Ikea in Hannover wurde ich sogar rausgeschmissen nachdem ich gefragt habe warum ich da nicht fahren darf aber ein Rollifahrer? Es war ja nur eine logische frage zum vergleich. Die antwort:,, Ja die sitzen ja auch im Rolli!" Was ist das den für eine antwort
Rollifahrer sind Behindert und können nicht anders genau wie ich. Leider wird meine Behinderung einfach nicht wahrgenommen oder einfach ignoriert obwohl sie nicht zu übersehen ist.
Aber morgen fahre ich erstmal zu meinem kleinen Nando ich habe ihn schon soo vermisst. Am Mittwoch hatte ich sogar einen weinanfall denn ich wollte doch umbedingt zu Nando und ich konnte einfach nicht. Ich kann es nicht ab eingesperrt zu sein dann bekomme ich immer schwere depressionen. Ich war meine ersten 5 Lebensjahr im Krankenhaus großgeworden und kam nur sehr selten und kurz nach Hause. Freiheit gab es damals nicht für mich. Ich hatte zwar mehr rechte als alle anderen Kinder im Krankenhaus aber das war keine endschädigung. Meine Familie hatte mich so gut wie nie besucht so das ich in den Krankenschwestern und betreuern meine Familie gesehen habe. Im Spielzimmer war damals immer eine ältere Frau die sich besonders um mich gekümmert hat. Zu ihr habe ich auch das erste mal Mama gesagt und nicht zu meiner leiblichen Mutter. Aber wie auch sie war ja nie da.
Leider kann ich mich an nix mehr selber erinnern. Es ist als hätte ich nie eine Kindheit gehabt
Und dann war da noch ein erlebnis an das ich mich ebendfall nicht erinnern kann. Meine Mum hat es mir erzählt.
Ich war damals gerade 5 Jahre alt. Ich war wieder in der heilungsfase nach einer meiner vielen operationen. Eines Tages plötzlich habe ich plötzlich nix mehr gemacht. Ich habe sämtliches essen und trinken verweigert, wollte nicht mehr spielen oder sonst was machen. Ich soll nur noch geweint haben. Es soll eine art Trauma gewesen sein aber das weiß keiner genau. ich hatte aber sämtlichen lebensmut verloren.
Mum hat gesagt die ärzte meinten ich wollte nicht mehr leben. Auslöser dafür war der besuch einer Zimmermitbewohnerin. Sie bekam besuch von mehreren leuten aus ihrer Familie. Das war damals wohl zu viel für mich.
Wie gesagt ich kann mich an absolut garnix mehr erinnern, was auch ein nebeneffeckt des Traumers sein soll.
Auf jeden fall wurde damals meine Mutter angerufen das sie auf der Stelle ins Krankenhaus kommen sollte. Sie kam für eine Woche.
Danach wurde mir eine ehrenamtliche betreuerin zugestellt die mich jeden Tag besuchen kam. Erst ab hier habe ich ganz wenige einzelne erinnerungsbruchfetzten. Sie hat mir immer was vorgelesen oder ist mit mir raus gegangen. Ich habe auch heute noch kontakt zu ihr. Ich würde sie bald gerne mal besuchen fahren aber ich habe auch angst. Ich habe sie seit über 10 Jahren nicht mehr gesehen.
So jetzt habe ich aber erstmal genug genervt ich quassel schon wieder zu viel quatsch. Tut mir leid das ich euch hier mit sowas nerve
Lg eure Sky