Hallo alle!
Es hat sich heute bei mir eine junge Dame vorgestellt. Sie ist Rollstuhlfahrerin und körperlich schwerstbehindert, allerdings nicht geistig behindert.
Die junge Dame kann den Kopf (meist) halten, kann aber nicht sitzen oder eben das eigene Gewicht halten.
Sie leidet an spastischen Lähmungen.
Die genaue Anamnese folgt. Die Bögen werden von den Erziehungsberechtigten ausgefüllt. Darum kann ich leider keinen genauen Diagnose-Befund abgeben.
Habe der Bezugsperson erklärt, dass ich physiotherapeutisch keine Ausbildung und viel zu wenig Ahnung habe. Sie möchte aber trotzdem gern ihre Tochter bei mir reiten lassen; es gefalle ihr hier und der nächste Hof sei unzumutbar weit zu fahren.
Ihre Tochter hat täglich alle möglichen Anwendungen und wird fachmännisch täglich gefördert. Es gehe ihr nun nur um die Lebensqualität, Freude und darum, dass sich die Tochter auch entspannen kann.
Hab nun vor, die junge Dame zu allererst auf das Pferd zu legen (mit Kopf zur Kruppe des Pferdes und mit zwei Helfern). Wenn sie etwas locker wird, zusammen mit meiner Helferin auf das Pferd (erstmal mit Sattel). Die Helferin hält die Klientin fest.
Laut Mutter saß sie schon ein mal auf einem Pferd. Das sei möglich.
Nun zu meiner Frage:
Habe jetzt ein Problem damit, wie ich die Reit-"Stunde" gestalten kann. Auch wenn die Einheiten zu Anfang wohl eher kürzer sind (wohl ca. 15- 20 min.); was hab ich für Möglichkeiten, die Einheit zu gestalten? Hat jemand Vorschläge? Oder soll die Klientin nun erst einmal tatsächlich nur auf dem Hufschlag geführt werden?
Habe leider noch keine Erfahrung mit so schwerwiegend körperbehinderten Kindern/Jugendlichen und wäre um Anregungen dankbar.
Mit einsetzbar ist auch meine Hündin. Sie war heute als Co-Therapeutin schon aktiv

; die Klientin spricht wunderbar auf sie an (wie auch die Hündin auf sie).
Auch dazu wäre ich um Tipps dankbar.
LG Claudia