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Therapeutisches Reiten - Reittherapie

Forum zum Thema "Heilpädagogisches Reiten" für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, Therapeutisches Reiten für Behinderte.
 
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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann.
Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.

 
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 Betreff des Beitrags: Erfahrungen mit Ausbildungen im Bodenseeraum?
BeitragVerfasst: 13. Dez 2010, 14:16:06 
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Registriert: 13. Dez 2010, 14:06:33
Beiträge: 3
Hallo an alle,
ich möchte im nächsten Jahr gerne die Ausbildung zum Reittherapeuten starten.
Hat jemand Erfahrung mit Ausbildern im Bodenseeraum?
Sind die Reittherapieakademien die gerade wie Pilze aus dem Boden schießen empfehlenswert? Sind so private Anbieter auf die Zukunft gesehen sinnvoll, oder ist die klassische Ausbildung in der Schweiz oder in Warendorf eher zu empfehlen.
Wie sind die Zukunftsperspektiven? Ist es sinnvoll den Pferdebetrieb mit auf diese Säule zu stellen?
Falls jemand Erfahrungen gemacht hat, bitte melden.

LG Flocki


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Ausbildungen im Bodenseeraum?
BeitragVerfasst: 13. Dez 2010, 18:54:33 
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Hallo Flocki!

Das sind aber viele Fragen... ;)

Also, ich arbeite seit drei Jahren mit HBP. Meine Arbeit ist freiberuflich und hauptberuflich - inzwischen lebe ich mit meinen zwei Kindern nur von dieser Arbeit.
Anfangs konnte ich nur die Pferde von diesem Geld versorgen, inzwischen läuft es (fast) rund. ;)

Also, wegen der Ausbildung im Raum Bodensee: Eine Bekannte von mir hat die Ausbildung bei IGOGO gemacht. Und wenn ich mich nicht täusche, findet die glaube ich in diesem Raum statt. Sie war zufrieden mit der Ausbildung. Was mich persönlich von dieser Ausbildung (eigentlich Weiterbildung, denn es sind keine Ausbildungen) abhalten würde, sind die cirzensichen Lektionen. Es wird - so viel ich weiß - auch viel Wert auf die Ausbildung der Pferde in diesem Bereich und nach Tellington gelehrt. Da ich mehr Wert auf die Ausbildung in Pädagogik und Therapie lege, weniger auf zirzensiche Lektionen, wäre das für mich PERSÖNLICH jetzt nicht der richtige Weg gewesen. Wie gesagt, die Kollegin ist sehr zufrieden und fand die Weiterbildung gut. Sie arbeitet aber auch einfach selber gerne mit cirzensichen Lektionen.

Für deine Entscheidung bei wem du dich weiterbilden lassen möchtest, ist wichtig zu wissen, auf welche Art und Weise du mal arbeiten möchtest. Die verschiedenen Anbieter legen auch verschiedene Schwerpunkte. Bei meiner Weiterbildung liegt der Schwerpunkt bei der Arbeit mit Glaubensgrundsätzen; es ist ein ganzheitlicher Ansatz, symptomübergreifend und auf das Tier Pferd konzentriert (der Bezugsaufbau zu dem Tier ist absolut im Vordergrund). Das Reiten wird nach Monika Brossard zweitrangig, bzw. lässt Monika selber inzwischen gar nicht mehr reiten. Meine Klienten kommen zwar auf das Pferd, immer aber nur für geführte Ritte, ohne Sattel und ohne Gebiss/Ausbinder und sonstiges. Der Mensch ist bei dieser Methode wichtig, nicht seine gezeigten Syptome.
Dagegen glaube ich liegt z.B. die Schweizer Gruppe mehr Wert auf das Reiten - hier steht (so viel ich weiß) das Reiten im Vordergrund. Heilpädagogisches Reiten/Voltigieren...
Auch die Ausbildung über das Kuratorium ist - so viel ich weiß - im Schwerpunkt auf das Reiten/Voltigieren ausgelegt.

So hat also jeder Anbieter seinen eigenen Schwerpunkt. Wichtig für dich ist es also zu wissen, auf was du persönlich deinen Schwerpunkt legst. Auch, ob du mit den Rahmenbedingungen des Anbieters einverstanden bist. Sehr großer Diskussionspunkt hierbei ist z.B., ob denn der Trainer C wirklich notwendig ist, oder nicht Geldmacherei ist. ... (Nur als Beispiel für Rahmenbedingungen).


Weiterhin ist es so, dass es tatsächlich sehr viele schwarze Schafe gibt. Leider!!! Schau dir also die Anbieter genau an. Wenn die Preise zu billig sind, wäre ich vorsichtig; denn wer bietet schon Qualität zum Nulltarif? ;) Zu teuer auch wieder Vorsicht! Möchte da jemand schnelles Geld machen? ;)

Der Beruf und die Weiterbildungen sind momentan noch nicht staatlich geschützt. Aber manch Anbieter hat seine Weiterbildung schützen lassen. (Auch Brossard-Methode ® ).

Mein Rat an dich: Hör dich um, sieh dich um, lies dich um... Und entscheide danach, was du für dich als passend empfindest. Die Grundsätze, Ansichten, Einstellungen und Rahmenbedingungen sollten deiner Persönlichkeit entsprechen.

Alles Liebe und viel Glück!

LG Claudia

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Ausbildungen im Bodenseeraum?
BeitragVerfasst: 15. Dez 2010, 14:08:26 
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Also ich finde immer wenn es so ganz eng regional ist - ein Ausbilder oder ein einziger Betrieb, dann ist es knapp was man nachher wirklich kann, da sind dann Angebote, die mehr Breite bieten besser und - man muß sich auch zur Reittherapeutin entwickeln, d.h. wenn zu wenig Zeit insgesamt ist, dann kann man das nicht, dann rauscht vieles einfach durch, also mehrere Seminar mit Abstand dazwischen sind günstig.
Auch ist es wichtig, womit Du das GAnze kombinieren willst, es soll ja eine Säule sein, also tust Du noch mehr -dazu müsste es passen, denn wenn die pferde sonst viel REitschularbeit machen, sind sie zur Beziehungsarbeit oft gar nicht mehr bereit und dazu kann man sie nicht zwingen.
Im FATP wurden Qualitätsstandarts entwickelt, da sind die deutschsprachigen LÄnder zusammengekommen und haben auch eine gewisse gegenseitige Anerkennung auf der Basis von Mindestanforderungen erreicht, das kann man auf der WEbsite nachlesen, das gib eine gewisse Sicherheit und das Kuratorium hat begonnen eine staatlich anerkannte Ausbildung anzubieten.
Momnetan werden auch Europaweite Standarts entwickelt, die jedoch dann nicht nur so wie bisherr für die Mitgliedsvereine gelten, wie bei FATP. sondern die später in einigen Jahren die Basis für ein ganzes Land bilden sollen.
Gruuß
Mailo


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Ausbildungen im Bodenseeraum?
BeitragVerfasst: 15. Dez 2010, 18:41:59 
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Hallo!

Zitat:
und das Kuratorium hat begonnen eine staatlich anerkannte Ausbildung anzubieten.


Hast du da für mich nähere Info? Bin ich auf einem veralterten Stand, dass es keine staatliche Anerkennung gibt?

LG

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Ausbildungen im Bodenseeraum?
BeitragVerfasst: 15. Dez 2010, 18:49:42 
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Ja, das gibts schon ne Weile, haben den ersten Kurs schon fertig, steht sicher genauer auf der Seite vom Kuratorium.
Gruß
Mailo


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Ausbildungen im Bodenseeraum?
BeitragVerfasst: 16. Dez 2010, 12:47:36 
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Hallo nochmal!

Zitat:
In der vom Schulministerium NRW einberufenen Lehrplankommission hat das DKThR an der Entwicklung einer staatlich anerkannten Weiterbildung in der heilpädagogischen Förderung mit dem Pferd mitgearbeitet.

Aus der HP entnommen.

Versteh ich das falsch, oder heißt das, sie haben mitgewirkt. Aber die Ausbildung beim Kuratorium ist deshalb nicht staatlich geschützt. Irgendwie versteh ich das nicht, Mailo kannst du mir helfen?

Die HP .
Zudem ist das auf das Bundesland NRW bezogen. So viel ich weiß, gibt es hier zu Lande (Bayern) keine staatliche Anerkennung.

LG

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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Ausbildungen im Bodenseeraum?
BeitragVerfasst: 16. Dez 2010, 14:46:12 
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"Staatlich anerkannt" bedeutet in diesem Zusammenhang, dass eine staatlich anerkannte Fachschule einige (meines Wissens die theoretischen) Unterrichtsteile übernimmt. Das bedeutet nicht "geschützt", alle anderen Weiterbilder dürfen weiterhin tätig sein. Es ist auch nach wie vor kein "Beruf", sondern nur eine Weiterbildung.
"Mitwirkung" bedeutet, dass das DKThR das Konzept dafür beim Ministerium eingereicht hat und dieses zunächst als Pilotprojekt genehmigt wurde. Soweit ich weiß, muss für jedes Bundesland einzeln eine solche Anerkennung erwirkt werden, jeweils in Zusammenarbeit mir einer staatlichen Fachschule.
Viele Grüße,
Stef.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Ausbildungen im Bodenseeraum?
BeitragVerfasst: 16. Dez 2010, 20:04:21 
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Danke Stef, am Besten beim Kuratorium nachfragen, doch ja, meines Wissens ist die Situation gerade so wie oben beschrieben.
Diese an Fachschulen angegliederte Sache steht jedoch m. E. nur den Ausblidungsträgern offen, die im FATP organisiert sind, kann also nicht so ganz jeder machen.
Mailo


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Ausbildungen im Bodenseeraum?
BeitragVerfasst: 16. Dez 2010, 22:05:30 
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Mailo hat geschrieben:
Diese an Fachschulen angegliederte Sache steht jedoch m. E. nur den Ausblidungsträgern offen, die im FATP organisiert sind, kann also nicht so ganz jeder machen.
Mailo


Das stimmt, das Ministerium hat das FATP mit seinen Übereinkünften zur Qualität von RT-Ausbildung meines Wissens als übergeordnetes Qualitätsgremium für die staatliche Weiterbildung herangezogen.
Ich meinte nur, dass alle anderen Anbieter weiterhin ihre Weiterbildungen auf "nicht staatlicher Basis" durchführen können.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Ausbildungen im Bodenseeraum?
BeitragVerfasst: 17. Dez 2010, 23:21:09 
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Super, Stef, danke! Super erklärt.

Und Fakt ist also doch wiederrum, dass es keine staatliche Anerkennung für Weiberbildungs-Anbieter gibt.

Zitat:
und das Kuratorium hat begonnen eine staatlich anerkannte Ausbildung anzubieten.
Das ist also nicht richtig so, wenn ich eure Erklärung verstanden habe.

War ich doch auf dem Laufenden - da bin ich jetzt wieder beruhigt. ;)

Danke schön ihr beiden.

LG Claudia

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