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Therapeutisches Reiten - Reittherapie

Forum zum Thema "Heilpädagogisches Reiten" für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, Therapeutisches Reiten für Behinderte.
 
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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann.
Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.

 
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 Betreff des Beitrags: Sozialpolitik des therapeutischen Reitens =)
BeitragVerfasst: 06. Jan 2009, 19:13:06 
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Registriert: 27. Dez 2008, 13:32:06
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Halli Hallo, ihr Lieben!

Ich bin Studentin und würde gerne eine Hausarbeit über das Thema "Sozialpolitik des therapeutischen Reitens" abliefern.

Nun habe ich in diesem Forum viel erfahren. Kann ich auch alles gebrauchen, aber leider gibt es keine Quellen zu diesen "Behauptungen" und ohne Quellen auch kein wissenschaftlichen Text.

Wer kann mir bezüglich dieser Fragen weiterhelfen?
a) Wieso darf jeder "Hans und Franz" ein Pferd nehmen und Reittherapie anbieten?

Ich habe mir sagen lassen, dass der Begriff "therapie" nicht geschützt ist und dass es im Berufsbildungsgesetz heißt, man müsse so und so viele Stunden für die Weiterbildung haben, um es überhaupt staatlich anerkennen lassen zu können! Habt ihr da irgendwelche Quellen? Oder ist das Mist und ihr habt andere Ansichten mit zuverlässigen Quellen? Habe gestern den halben Tag gesucht und bin nicht erfogreich gewesen...

b) "Hippotherapie" wird nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. "Reiten als Sport für Menschen mit Behinderungen" ebenfalls nicht. Wie sieht es mit "heilpädagogischem Voltigieren oder Reiten" aus? Mit der "Ergotherapeutischen Behandlung" mit dem Pferd?

c) wie sieht es mit privaten Krankenversicherungen aus?

d) Welche Stiftungen für die Übernahme der Kosten des therapeutischen Reitens gibt es ausser das DKThR?

Viiiiiiiiiiele Fragen, wäre gut, wenn jemand Zeit und Lust hat die zu beantworten, oder sich das rauspickt, wozu er lust hat. Vielen Dank auf jeden Fall schon mal dafür, dass ihr es überhaupt gelesen habt! :D

Loony Liny


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialpolitik des therapeutischen Reitens =)
BeitragVerfasst: 06. Jan 2009, 22:28:56 
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Registriert: 24. Jul 2006, 20:03:35
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Wohnort: tiefstes Niederbayern *gg*
Hallo!

Zu a) : Wo kein Kläger, da kein Richter. ;) Was ich persönlich für sehr bedenklich und bedauerlich halte.
Der Beruf ist tatsächlich noch immer nicht staatlich geschützt. Wenn man z.B. Erzieherin lernt, ist man in der Regel "staatlich geprüfte Erzieherin" und hat dann auch einen geschützten Beruf.
Dann ist es so, dass es noch keine einheitlichen Richtlinien gibt, wie denn nun ein diese Berufsgruppe ausgebildet werden sollte und nach welchen Kritierien geprüft werden sollte. Es gibt dazu große Unterschiede in den Meinungen. Dazu findest Du hier im Forum eine sehr informative Diskussion.

Zu b)
Es gibt inzwischen Krankenkassen (vereinzelt), die diese Leistungen (kulant) übernehmen. Meine Arbeit wird (je nach Grundvoraussetzungen) von den Jugendämtern übernommen. Ich arbeite nach der Brossard-Methode: HBP.

zu d) Die Lebenshilfe Bayern übernimmt für eine Handvoll Behinderte das HBP bei mir. Denke mal, es gibt örtlich verschiedentlich gemeinnnützige Stiftungen, die das therapeutische Reiten übernehmen.
Dann gibt es noch die "Anja Wojahn Stifung" . Auch die übernimmt das HBP hier lokal bei mir.

Deine Fragen sind sicher bei weitem noch lange nicht zufriedenstellend gelöst. Es gibt sicherlich noch vieles, viel differenzierter zu erklären. Aber das ist sehr zeitaufwendig.
Bin mir sicher, noch ein paar kluge Köpfe hier aus dem Forum können tiefgreifender auf Deine Fragen eingehen.
Hoffe mal, für´s erste konnte ich Dir oberflächlich ein klein wenig weiterhelfen.

LG Claudia

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„Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte - das Unum des Universums.“
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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialpolitik des therapeutischen Reitens =)
BeitragVerfasst: 07. Jan 2009, 21:11:28 
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Beiträge: 4
Vielen Dank, Claudia. :)

Ich such mal weiter... :roll:
Und hoffe weiter, ob mich nicht vielleicht jemand auf eine heiße Spur bringen kann... :?:


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialpolitik des therapeutischen Reitens =)
BeitragVerfasst: 08. Jan 2009, 20:19:44 
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Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41
Beiträge: 708
LoonyLiny hat geschrieben:
Wer kann mir bezüglich dieser Fragen weiterhelfen?
a) Wieso darf jeder "Hans und Franz" ein Pferd nehmen und Reittherapie anbieten?

Ich habe mir sagen lassen, dass der Begriff "therapie" nicht geschützt ist und dass es im Berufsbildungsgesetz heißt, man müsse so und so viele Stunden für die Weiterbildung haben, um es überhaupt staatlich anerkennen lassen zu können! Habt ihr da irgendwelche Quellen? Oder ist das Mist und ihr habt andere Ansichten mit zuverlässigen Quellen? Habe gestern den halben Tag gesucht und bin nicht erfogreich gewesen...


Das stimmt so halb. Es gibt inzwischen eine staatlich anerkannte Ausbildung, hier: http://www.dkthr.de/aktuelles.php?n2=events&id=23
Mehr Infos dazu müßtest Du beim Dkthr bekommen.

Allerdings ist die staatlich anerkannte Ausbildung (noch) nicht verpflichtend, das heißt es kann trotzdem jeder ohne Ausbildung RT anbieten. Weil es eben noch kein Gesetz dafür gibt, das diesen Beruf schützt. Aber wo man das jetzt nachlesen kann, hmm, ich würde beim Dkthr fragen...

Gesetzlich geschützt und auf bestimmte Ausbildungen beschränkt ist z.B. Psychotherapie. Also Psychotherapie mit Pferden darf nur jemand mit entsprechender Qualifikation anbieten.

LoonyLiny hat geschrieben:
b) "Hippotherapie" wird nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. "Reiten als Sport für Menschen mit Behinderungen" ebenfalls nicht. Wie sieht es mit "heilpädagogischem Voltigieren oder Reiten" aus? Mit der "Ergotherapeutischen Behandlung" mit dem Pferd?

c) wie sieht es mit privaten Krankenversicherungen aus?

Loony Liny


Hippotherapie wurde mal z.T. von den Krankenkassen übernommen, da gab es viele Rechtsstreitigkeiten drum. Dann nach einem allgemeinen Urteil nicht mehr... http://www.agsv.nrw.de/recht/urteile/hi ... aphie.html

Private Krankenkassen können das z.T. übernehmen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialpolitik des therapeutischen Reitens =)
BeitragVerfasst: 08. Jan 2009, 22:36:16 
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Juhu! Noch eine Antwort.... Vielen Dank Martina :D

um mal zu aktualisieren:

zu a) habe ich immernoch nichts gefunden... Bis auf das was Martina mir schrieb...
zu b) weiß ich nur zur ergotherapeutischen Behandlung noch nichts...
zu c) habe ich auch noch nichts brauchbares gefunden...
zu d) habe ich mir komplett erarbeitet...

Würde mich weiterhin über irgendwelche HInweise freuen und arbeite währenddessen mal fröhlich/fleißig weiter :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialpolitik des therapeutischen Reitens =)
BeitragVerfasst: 11. Jan 2009, 12:04:51 
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Hallo!

Ruf doch einfach mal bei den privaten Krankenversicherungen an oder geh hin und frag nach. Die können Dir am Besten Auskunft geben. Wobei sich die halt eher gern drücken.
Mal überlegen, wer könnte so was wissen... Hippotherapeuten! Warum rufst Du nicht jemand an, der Hippotherapie anbietet. (Dann hast Du zu "b)" auch gleich Antworten. ;) )
Krankenkassen übernehmen generell keine Therapie für Psyche, Seele, Geist. Ein Bekannter von mir hat MS. Er sitzt im Rollstuhl. Seine Krankenkasse zahlt aber trotzdem nicht. :x Also auch die Hippotherapie nicht. Was ist skandalös finde, denn nach einer halben Stunde auf dem Pferd ist er drei Tage fast schmerzfrei/Schmerzlinderung.

Zu der Sache mit a) finde ich die Antworten wirklich gut. Was brauchst Du denn noch?

Und lies dazu die Diskussion hier im Forum. Vielleicht hilft Dir das weiter.

LG, viel Erfolg und alles Gute!!

Claudia

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Novalis


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialpolitik des therapeutischen Reitens =)
BeitragVerfasst: 11. Jan 2009, 18:28:23 
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Registriert: 27. Dez 2008, 13:32:06
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Soooo,

die Grobfassung meiner Hausarbeit ist fertig. Ich muss ja nicht alles rausfinden, solange ich begründe wieso etwas nicht geklappt hat....

Ich danke euch beiden auf jeden Fall und wünsch euch alles Gute! :X!!:
Vielleicht wird das thrapeutische Reiten doch noch anerkannt und diese wundervollen Geschöpfe (Pferdchens) kriegen die Anerkennung die sie verdient haben....

Liebe Grüße loony liny :WINKE:


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialpolitik des therapeutischen Reitens =)
BeitragVerfasst: 12. Jan 2009, 21:16:28 
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Viel Glück, viel Erfolg und alles Liebe!!!

LG

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