Genau das mit dem Unterschied von Privatanbietern und Institutionen habe ich auch gedacht, Institutionen werden auch ne andere Kostenrechnung haben, ebenso ja vermutlich eine "gesicherte Auslastung". Das würde ich versuchen, zu trennen.
Zur "Kostenrechnung" hast Du hauptsächlich "das Pferd" drin, ich weiß jetzt nicht, ob Du das bewußt eingegrenzt hast, aber Kostenfaktoren sind doch auch "der Reittherapeut" (also dessen Gehalt, bzw. dessen Kosten für eigene Aus- und Fortbildung), Pferde-Ausrüstung und Materialien, der Pferdeunterhalt, Hallen- Reitplatznutzung, Versicherungen, Berufsgenossenschaft usw.usw.
Und ich glaube, man kann eine Kostenrechnung nie allgemein machen, sondern nur von einem Beispiel ausgehen. Sonst hättest Du schon allein dadurch, das Stallplätze in Großstädten 3-4 mal so teuer sind wie auf dem Land keine "allgemeingültigen kosten" mehr.
Ich denke, das geht nur an einem Beispiel (entweder einem realen oder einem fiktiven).
Was mir noch einfällt, ist, daß Du vermutlich eine "meßbare Leistung" brauchst, also die Frage "was bringt das Pferd ein" ist ja abhängig davon, wieviel Stunden es geben kann, danach richtet sich ja der finanzielle Gewinn. Da ein Pferd (außer für Kleinstanbieter) unrealistisch ist (zu viel Ausfall, wenn Pferd mal krank etc.) müsstest Du irgendeine "Bemessungsgrundlage" haben, also z.B. 1 Reitpädagoge gibt 20 Stunden / Woche auf 2 Pferden. (Gruppensachen wären dann wieder billiger).
Ich glaube, man kann die Kosten nur anhand eines Beispiels rechnen, sonst wirds viel zu viel (ein großer Betrieb mit x Pferden und x Reitpädagogen wird eine ganz andere Kostenrechnung haben).
Und die nächste große Frage wäre, willst/mußt Du die "nicht finanziellen Gewinne" (also im Prinzip den "Nutzen" der Reittherapie) auch noch belegen ? Oder beschreiben ? (Ich glaube, das allein wäre ne wissenschaftliche Arbeit für sich). Oder geht es um den rein finanziellen Nutzen ??
Was ähnliches denke ich zu "Argumente gegenüber den Krankenkassen". Da müsstest Du ja wieder inhaltlich den Nutzen von RT belegen. (ebenso beim Vergleich mit anderen Therapien).
Also ich finde, Deine Gliederung gibt Stoff für mindestens 3 Arbeiten her

Gut, ich weiß ja nicht, wieviel es um inhaltliches geht, vielleicht kann man einiges davon auch eher "nur anreißen"....
Zu dem "rein wirtschaftlichem / finanziellem Aspekt" hätte ich so ne ungefähre Gliederungsidee:
- was setze ich ein ? (Kostenberechnung beispielhaft für 1 Pferd plus 1 Reittherapeut)
-- kostenfaktor Pferd und Unterhalt
--Kostenfaktor Ausrüstung / Materialien
--Kostenfaktor Versicherungen, Berufsgenossenschaft usw.
--Kostenfaktor Reittherapeut / Arbeitsstunden
--Kostenfaktor Halle / Reitplatz
--Kostenfaktor was sonst noch
= Gesamtsumme Kosten
- welchen "Ertrag" (in Stunden/Geld) kann man erwirtschaften (am Beispiel x Pferde plus Reittherapeut)
--Errechnung der möglichen Stundenanzahl, wieviel Stunden kann ein RT (seriös) und 2 Pferde (seriös) geben ? (mit seriös meine ich, noch qualifizierte Arbeit, inkl. Vor-und Nachbereitung , Elterngespräche usw.usw. machen, bzw. beim Pferd eine Arbeitsbelastung, bei der es noch "gutes,gesundes Therapiepferd" sein kann.
--Leitlinien der RT-Verbände für "faire Nutzung von Pferden" (in Stunden)
--Preise für eine Einheit RT (Einzel / Gruppe, evtl. regional unterschiedlich)
--mögliche Auslastung, Ausfälle etc.
= Gesamtsumme "finanzieller Ertrag"