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Therapeutisches Reiten - Reittherapie

Forum zum Thema "Heilpädagogisches Reiten" für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, Therapeutisches Reiten für Behinderte.
 
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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann.
Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.

 
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 Betreff des Beitrags: Therapie - Krise
BeitragVerfasst: 16. Okt 2007, 19:37:00 
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Registriert: 16. Okt 2007, 19:24:24
Beiträge: 2
Hallo zusammen,

ich bin das erste Mal hier im Forum und die Mutter eines acht-jährigen Jungen mit Kanner-Syndrom.
Er macht seit ca. 4 Jahren Reittherapie mit vielen Aufs und Abs.
Während dieser Zeit ist er zum Laufen gekommen, hat den strukturierten Ablauf einer Stunde gelernt mit Begrüßung, putzen, Decke auflegen, reiten, füttern usw. oder auch so ähnlich. Meistens hatte er Spaß dabei und war stolz, wenn er Neues dazu gelernt hat.
Das ist gaaaaaanz grob zusammen gefasst.

Seit einigen Monaten (trotz einer mehrwöchigen Pause zwischendurch) scheint es ihm keinen Spaß mehr zu machen.
Wenn wir ankommen, ignoriert er das Pferd, findet alles andere außen herum viel interessanter und wenn er dann doch Kontakt mit dem Pferd hat, schlägt er es manchmal, spuckt oder schreit in den höchsten Tönen.
Er versucht auch, auszubüchsen und Richtung Auto zu verschwinden.

Mir tut diese Situation so leid, weil ich ihm diese Therapie gern weiter gönnen würde, wenn es ihm denn auch Spaß macht. Denn es hat ja keinen Sinn, wenn es für alle Beteiligten nur ein Kampf ist. Manchmal ist mir wirklich nur noch nach Heulen, weil er sich so unmöglich aufführt.
Die Therapeutin ist auch sehr bemüht und engagiert und auch wegen ihr würde es mir sehr leid tun, das Ganze abzubrechen.

Ich bin wirklich ratlos und wüsste gern aus Eurer Erfahrung, ob solche Phasen normal sind, auch wenn sie bereits monatelang anhalten oder ob auch irgendwann eine Zeit gekommen sein kann, zu der die Therapie nicht mehr die richtige ist......? Oder sollte man die Stunden spürbar und ganz deutlich verändern - mal was ganz anderes machen? Aber was? Oder wäre das erst recht kontraproduktiv, weil sich unsere Autisten mit Veränderungen ja sowieso schwer tun?

Ratlose Grüße von
Sandy


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18. Okt 2007, 17:42:14 
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Registriert: 09. Mai 2005, 10:15:11
Beiträge: 559
Wohnort: Norddeutschland /Jade
Hallo und herzlich willkommen im Forum,

es ist sicher schwierig aus der Ferne darüber zu urteilen oder Ratschläge zu geben was bei euch gerade gut oder schlecht läuft, da natürlich ganz viele Faktoren da mitwirken können. Z.B. gab es Veränderungen in der Schule...im sozialen Umfeld oder oder oder ? Das kann einen Autisten gewaltig aus der Bahn werfen, wie du es sicher als Mutternoch besser weißt.

In der Regel wird gerade die Reittherapie für "Therapiemüde" Kinder empfohlen, da sie keinen Therapiecharakter hat uud für die Kids der "Spaßfaktor" überwiegt.
Dennoch halte ich es natürlich nicht für ausgeschlossen, das nach 4 Jahren irgendwo die Luft raus ist, der Reiz fehlt und dein Sohn sich nunmal gerne mit anderen Dingen dieser Welt beschäftigen möchte. Auch wenn meine Tochter z.B. kein Autist ist, hat sie sich vor ca. 2 Jahren den Pferden abgewand und kein Interesse mehr ! Natürlich zu meinem Bedauern :wink:
Wenn er dir doch ganz klar signalisiert " ich hab da keinen Bock mehr drauf " , wäre mein Rat : lass es !

Die Beste Therapie bringt nichts, wenn der Patient sich dagegen wehrt

LG
Tina

_________________
" Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen." ( Goethe )


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20. Okt 2007, 21:52:57 
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Registriert: 16. Okt 2007, 19:24:24
Beiträge: 2
Hallo Tina,

vielen herzlichen Dank für Deinen Beitrag zu meiner Anfrage.

Heute hatten wir wieder Reittherapie und ich hatte mich innerlich schon auf ein Abschiedsgespräch vorbereitet - aber dann kam es gar nicht so schlimm, sondern eigentlich sogar ganz gut.
Mein Sohn war zwar nicht am Reiten an sich interessiert, sondern eher an den Materialien, die die Therapeutin mitgebracht hatte. Außerdem war das gemeinsame Essen am Schluss wieder mal herzallerliebst.
Aber ich habe mir sagen lassen, dass das Reiten an sich gar nicht im Vordergrund stehen muss oder soll, sondern es vollkommen ok ist, wenn das im Moment einfach nicht so angesagt ist.
Wie seht ihr das?

LG
Sandy


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