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Therapeutisches Reiten - Reittherapie

Forum zum Thema "Heilpädagogisches Reiten" für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, Therapeutisches Reiten für Behinderte.
 
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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann.
Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.

 
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 Betreff des Beitrags: facharbeit: reittherapie mit autisten
BeitragVerfasst: 10. Feb 2006, 17:20:58 
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hallo! :D
ich schreibe eine facharbeit zum thema:

Autistische Kinder- Möglichkeiten und Grenzen der Reittherapie im Vergleich verschiedener Ansätze

Nun suche ich Informationen und besonders Erfahrungen zu diesem Thema!
Ich freue mich über jede Rückmeldung!


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BeitragVerfasst: 11. Feb 2006, 10:15:47 
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Hallo Mareen,

erstmal willkommen hier. :D

Puh, schwieriges Thema. Bist du denn selbst vom Fach und weißt worüber du schreibst , oder mußt du dir alle Infos, auch bezüglich Autismus erstmal rausschreiben ?!

Wie du sehen kannst , ist es im Forum "Autismus"noch recht still.

Schreibst du sehr allgemein über die Reittherapie mit Autisten oder hast du konkrete Fallbeispiele ?

Ich persönlich finde es immer sehr schwierig das so zu verallgemeinern. So habe ich z.B. einen Autisten ( nicht sprechend ),wenn der den Hof betritt, kann man schon abschätzen, ok das wird heut was oder das lassen wir besser. Aber das ist IMMER Situationsabhängig.

Dann wäre da noch mein kleiner 6-jähriger Autist (Sprechend,) der ist sehr begeisterungsfähig und macht meistens gerne mit. Konnte mit 4 Jahren lesen und steckt im Bereich Buchstaben und Zahlen einige in die Tasche. :D


Was ich dir damit eigentlich sagen will ist, das der Oberbegriff Autismus sooooooo vielseitig ist, dass man schlecht verallgemeinern kann und immer die Persönlichkeit die hinter diesem Wort " Autismus " steht, SEHEN sollte.

Jetzt konnte ich dir sicher nicht wirklich weiterhelfen...aber vielleicht meldet sich ja noch jemand anderes. :wink:

LG
Tina


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BeitragVerfasst: 11. Feb 2006, 16:48:42 
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Wieso?! War doch durchaus hilfreich fand ich :D Wer sagt denn, dass nicht genau diese Problematik auch im Rahmen der Facharbeit dargestellt werden kann?
Wenn man beispielsweise erstmal allgemein über Autismus in seinen unterschiedlichen Ausprägungen schreibt, dann allgemein über Reittherapie, dann vielleicht, mit Hilfe einer freundlichen praktizierenden RT :D , am Beispiel zweier sehr unterschiedlicher Klienten, jeweils einen möglichen Stundenablauf (Zielsetzung) skizzieren, dabei auf die entsprechenden Problematiken eingehen, wo es eben Grenzen geben kann, aber nicht unbedingt muss, welche Erfolge man erzielen kann oder eben auch nicht und das ganze dann in einer abschließenden Reflexion zusammenfassen / auswerten.... Fertig! :)

Oder hab ich`s mir jetzt zu leicht gemacht :oops:

LG
Annie


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BeitragVerfasst: 12. Feb 2006, 14:42:40 
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Erstmal danke für eure antworten!! :) haben mir schon geholfen!
ich bin selber nicht vom fach und musste mir alle informationen über autismus usw erstmal besorgen. jetzt bin ich mit dem ersten teil meiner facharbeit, also dem beschreiben vom krankheitsbild und der reittherapie fertig.
nun muss ich also zum schwierigeren teil kommen. ich finde die idee sehr gut, therapieabläufe von zwei verschiedenen klienten zu vergleichen. danke! :D
ich bin noch auf der suche nach einer rt die mir helfen und beispiele geben kann.
also ich freue mich über alle weiteren infos und erfahrungen, die ihr mir schickt!!
lg


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BeitragVerfasst: 12. Feb 2006, 14:51:22 
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hier ist meine gliederung, die auch schon mit dem lehrer abgesprochen habe und nicht mehr großartig verändern kann... falls euch ideen dazu kommen, könnt ihr mir die gerne mitteilen :wink:

was ist autismus?
symptome und erscheinungsformen
behandlung der krankheit

die reittherapie
das pferd als heilpädagogisches medium
therapeutisches reiten mit autistischen kindern

alternative therapieformen
psychanalytische
verhaltenstherapeutische
biochemische ansätze

vergleich
möglichkeiten und grenzen der rt
möglichkeiten und g... d. alternativen therapieformen
gegenüberstellung

resümee

ach ja, ich darf höchstens 9 seiten schreiben.. :roll:


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BeitragVerfasst: 12. Feb 2006, 14:54:09 
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Hast Du den >HIER< von Annie eingestellten Link schon gesehen?

Hilft dir das weiter?

Grüsse :D

_________________
Wo kämen wir hin, wenn alle nur sagen würden "Wo kämen wir hin?" und keiner ginge, um zu schauen, wohin man käme, wenn man denn ginge?


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BeitragVerfasst: 12. Feb 2006, 15:17:34 
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ja den hab ich schon gesehen :D und auch schon mit eingebracht :D
aber trotzdem danke für den hinweis :wink:


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BeitragVerfasst: 14. Feb 2006, 07:11:09 
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Hallo Mareen,

kommst du weiter oder gibts noch bestimmte Fragen ?

Wo wir können, helfen wir natürlich.

Also ich würde deine Gliederung nicht in 9 Seiten zusammen fassen können :shock: :roll: ...Respekt ! Das ist sehr umfangreich.

@ Pancho
Wie wäre es denn mit einem "Unterpunkt" : ausgearbeitete Facharbeiten /Referate / Belegarbeiten :lol: ...da könnten dann die Leute ihre Facharbeit reinstellen ( evt.: mit der Zensur, die dafür gegeben wurde ) :D ..wenn sie möchten, fände ich toll.
Wie das jetzt allerdings technisch geht , bin ich überfragt. ( evt. kleine Anleitung mit dazu ? ) :lol:

lg
Tina


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BeitragVerfasst: 14. Feb 2006, 11:53:41 
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Habe die Diskussion über einen Bereich für Facharbeiten in ein neues Thema ausgelagert - im Unterforum >"Dieses Forum verbessern"< oder direkt zu den >Beiträgen<.

So bleibts übersichtlich... :wink:

Grüsse :D

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BeitragVerfasst: 14. Feb 2006, 18:50:18 
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Schöne Idee mit dem Bereich für Facharbeiten! :D
Mit der begrenzten Seitenanzahl hab ich allerdings auch so meine probleme! Habe nämlich schon 6 seiten geschrieben und bin beim punkt 4.3 das wichtigste kommt also noch! da werd ich wohl kürzen müssen :? die eigentliche seitenangabe ist sogar 8 seiten aber 9 geht zum glück auch noch! :wink:
also konkrete fragen habe ich im moment keine mehr, bin nur auf der suche nach erfahrungen mit der therapie. aber ich hab an euren antworten ja schon erkannt, dass das sehr unterschiedlich ist!
naja morgen habe ich ein gespräch mit einer sozialpädagogin, mal sehen, was das ergibt...
Lg :)


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BeitragVerfasst: 14. Feb 2006, 19:32:42 
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da fällt mir ein, falls sich jemand für punkte meiner facharbeit interessiert, schicke ich ihm gerne teile per e-mail zu und er/sie darf mir verbesserungsvorschläge usw machen :lol:


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BeitragVerfasst: 15. Feb 2006, 19:15:55 
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hallo mal wieder!
hatte eben das gespräch mit der sozialpädagogin, hat aber leider nicht so sehr viel ergeben, weil die an ihrer schule zwar reittherapie durchführen, aber nicht mit autisten! der letzte punkt fehlt mir also immer noch! :(

deswegen schreib ich hier jetzt doch mal ein paar konkretere fragen rein
(ich hab schon erkannt, dass jedes kind anders auf die therapie reagiert, das wird dann also mein endergebnis sein, aber vorher möcht ich gerne noch ein paar beispiele usw geben!)

-wie reagieren die kinder auf die pferde? beim ersten mal? später?
-auswirkungen auf die einzelnen aspekte des krankheitsbildes?
-ungefährer ablauf einer therapiestunde?
-was kann die therapie bewirken? was auf keinen fall?
-warum wirken sich therapien mit pferden so positiv aus?

würd mich freuen, wenn ihr mir weiterhin helfen könnet!
höre auch gerne von unterschiedlichen erfahrungen!

Lg Mareen


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BeitragVerfasst: 15. Feb 2006, 22:07:32 
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--mareen-- hat geschrieben:
-wie reagieren die kinder auf die pferde? beim ersten mal? später?


Wie hier schon erwähnt: Sehr unterschiedlich. Ich habe einen autistischen Jungen, der seit vielen Jahren bei mir zum "Freizeitreiten" kommt. Er streichelt das Pferd immer noch nicht, ohne das seine Hand geführt wird, bürstet es inzwischen aber ohne Hilfe. Er besteht darauf, dass das Pferd eine Belohnung bekommt, gibt sie aber nicht selber
Ein anderes Mädchen, das nur ein paar Monate kam, war dagegen sehr forsch mit dem Pferd, zog an seiner Mähne, klopfte es sehr fest.
Bei beiden habe ich das Gefühl, dass sie keine Beziehung zu einem bestimmten Pferd aufbauen, der Kontakt eher durch die Aktionen und Bewegungen des Pferdes zu Stande kommt.

--mareen-- hat geschrieben:
-auswirkungen auf die einzelnen aspekte des krankheitsbildes?


Insbesondere der Aspekt des Beziehungsaufbaus steht im Vordergrund. Das Pferd dringt mit seinen Aktionen und Bewegungen immer wieder in die Welt des Austisten ein, fordert zu Reaktionen auf, insbesondere beim Reiten, wo der Köroer immer wieder zur Bewegungsantwort veranlasst wird.

--mareen-- hat geschrieben:
-ungefährer ablauf einer therapiestunde?


m.E. absolut nicht zu verallgemeinern.
Bei mir kommt immer erst eine Phase des Kontaktaufnehmens in der wir zusammen das Pferd begrüßen und ausrüsten (Mithilfe je nach Möglichkeit, auf alle Fälle Teilhabe), dann Aktionsphase mit oder auf dem Pferd, bei mir oft Aktionen, die durch das Pferd und wie es sich bewegt veranlasst werden (Tempo, Wegewahl, mit oder ohne Gurt, etc., zum Abschluss wieder gemeinsames versorgen des Pferdes, ggf. mit Füttern und Entlassen auf die Weide.

--mareen-- hat geschrieben:
-was kann die therapie bewirken? was auf keinen fall?


Bewirken kann (! muss aber nicht) sie meiner Erfahrung nach eine Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit, bzw. ganz basal auch erst einmal Anbahnung von Kommunikation. Weiterhin können motorische Entwicklungen unterstützt werden, da viele autistische Menschen durch ihre Behinderung auch Probleme in der Motorik haben. Sie bewegen sich von sich aus oft weniger oder anders.
Den Autismus "heilen" kann RT nicht...

--mareen-- hat geschrieben:
-warum wirken sich therapien mit pferden so positiv aus?


Sobald der Mensch ersteinmal drauf sitzt, kann es ihn sprichwörtlich bewegen. Es läßt sich zudem nicht in der Kontaktaufnahme beirren, egal, wie der Mensch daherkommt. Für die Arbeit mit Autisten braucht es unbedingt ein Pferd, was gerne und immer von sich aus Kontakt aufnimmt und dazu einläd.


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BeitragVerfasst: 04. Mär 2006, 17:39:14 
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Registriert: 06. Feb 2006, 19:12:07
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Hallo,hatte im Prakt. ein Kind mit Austism., am Anfang ging er nut mit seinem Betreuer zum Pferd, fasste es nicht an und es dauerte bis er es putze Kontakt über Bürste leichter). Er wollte reiten traute sich aber lange nicht rauf (ging auf die Rampe, konnt nicht aufs pferd). Sprach nicht, kommuniz. mit Betreuer mit FC. Wir beobachteten viel die Pferde. Irgendwann konnte der betreuer sich lösen und der Junge "arbeitete" mit mir und dem Pferd. Zu einem späteren Zeitpunkt konnte er das Pferd kurz ohne Bürste berühren. Irgendwann ritt er und war sooo sz stolz auf sich (schrieb es seinem Betreuer). Das war für mich ein tolles erlebnis. von da an antwortete er auf meine fragen mittels FC (dem Betreuer) und ich wußte besser was er wollte. Er traute sich immer mehr zu, es war wirklich toll. Einmal kam er sogar als er krank war (weil er mit seinen Eltern kommen wollte).Dann habe ich noch mit einem jungen Mädchen gearbeitet. Sie war ein Jahr bei mir. Sie schmuste mit dem Pferd, putze es und liebte es mit ihm spazieren zu gehen (sie konnte sich toll durchsetzen). SAm besten war eine Seite Pferd führen, andere Seite Hund. Sie wollte unbedingt reiten, stiegt (sorry meine Tastatur hängt stäöndig, kann ncht mal löschen:-( ) immer wieder auf die Leiter, konnte aber nicht den Fuß über (auf schon) den Pferderücken legen. Leider machten die Großeltern (Betreuer und Betzugspersonen) sehr großen - druck und sahen die anderen Dinge für nicht wichtig an und drängten sie heute mutsst du reiten. Ich konnte die Großeltern leider nicht überzeugen, d. wir auf dem richtigen weg sind. Schade. Nachdem wir dann mit den Pferden umgezogen sind kamen sie noch ein paar mal, wollten dann aber nicht mehr, da das Mädel nicht auf dem Pferd saß.asterix


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BeitragVerfasst: 01. Okt 2006, 01:42:30 
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Registriert: 29. Sep 2006, 00:27:03
Beiträge: 16
Wohnort: Spenge
Ich habe mit Interesse die bisherigen Beiträge gelesen. Ich arbeite in einem Wohnheim für Menschen mit autistischer Behinderung (Erwachsene) und kenne mich daher mit dem Krankheitsbild recht gut aus. Zudem kommen zwei Gruppen aus dem Wohnheim zum Reiten zu mir u. ein 7-jähriger Junge. Eine Abhandlung zum Thema würde den Rahmen sprengen, aber falls mal jemand eine konkrete Frage hat, kann ich vielleicht weiterhelfen.
:)
Gruß Birgit


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