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Therapeutisches Reiten - Reittherapie

Forum zum Thema "Heilpädagogisches Reiten" für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, Therapeutisches Reiten für Behinderte.
 
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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann.
Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.

 
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 Betreff des Beitrags: Asperger Syndrom
BeitragVerfasst: 27. Mär 2008, 22:48:36 
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Registriert: 20. Mär 2008, 22:12:14
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Hallo,
hat jemand von euch einen Klienten mit Asperger syndrom?
Erfahrungsberichte???

mio

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PFERDE GEBEN UNS FLÜGEL,
DIE WIR NICHT HABEN...


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BeitragVerfasst: 09. Apr 2008, 21:18:05 
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Registriert: 09. Apr 2008, 20:41:26
Beiträge: 4
Hallo,

ich bin Asperger-Autistin und das Reiten ist für mich sehr wichtig. "Therapeutisches Reiten" habe ich nie gemacht, aber das Reiten hatte/hat für mich auch so eine ähnliche Funktion. Am wichtigsten dabei ist für mich die Bewegung des Pferdes und ich mag sein ruhiges gleichmäßiges Atmen. Bei Pferden ist auch das Anfassen ok, was ich bei Menschen und vielen anderen Tieren gar nicht mag.

Viele Grüße
Pia


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BeitragVerfasst: 09. Apr 2008, 22:33:35 
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Beiträge: 946
Wohnort: Schifferstadt
Hallo Pia,

herzlich willkommen hier - freut mich dass Du dazu was schreibst...

Liebe Grüße :D

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Wo kämen wir hin, wenn alle nur sagen würden "Wo kämen wir hin?" und keiner ginge, um zu schauen, wohin man käme, wenn man denn ginge?


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BeitragVerfasst: 10. Apr 2008, 19:51:25 
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Wohnort: tiefstes Niederbayern *gg*
Hey Pia!!

Wie kamst Du denn zum Pferd, wenn ich fragen darf? Gibt es denn dazu eine Geschichte? :wink:
Magst Du vielleicht mehr dazu erzählen?

Und darf ich Dich fragen, wie erklärst Du Dir den Umstand, dass Pferde anders auf Dich wirken als die anderen Tiere?

Ich weis, ich bin neugierig. Bild
Wenn Du nichts dazu schreiben möchtest, bitte einfach meinen Eintrag überlesen. Als wär er Luft. :roll: :wink:

LG Claudia :D

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„Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte - das Unum des Universums.“
Novalis


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BeitragVerfasst: 10. Apr 2008, 20:05:02 
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Registriert: 03. Jan 2008, 22:11:52
Beiträge: 653
Hi Pia,

das würde mich auch interessieren. (Obwohl ich manchmal auch die Erfahrung mache dass ich mit so großen Tieren wie Pferden eher klarkomme als mit beispielsweise Hunden)

Liebe Grüße
Rolli-Pferdenärrin

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Dein Pferd ist dein Spiegel,
der deine guten und schlechten Launen unverfälscht wiedergibt.

Sieh hinein in das Auge deines Pferdes,
aber erschrecke nicht vor der Wahrheit.
(Bent Branderup)


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BeitragVerfasst: 11. Apr 2008, 11:59:09 
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Registriert: 09. Apr 2008, 20:41:26
Beiträge: 4
Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure freundlichen und interessierten Fragen!

Zu den Pferden bin ich eher zufällig gekommen. Bei einem Kindergartenausflug zum örtlichen Reitverein durfte ich mal auf einem sitzen. Von diesem Moment an waren Pferde und vor allem das Reiten mein absolutes Spezialinteresse. Es war so ziemlich unmöglich mit mir über andere Dinge zu sprechen und ich habe fast alles getan, um auf einem Pferd sitzen zu dürfen: sogar in einer Gruppe mit anderen Kindern voltigieren. Glücklicherweise bekam ich irgendwann ein eigenes Pferd.

Bis zu meinem achzehnten Lebensjahr bin ich in jeder freien - oder eigentlich nicht so freien - Minute geritten. Kurz vor meinem Studium habe ich auch andere Spezialinteressen gefunden, so dass ich im Moment auch mit großer Freude studiere. Allerdings ist Reiten noch immer das schönste Gefühl, das ich kenne!

Warum das Anfassen von Pferden weniger unangenehm als bei anderen Tieren ist, kann ich selbst nicht so genau sagen. Vielleicht ist es einfach ein notwendiger Begleitumstand des Reitens..... an den ich mich inzwischen gewöhnt habe.

Viele Grüße Pia


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BeitragVerfasst: 11. Apr 2008, 15:58:41 
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Beiträge: 29
Wohnort: Kreis Soest
Hallo Pia,
vielen Dank für deinen kleinen Bericht. Ich habe zur Zeit ein Kind,bei dem das Asperger-Syndrom vermutet wird und es ist richtig schön zu sehen, wie er auf die Pferde reagiert.
Ich werde ihn ein bisschen auf seinem Weg begleiten,so lange er mag...
Bin gespannt, wie er sich entwickelt.
Gruß mio

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BeitragVerfasst: 12. Apr 2008, 13:48:56 
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Hey Pia, danke für Deine Erzählung!
Es ist schon echt interessant, wie das Leben oft so spielt. :)
Darf ich fragen, da Du kein therapeutisches Reiten gemacht hast, ob der Umgang mit den anderen Mitgliedern in Reitvereinen oder in Stallgemeinschaften Schwierigkeiten machten?
Meine Frage hat einen Hintergrund: Das HBP das ich anbiete findet auf einem öffentlichen Hof statt. Und ich habe manchmal bedenken, dass dieser Umstand evtl. für autistische Klienten ein Problem sein könnte.
Wir haben ca. 10 Einstellpferde und einen öffentlichen Reitbetrieb. Meine Arbeit findet aber unabhängig von diesem "Gewusel" statt - meist etwas abgesondert.

LG Claudia

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BeitragVerfasst: 14. Apr 2008, 21:07:37 
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Hallo Claudia,

meine Erfahrung ist, dass es ziemlich anstregend für einen autistischen Menschen sein kann, auf einem "öffentlichen" Hof zu reiten. Andererseits hat auch das viele Vorteile, z.B. im Hinblick auf die Entwicklung von reiterlichen und sozialen Perspektiven.

Kurzfristig - so mein Eindruck - erleichtert all das den Aufbau einer Beziehung (oder von Ähnlichem), was äußere Reize minimiert und Struktur/Ordnung/Orientierung schafft. Allerdings halte ich persönlich eine solche "Labor"- Begegnung für nicht sehr real.

Langfristig scheint es vielmehr von Bedeutung zu sein, überflutende Reize irgendwie einzuordnen, bzw. zu lernen damit besser umgehen zu können. Es gibt nun mal die Sonne und die strahlt manchmal unangenehm hell. Es gibt andere Kinder und die sind manchmal nervend laut. Das sind die Bedingungen menschlichen Lebens, die eine (Reit-)Therapie nicht unbeachtet und ungenutzt lassen sollte. Ein Pferd kann da, denke ich, ein guter Mittler sein.

Natürlich sollte der Grad des "Gewusels" den individuellen Fähigkeiten eines Kindes angepasst werde. Bestimmt ist es auch gut, durch Rituale Orientierung zu geben, oder so wenig Veränderungen im Ablauf einer Stunde vorzunehmen wie nötig sind. All das kann jedoch bestimmt auch in einem "öffentlichen" Rahmen geschehen. Abgesehen davon, scheinen mir, gelegentliche fachbezogene (hier: Pferde-bezogene) Kontakte mit anderen Menschen auch für Autisten eine Bereicherung - und oft stärkende Herausforderung - zu sein.

Viele Grüße Pia


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15. Apr 2008, 19:32:47 
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Beiträge: 1941
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Hi!

Hallooooo.... das nenn ich mal eine Antwort!! Danke Dir ganz herzlich!! Deine Ausführung find ich super interessant. Und werd mir das ganz ordentlich durch den Kopf gehen lassen.

Danke Dir!

LG Claudia

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