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Therapeutisches Reiten - Reittherapie

Forum zum Thema "Heilpädagogisches Reiten" für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, Therapeutisches Reiten für Behinderte.
 
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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann.
Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.

 
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 Betreff des Beitrags: Wohin mit den Eltern?
BeitragVerfasst: 21. Feb 2008, 19:50:39 
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Wo bleiben eure Eltern wärend der Kinderstunde?
Habe nur einen Außenplatz ohne Reiterstübchen. Ich habe bedenken, dass sie die ganze Zeit am Zaun stehen, Tipps geben und die Kinder dadurch ablenken.
Wie handhabt ihr das?


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BeitragVerfasst: 21. Feb 2008, 20:05:38 
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Hallo Marion,
das mit dem Reiterstübchen ist echt blöd.
Vorallem sind manche Eltern ehrlich störend. Geht wahrscheinlich nur mit ganz klaren Absprachen und Regeln, bei schönem Wetter müssen sie halt einen Spaziergang machen und bei schlechtem Wetter im Auto warten.
Im Sommer kannst du ja auch einen Pavillion aufstellen, dem kann man ja auch Außenwände geben, damit er Wind und Wetter geschütz ist.
LG
Simone
PS. Gehst du dieses Jahr noch auf Fortbildung

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Aber wenn du mich zähmst, werden wir uns brauchen, du wirst für mich einzigartig sein und ich für dich. (der kleine Prinz)


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BeitragVerfasst: 21. Feb 2008, 20:15:39 
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...ja, wir haben auch schon überlegt, ob wir uns ein Gartenhäuschen kaufen, wo es dann Kaffee und Zeitungen gibt. Aber ob die das dann auch wirklich nutzen?!
Ich kenne es ja cuh vom Kindergarten, dass Kinder mit Eltern echt nicht so unbelastet sin, als ohne ihre Anwesenheit...
Es ist aber in unserem Zwergenkaff so gar nix spannendes los, wo man die Herrschaften hinschicken könnte! :?


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BeitragVerfasst: 21. Feb 2008, 20:20:45 
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Achso Simone, wegen der Fortbildung:
werde es dieses Jahr bestimmt nicht mehr nach Marburg schaffen. Ich habe die nächsten Kurse dem VFD gewidmet. Möchte dieses Jahr meinen Rittführer machen, um nächstes Jahr den Schein zum Basisausbilder zu machen.
Hier gibt es so viele absolut unfähige Reitlehrer (oder solche, die sich so nennen) und ich brauch mehr Input und nen qualifizierten Background um selbst Unterricht für Anfänger anbieten zu können. Die FN ist mir da etwas zu unflexibel in ihrer Ausbildung für Freizeitreiter. Aber der VFD macht echt tolle Sachen!
Habe ja auf ein Forum in Marburg gehofft, da wäre ich gern gekommen! Wer weiß, vielleicht habe ich auf dem nächsten dann endlich eine eigene Stellwand :wink: ...


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BeitragVerfasst: 22. Feb 2008, 23:50:36 
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Hi!

Also, nach meiner Erfahrung geht das Zugucken der Eltern gar nicht! Da ist meiner Meinung nach dringender Handlungsbedarf. Denn sie stören nicht nur, sondern verhindern echt jeden Fortschritt. Es sei denn, es ist eine geplante Stunde extra mit Bezugsperson zum Beziehungsaufbau. Was es ja auch gibt. Aber dann muss das geplant und die Bezugsperson mit in die Einheit eingebaut sein.

Bei uns sitzen sie entweder im Stüberl (das bei Euch leider nicht da ist) oder im Auto oder sie gehen im Wald spazieren oder fahren in die nahe gelegene Stadt. Letzteres würde sich vielleicht am besten anbieten bei Euch? Oder liegt ihr sehr abgelegen?

Aber wenn ich Dir bitte einen Rat geben dürfte: Auf keinen Fall mit Eltern als "Zaungast" mehr arbeiten. ;)

LG Claudia

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„Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte - das Unum des Universums.“
Novalis


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BeitragVerfasst: 23. Feb 2008, 00:01:00 
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Ich sehe das ein bisschen anders:
Gerade Eltern, die sich sehr oft "einmischen" oder vom Rand aus "Tipps" geben, binde ich zu Beginn in die Stunden mit ein. Ich erkläre ganz offen, warum ich denke, dass dieser oder jener Tipp nicht passend ist, oder das ich es für wichtig halte, wenn das Kind entscheiden kann, etc.
Dadurch lernen die Eltern meine Arbeitsansätze kennen, können einschätzen lernen, was ich warum tue, usw.
Sie können Vertrauen fassen und Loslassen. Meist hat es ja einen Grund, wenn Eltern sehr in die Stunden involviert sind.
Die meisten Eltern können sich irgendwann etwas zurück nehmen. Andere muss man allerdings tatsächlich bitten, sich für eine Weile zurückzuziehen. Aber ich lerne ja auch viel aus meiner Beobachtung von Eltern und Kindern.


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BeitragVerfasst: 23. Feb 2008, 00:12:02 
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Hi!

Bei mir ist es so, dass ich den Eltern nach der allerersten "Schnupperstunde" mit Kind Gelegenheit gebe, die zweite Einheit ohne Kind mit mir zu machen. In dieser Einheit lasse ich die Eltern mit dem Pferd (soweit das möglich ist) arbeiten und erkläre ihnen dabei meinen Ansatz. Und auch, dass ich die Eltern bei den Einheiten nicht dabei haben möchte. Bisher haben die Eltern alle ausnahmslos zugestimmt und die "Elterneinheit" als sehr befriedigend hingenommen. Die Arbeit mit dem Pferd hat sie bisher immer so überzeugt, dass weitere Erklärungen nicht notwendig waren.

LG Claudia

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BeitragVerfasst: 23. Feb 2008, 12:37:09 
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Hallo,
ich kann das wenn es euch interessiert mal aus meiner Perspektive, also der einer Klientin erläutern.
Da ja der Stall, wo ich reite, ziemlich bis sehr weit entfernt von meinem Wohnungsort ist, kann ich da nicht alleine hin, sondern fahre zusammen mit meiner Mama zu den Pferden.
Das heißt, meine Mama ist auch mit dort auf dem Hof.
Ich selber reite meistens in der Halle, und meine Mama ist also in der Nähe.
Das finde ich prinzipiell gut, weil sollte mal etwas sein, wäre sie schnell zur Hilfe. Wobei das eigentlich nicht vorkommt, manchmal müssen wir nachher etwas klären. Also wenn irgendetwas besonderes in der Stunde passiert ist, neue Innenpersonen oder so, dann sprechen meine Therapeutin und ich mit meiner Mama dadrüber. Das ist sehr hilfreich, weil da kann mich meine Therapeutin oft gut unterstützen.
Ich kann da ja jetzt nur von meinem Fall sprechen.
Generell finde ich es besser, wenn meine Mama nicht direkt zuschaut, mich lenkt das sonst immer ab. Manchmal kommt sie während einer Stunde kurz vorbei, schaut rein und fragt ob alles o.k. ist. Das ist für mich vollkommen in Ordnung. Aber die ganze Zeit zuschauen, fände ich schwierig.
Meine Mama geht in der Zwischenzeit manchmal einkaufen, oder war auch schon spazieren, oder sie wartet im Auto und liest dort, oder sie unterhält sich manchmal mit der Seniorchefin dort.
Wenn es ganz kalt ist oder so, kann sie auch in einem anliegenden Raum warten.
So machen wir das immer.
Ich finde es gut, dass ich weiß, dass sie in der Nähe ist, aber auch nicht zu nahe, während ich reite.
Am Anfang gehen wir aber immer gemeinsam auf den Hof und begrüße die Tiere.
Das war jetzt nur mal aus meiner Sicht.
Liebe Grüße, Susannah


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BeitragVerfasst: 23. Feb 2008, 17:24:21 
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Wohnort: tiefstes Niederbayern *gg*
Danke, Susannah, für Deine Stellungnahme!!

Mich hat das sehr interessiert! Und es ist für mich lehrreich zu erfahren, wie "die andere Seite" das sieht und empfindet!

Danke Dir sehr.



LG Claudia

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BeitragVerfasst: 23. Feb 2008, 17:57:12 
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Hallo,
also ich handhabe das auch so, das die Eltern eigentlich nicht mit bei den Stunden dabei sind. Ich mache aber immer mal wieder Stunden, wo die Kinder dann zeigen können was sie gelernt haben, mit einer Einladung an die Eltern, was dann für die Kinder auch etwas ganz besonders ist.
Leider muß ich aber auch manchmal, ganz konsequent darauf hinweisen, das es für die Kinder besser ist.
Sicher liegt es bei manchen Eltern einfach daran, dass sie nicht loslassen wollen/können. Ich versuche das dann abzuklären warum das so ist.
Stelle aber auch immer fest, je mehr Info sie haben, umso besser können sie loslassen.
@Susannah
und wieder bist es Du, die uns alle hier bereichert. Danke
Liebe Grüße
Simone

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BeitragVerfasst: 23. Feb 2008, 18:00:08 
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Registriert: 03. Jan 2008, 22:11:52
Beiträge: 654
Bin so frech und geb auch nen Kommentar ab.

Also bei mir ist es ja eher Reiten als Sport für Behinderte, also nicht wirklich Therapiemäßig.

im Sommer letzten Jahres waren meine Schwestern oder mein Vater öfters mal dabei und haben zugeguckt. Das hat mich damals eigentlich kaum gestört. Nur wenn es mir sowieso schon nicht so gut ging empfand ich das als nervend aber mit meiner Pferdemama und meinem Pferdepapa haben wir immer wieder Möglichkeiten gefunden dass ich allein die Stunde haben kann :twisted: :twisted: :twisted:

Das Problem dabei war und ist dass das Verhältnis zwischen mir und meiner Familie nicht grad das beste ist. Und so bin ich ganz froh dass ich inzwischen allein in der Stunde bin. Und wenn mein Kleiner der ja inzwischen mir gehört erst in meinem Ort steht dann geht meine kleine Schwester ab und zu mal mit. Aber mit ihr komm ich da ganz gut klar und empfinde das nicht als beklemmend.

So das war nu mein Senf dazu. :)

Liebe Grüße
Rolli-Pferdenärrin

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Dein Pferd ist dein Spiegel,
der deine guten und schlechten Launen unverfälscht wiedergibt.

Sieh hinein in das Auge deines Pferdes,
aber erschrecke nicht vor der Wahrheit.
(Bent Branderup)


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BeitragVerfasst: 23. Feb 2008, 18:04:06 
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Hallo Pferdenärrin!

Auch Dir danke schön, für Deine Stellungnahme! Bitte immer sehr gern frech sein... :wink: :D

Es ist für mich sehr interessant und sehr lehrreich, die Meinungen von "Betroffenen" zu hören!

Danke schön, für Deine Ehrlichkeit!

LG Claudia

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BeitragVerfasst: 23. Feb 2008, 19:04:10 
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Sida hat geschrieben:
@Susannah
und wieder bist es Du, die uns alle hier bereichert. Danke
Liebe Grüße
Simone

Danke! :oops: :roll:


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BeitragVerfasst: 24. Feb 2008, 16:56:33 
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Registriert: 24. Okt 2007, 19:13:20
Beiträge: 54
Hallo!

Bei den zwei autistischen Kindern, mit denen ich arbeite ist jeweils immer ein Elternteil dabei. Ich muß sagen, dass sie meine Arbeit bis jetzt noch nicht gestört haben.
Es war am Anfang eher hilfreich, da sie ihren Kindern Sicherheit gegeben haben. Mitlerweile stehen sie oft einfach nur am Rand und die Kinder achten gar nicht auf sie. Jedenfalls merke ich nicht, dass die Kindern von den Eltern abgelenkt werden.
Besonders bei dem Jungen (er ist erst 3 Jahre) hat die Mutter am Anfang geklammert. Nun schafft sie es, einfach am Rand zu bleiben und einfach nur zuzuschauen, es ist also auch eine Hilfe für die Mutter (z.B. zu sehen, wie ander Leute, mit ihrem Kind umgehen)
Ich könnte mir allerdings auch vorstellen, ihr vorzuschlagen, mal eine Stunde nicht dabei zu sein, um zu sehen, wie ihr Kind reagiert... mal sehen.

Grüße
Anna


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BeitragVerfasst: 24. Feb 2008, 17:22:11 
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Registriert: 14. Okt 2007, 12:01:55
Beiträge: 541
Wohnort: Gannertshofen/ Iller
Wollte nur kurz was loswerden.
Dieses Forum finde ich sowas von lehrreich. Vielen Dank an alle.
LG
Simone

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