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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann. Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.
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Danny
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Betreff des Beitrags: Wie viel kg Patient mutet Ihr Euren Pferden zu? Verfasst: 07. Jul 2007, 12:16:36 |
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| Postrank 1 |
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Registriert: 28. Jul 2006, 16:37:10 Beiträge: 12 Wohnort: Oberfranken
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Hallo,
mich würde mal interessieren, wie viel kg Ihr Euren Pferden zumutet und wo Ihr die Grenze zieht.
Ich habe eine junge große Fjordstute und frage mich, wie viel kg Patient ich auf ihren Rücken lassen kann, ohne dass es ihr schadet.
Außerdem würde mich noch interessieren, was Ihr selbst zum Ausgleich der lieben Vierbeiner tut. Reitet Ihr sie wieder "locker" und bietet ihnen ein abwechslungsreiches schönes Reitprogramm? Gönnt Ihr den Pferden mal einen Urlaub oder spezielle Weidetage?
Vielen Dank für die Antworten,
Danny
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FYLGJA
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 09. Jul 2007, 10:18:02 |
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| Postrank 4 |
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Registriert: 24. Okt 2006, 18:32:36 Beiträge: 162
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Hallo Danny,
das kann man selbstverständlich nicht allgemein und pauschal sagen.  Dafür muß man das Exterieur des entsprechenden Pferdes ausführlich anschauen und beurteilen. So kommt man dann auch am Ende auf die maximale momentane Gewichtsbelastung. So etwas ist ja auch immer nur eine Momentaufnahme und ändert sich ja auch immer mal je nach Bemuskelung, Trainingszustand, körperlicher Gesundheit, und, und, und...
Dieses Thema gehört in eine gute Zusatzausbildung für angehende ReitpädagogInnen/ReittherapeutInnen !!! Das habe ich schon öfter geschrieben und muß immer wieder mit Erschrecken feststellen, dass da leider noch vieles im argen liegt, wenn man so eine Frage wie Deine hört... Man sollte sich sein Pferd für sein Klientel bewußt auch nach diesen Kriterien aussuchen oder umgedreht das Klientel, wenn man das Pferd schon hat ! Nicht jedes Pferd trägt zB. schwerere Jugendliche oder Erwachsene.
Sorry, ist nicht gegen Dich persönlich gerichtet, aber so etwas ärgert mich immer noch, dass nicht jede/r RP/RT das inzwischen selbstverständlich beurteilen kann, denn so gibt es leider immer noch viel zuviele (Therapie-)Pferde, die viel zu schwere ReiterInnen schleppen müssen !!!
Als Ausgleich fahren wir übrigens unsere Ponies, machen eigene Ausritte und gymnastizieren sie dressurmäßig auf dem Platz und machen mit ihnen verschiedenste Formen von Bodenarbeit.
Gruß, Ane von Hof FYLGJA
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Danny
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 09. Jul 2007, 11:26:04 |
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| Postrank 1 |
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Registriert: 28. Jul 2006, 16:37:10 Beiträge: 12 Wohnort: Oberfranken
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Hallo Ane,
klar, dass man nicht grundsätzlich ein pauschales Gewicht angeben kann. Habe mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Wollte keine exakte kg-Angabe für meine Stute haben, wollte nur einen Erfahrungsaustausch. Mal hören, was für verschiedene Pferde eingesetzt werden, ab welchem Gewicht jedoch bei Adipositas direkt abgelehnt wird...etc.
Dass keine genauen Angaben gemacht werden können ist ja klar. Und das das von Pferd zu Pferd unterschiedlich ist, das ist mir auch klar. Habe schließlich auch bei der Wahl meines Pferdes drauf geachtet, dass ich einen Gewichtsträger habe.
Nur da das hier ein Forum ist, dachte ich man könnte sich einfach mal austauschen. Auch über Fragen, die in Weiterbildungen vorkommen oder in Büchern nachzuschlagen sind. Die Praxis ist eben doch manchmal was anders als die Theorie.
Aber trotzdem vielen Dank,
Danny
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Tina&Danny
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 09. Jul 2007, 12:27:10 |
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Registriert: 18. Sep 2006, 16:39:21 Beiträge: 81 Wohnort: bei Kaiserslautern
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HAllo Danny,
Natürlich ist ein Forum zum Austausch da und ich persönlich finde auch es gibt keine "dummen" Fraugen, nur "dumme" Antworten. Gerne schreibe ich etwas zu Deiner Frage.
Ich selbst habe mich auch schon sehr oft mit diesem Thema befasst, da ich selbst knapp 100 kg wiege. Meine HAnnoveraner Stute reite ich seit 13 Jahren und es gab noch nie Probleme. Als ich mir noxch ein Pferd zugelegt habe, habe ich schon darauf geachtet, dass ich kein Tier unter 1,50 m und von Exterieur her eher schmal kaufe. Danny, mein Tinker Wallach ist eher das was man einen Gewichtsträger nennen könnte. Für Ihn ist es auch kein Problem meinen Freund, der größer und schwerer ist als ich, und Reitanfänger zu tragen. Im Herbst werde ich mir allerdings noch ein kleineres Pferd für die Therapie, für Kinder und kleinere Erwachsene suchen.
_________________ Liebe Grüße Tina
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Danny
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 09. Jul 2007, 17:06:11 |
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| Postrank 1 |
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Registriert: 28. Jul 2006, 16:37:10 Beiträge: 12 Wohnort: Oberfranken
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Hallo Tina,
vielen Dank, für Deine Antwort!
Dann hast Du also nun zwei Pferde, ja? Und setzt Du Danny auch schon zur Therapie ein oder möchtest Du dafür dann nur das kleinere Pferd nutzen?
Viele liebe Grüße,
Danny
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Tina&Danny
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 09. Jul 2007, 19:55:52 |
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Registriert: 18. Sep 2006, 16:39:21 Beiträge: 81 Wohnort: bei Kaiserslautern
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Hallö,
Danny setzte ich seit zwei Jahren zur Therapie ein. Er ist super, hat weiche Gänge, ist sehr ruhig und einfühlsam. Ich habe viele Erwachsene MS Patienten, auch Kinder kommen gut klar mit ihm. Trotzdem möchte ich noch ein kleineres Pferd einsetzen, da Danny durch seine Größe und Masse zum Führen, zum Putzen - für Kinder und zum ersten Kontakt nicht so gut geeignet ist.
Liss, meine 19 jährige HAnnoveraner Stute nehme ich nur als mein Reitpferd, sie ist zu hibbelig.
_________________ Liebe Grüße Tina
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FYLGJA
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10. Jul 2007, 17:22:21 |
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| Postrank 4 |
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Registriert: 24. Okt 2006, 18:32:36 Beiträge: 162
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Hallo Danny,
dann habe ich Dich wohl mißverstanden ?!
Bei uns werden Islandpferde, Highlandponies und Shetties (Originale, Stm. 1,04m) eingesetzt. Je nach Exterieur und Trainingszustand tragen die noch recht jungen Shetties momentan max. ca. 25 Kilo, die Isis von 50-65 kg und die Highlandponies von 55-80 kg.
Bei uns kommt niemand über 80kg regelmäßig aufs Pferd, da wir mit unseren Pferden alt werden möchten und Pferde nun mal nicht zum Tragen geboren sind ! Schwereren Leuten bieten wir als Alternative Fahrunterricht an.
Ich würde auch selbst mit 100kg niemals reiten, sorry ! Möchte das keinem Pferd antun ! Da gibt es doch bessere Möglichkeiten, etwas mit dem Pferd zu unternehmen, zB. Kutsche fahren, Bodenarbeit, usw.
Meinetwegen könnt Ihr mich dafür heftig kritisieren, meine Erfahrung bestätigt aber diese Meinung. Unsere Pferde können bis ins hohe Alter noch eingesetzt werden und unsere Oma (32 J. alt) stirbt sicherlich nicht an Knochen- oder Rückenproblemen... gottseidank ! Könnte ihr sonst nicht mehr in die Augen schauen, denn immerhin hat sie sich ihr Leben nicht aussuchen können - im Gegensatz zu mir !
Nix für ungut !
Lieben Gruß, Anne von Hof FYLGJA
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Ronja
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10. Jul 2007, 17:47:15 |
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| Postrank 2 |
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Registriert: 04. Feb 2007, 15:25:00 Beiträge: 27 Wohnort: Rimsting
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Hallo zusammen,
wir bieten pferdgestützte Körpertherapie für Patienten mit Essstörungen an. Wir arbeitet mit einer Psychosomatischen Klinik zusammen. Anorexia nervosa, Bulimia Nervosa und auch Patienten mit starkem Übergewicht gehören zu unserem Klientel. Wir haben 2 Haflinger, 1 Welsh Cob und ein Shetland Pony. Unsere Kilogrenze ist 90 kg. Wir brauchten eine klare Grenze, damit wir dass wertfrei mit unseren Klienten kommunizieren können.
Gerade Menschen, die von Pferden wenig Ahnung haben, können nach meiner Erfahrung mit einem differenzierten Umgang wenig anfangen. Ich denke, dass therapeutisch gesehen die Bodenarbeit oder das Fahren nicht das Gleiche ist wie vom Pferd getragen zu werden. Ich hatte schon schwierige Momente mit einer Klientin, die zu Beginn der Therapie kein Problem darin sah nicht aufs Pferd zu können und dann mehr und mehr doch den Wunsch hatte. Es entstanden Gefühle des "Nicht-zumutbar-seins" und des "Abgelehnt-Werdens". Bei Patienten mit Bulimie kann schon die Frage nach der Kilogrenze problematisch sein. Je einfacher und klarer die Regel ist, desto besser für die Verarbeitung. Übrigens die 90 Kilogrenze ist ncht fürs Shetty sondern für den kräftigsten Haffy.
Wir haben Gruppenhaltung 2-5 Pferde zusammen mit großen Paddocks, tgl. Weidegang. Auf der Weide steht die ganze Herde (12) zusammen. Unsere Therapiepferde gehen auch als Schulpferde "Natural Horsman Ship" für Kids. Unsere Welsh geht am 21. auf einer Doma Vaquera. Ob das ein Ausgleich ist???
Viele liebe Grüße!
Ronja

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Danny
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10. Jul 2007, 20:28:25 |
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| Postrank 1 |
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Registriert: 28. Jul 2006, 16:37:10 Beiträge: 12 Wohnort: Oberfranken
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Hallo,
das ist ja schön, dass nun doch noch ein paar unterschiedliche Meinungen geschrieben werden.
Also ich halte es auch für sehr sinnvoll eine grundsätzliche Kilo-Grenze zu ziehen. Jedoch finde ich 80 kg doch was wenig.(klar, hängt vom Pferd ab...) Denn dann fällt die Therapie ja für viele Männer schon wieder weg.
Das mit den 100kg denke ich, hängt dann doch auch vom Pferd ab, oder? Bei meiner Stute würde ich nicht gerne über 95kg gehen, aber bei nem großen, kräftigen Tinker denk ich, dass das doch klappen müsste.
Jedenfalls, finde ich das mit der klaren Regel gerade bei Essgestörten sehr sinnvoll. Ich habe eine Patientin, die Adipositas hat(weit über 100kg), jedoch sehr gerne mit dem Pferd arbeiten möchte. Ihr Selbstwertgefühl ist eh schon am Boden und eine Ablehnung aufgrund ihres Körpergewichts wäre ein großer Rückschlag. Daher möchte ich mit ihr zumindest mit Bodenarbeit arbeiten. Sie evtl. in andere Therapien mit einbeziehen, um ihr so das Gefühl zu vermitteln, dass sie gebraucht wird und um ihr Selbstbewusstsein zu stärken.
Arbeitet einer von Euch auch nach Linda Tellington Jones? Ich merke, dass sich mein Pferd durch den TTouch richtig schön entspannen kann.
Viele Grüße,
Danny
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FYLGJA
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 11. Jul 2007, 21:09:33 |
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| Postrank 4 |
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Registriert: 24. Okt 2006, 18:32:36 Beiträge: 162
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Hallo Danny,
wenn Du Dich mal mit dem Exterieur des Pferdes und der Evolution beschäftigst, dann kannst Du sehen, dass KEIN Pferd zum Tragen geboren wird. Deshalb bleibe ich auch dabei, dass ich alles über 80kg für jedes Pferd schon recht heftig finde - als regelmäßige Belastung wohlgemerkt. Ich spreche nicht vom einmaligen Ausprobieren.
Ich finde es auch gerade für das von Ronja beschriebene Klientel wichtig, wertfrei eine Gewichtsgrenze zu haben.
Ist bei uns auch so und wird auch von allen absolut akzeptiert. Wichtig finde ich aber, den schwereren Menschen eine Alternative zu bieten und da ist bei uns zB. der Fahrsport eine gute, gleichwertige Möglichkeit, die auch gerne angenommen wird.
Achja, wir arbeiten schon seit zwanzig Jahren nach Linda. Allerdings weniger TTouch, als mehr die Bodenarbeit.
Gruß, Anne von Hof FYLGJA
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Martina
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 13. Jul 2007, 03:04:34 |
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| Postrank 7 |
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Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41 Beiträge: 708
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Hallo,
ich verstehe Annes Reaktion schon. Auch, wenn das hier nicht der Fall war/ist, ich habe auch genug "Therapiepferde" gesehen, deren Besitzer schlichtweg zu wenig Wissen haben, um für gute Pferdegymnastizierung, Balance, richtigen Muskelaufbau, physiologisch richtige Bewegungsmuster etc. ihrer Pferde zu sorgen. (was ja ein größeres Problem als die Gewichtsbegrenzung ist, bzw. damit zusammenhängt). Das Problem ist meist, daß sie gar nicht wissen, was sie alles nicht wissen.
Meine Reitlehrerin arbeitet auch als "Pferdetrainerin" und 70-80% der "normalen Reiter", mit denen sie arbeitet, wissen viel zu wenig über Anatomie, gesunde Bewegungsabläufe, wie man stärkende Übungen macht usw. Und das fatale daran ist, daß sie vorher gar nicht gewußt haben, daß sie da auf etwas nicht geachtet haben.
Meist kommen sie natürlich erst, wenn es ganz offensichtliche Probleme gibt, weil sie vorher einfach zu wenig Wissen hatten, um es rechtzeitig zu erkennen.
Sowas steckt ein "normales Reitpferd" vielleicht noch irgendwie weg, oder ist dann mit Osteopathin, Krankengymnastik usw. in den Griff zu kriegen. Ein Therapiepferd hat da aber sehr viel höhere Belastung.
Ich arbeite nebenbei noch auf einer Pferde-Tierschutzseite, "ausgemusterte" Voltigierpferde und auch "ausgemusterte" Therapiepferde, die dann so große Schäden haben, daß sie irreversibel sind, kommen da schon öfter vor. Und das sind oft keine Pferde, die ihren Besitzern egal sind oder deren Besitzer "nur das Geld sehen". Sondern die wussten einfach zu wenig.
Und wenn ich das sehe, denke ich natürlich auch, daß in vielen Ausbildungen viel zu wenig auf sowas geachtet wird. Und ärgert es mich, weil es auf Kosten der Pferde geht.
Das war jetzt wirklich ganz allgemein gemeint, nicht auf die Frage hier oder einzelne Personen bezogen. Aber ich kann es verstehen, wenn jemand, der genug "Therapiepferde mit Schäden durch mangelndes Wissen" gesehen hat, da erstmal allergisch reagiert.
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FYLGJA
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 13. Jul 2007, 17:23:18 |
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| Postrank 4 |
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Registriert: 24. Okt 2006, 18:32:36 Beiträge: 162
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Danke Martina, Du sprichst mir aus der Seele... !
Schönes WE Euch allen, Anne von Hof FYLGJA
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Danny
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 14. Jul 2007, 20:01:51 |
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| Postrank 1 |
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Registriert: 28. Jul 2006, 16:37:10 Beiträge: 12 Wohnort: Oberfranken
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Hi Ihr,
ich habe Verständnis dafür, wenn man sich ärgert, weil durch zu viel Unwissen, Pferde in der Therapie Schäden davon tragen, ob nun physisch oder psychisch. Genau das ärgert mich auch. So!
Für mich war es genau aus diesem Grund auch interessant verschiedene Meinungen zu lesen und Beispiele zu hören. Denn scheinbar sind die Meinungen doch sehr unterschiedlich, oder?
Weil ich NICHT möchte, dass mein Pferd einen Schaden davon trägt, setze ich mich mit diesem Thema unter anderem auseinander. Und daher wollte ich diese Frage hier diskutieren.
Genauso die Frage nach dem physischen und psychischen Ausgleich für die Pferde. Klar, habe ich auch meine eigenen Vorstellungen, aber ich wollte einfach nur gerne andere Meinungen zu den Themen haben. Auch um meine Meinung evtl. zu überdenken oder um neue Ideen zu bekommen.
Daher freue ich mich natürlich, dass hier ein paar Leute was schreiben.  Und scheinbar ist die Frage gar nicht sooo schlecht, denn immerhin haben wir schon 3-4 unterschiedliche Meinungen zu dem Thema. Ich kann verstehen, dass man allergisch reagiert, wenn jemand grobe Fehler in der Pferdehaltung begeht oder dem Pferd sonst irgendwie Schaden zufügt, aber wegen einer Fragestellung in einem Forum, finde ich das etwas übertrieben, sorry. Das ist halt meine Meinung dazu.
Also allen ein schönes sonniges Wochenende,
Danny
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