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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann. Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.
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Betreff des Beitrags: Therapiepferde Verfasst: 09. Feb 2006, 18:52:29 |
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| Postrank 3 |
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Registriert: 06. Feb 2006, 19:12:07 Beiträge: 57 Wohnort: Bayern
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Hallo, ist es bei Euch wirklich so, dass die Therapiepferde immer brav sind?
Ich habe in meinem Praktikum auch immer wieder solche Pferde kennengelernt wie meine sind, alle mit ihren Eigenheiten und z.T. unterm nicht eingeschränkten Reiter sehr "gut drauf".
ich habe mir eine zeitlang auch Pferde ausgeliehen. Da habe ich z.B. auch die Erfahrung gemacht, das sich eine WB -Stute ein Mädel ausgesucht hat und umgekehrt. Eigentlich wollte ich ein ganz anderes Pferd. Die Stute war echt peppig und eigen. Es funktionierte so toll. Das habe ich mit mehreren Pferden und Klienten erlebt (die Pferde kannte ich ntürlich sehr gut).
Bei meinen eigenen Pferden ist es auch so.
Also, wie ist das bei Euch?
Ach, übrigens ich habe 3 Tinker (wie sie unterschiedlicher nicht sein können) und einen Traber. Zusätzlich kann ich bei Bedarf noch eine Tinker-Stute leihen.
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Stef
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 09. Feb 2006, 22:42:58 |
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| Postrank 5 |
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Registriert: 11. Jan 2006, 20:26:53 Beiträge: 254 Wohnort: Siegen
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Immer brav - nee, das sind sie nicht...
Ich versuchem sie alle möglichst gut und sicher auszubilden, aber meine Pferde sind von sehr unterschiedlichem Temperament und auch unterschiedlichem Ausbildungsstand. Ich kann nicht jedes meiner Pferde für jeden Klienten einsetzen, aber das ist ja auch ok so.
Ich kenne die Situationen, wo ich denke, diese Pferd-Reiter-Kombi hätte ich nicht ausgesucht, aber in der Therapie funktioniert es dann gut. Und sei es, um Grenzen aufzuzeigen.
Zwei meiner vierbeinigen Mitarbeiter sind ganz sicher keine geeigneten Allround Therapiepferde. Sie sind nur mit Menschen, die ihre Reaktionen gut steuern können und mit uns, die wir sie gut kennen einsetzbar.
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Tina-Reittherapeutin
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 10. Feb 2006, 07:46:44 |
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Registriert: 09. Mai 2005, 10:15:11 Beiträge: 559 Wohnort: Norddeutschland /Jade
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hmm, also ich hab erstmal überlegen müssen, was denn "brav" IST !
Situation : Meine kleinste Patientin ist 3, mein ältester 34 . Alle haben geistige und körperliche oder seelische Behinderungen. Sobald jemand von DIESEN mit meinem Therapiepferd in Kontakt tritt, ist er für diese ABSOLUT einschätzbar und " brav ". Kommt jetzt ein Betreuer, der sich seiner Sache nicht ganz sicher ist und führt, dann kann es sein, dass mein Pferd sagt : " eh, mach das mal richtig, geh da lang" oder " ich zeig dir mal wo ich lang gehen will". Ist das jetzt NICHT brav !?
Sitzt jemand auf ihm drauf, der ihm mal zeigen will was er drauf hat, kann es sein das er sagt : Nö nö nö, so nich. oder Ich beweg mich keinen Schritt mit Dir. Will einer mit ihm alleine ins Gelände und ist sich unsicher sagt er : Ok, ich glaube wir gehen besser zurück zum Stall ( dreht sich um und geht seinen Weg zurück zum Stall )
Also, ich finde das ist "Brav" !
LG Tina
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Stef
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 15. Feb 2006, 18:25:54 |
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| Postrank 5 |
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Registriert: 11. Jan 2006, 20:26:53 Beiträge: 254 Wohnort: Siegen
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Ja, ich finde, das der von Dir geschilderte Fall "brav" ist.
Mal was anderes zum Thema Therapiepferde:
Was mutet ihr den euren denn so an Arbeit zu?
Wie lange müssen sie was tun?
Wie und welchen Ausgleich bekommen sie?
Das finde ich ein schwierges Thema, da sich die Pferde ja einerseits wirtschaftlich "tragen" müssen, man es andererseits mit einem Tier zu tun hat, dem man den Sinn von "Arbeit" nicht vermitteln kann.
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 15. Feb 2006, 20:15:10 |
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| Postrank 3 |
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Registriert: 06. Feb 2006, 19:12:07 Beiträge: 57 Wohnort: Bayern
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Hallo, das ist ein Thema das mich immer sehr beschäftigt.
Da meine Pferde sich "nur" tragen müssen ist es nicht ganz so schwierig wie für Pferde, welche auch noch Gewinn (zum Leben des Therapeuten) etwas erwirtschaften müssen.
Witterungsbedingt hat mein Pony im Winter weniger Stunden (2-3 Stunden in der Woche), ab Spätfrühjahr bis Spätherbst je nach Wetter bis zu 6 Stunden pro Woche. Die sind recht gut verteilt.
Die anderen Pferde sind ca. 3-4 Stunden im Einsatz.
Als Ausgleich haben alle Rb, haben alle 1-2 mal im Jahr Beritt (da hole ich jemanden), die Rb nehmen ab Frühjahr regelmäßig Reitunterricht bei unserer RL die auch den Beritt macht. Dann werden die Pferde tw. longiert, Langzügel, Doppellonge, Schlitten ziehen, spazieren gehen, Ausritte, Bodenarbeit. Das meiste machen die Rb nach einer intensiven Einarbeitung. Ich zeige den RB zwischendurch immer wieder mal was sie ev. verändern müssten, und arbeite abwechselnd mit den Pferden.
Ansonsten leben die Pferde in einem großzügigem Offenstall mit großem Auslauf und weide (wenns geht).
Manchmal wünsche ich mir mehr Zeit füre die Pferde, aber na ja ...
Ach, im Sommer sind wir mehrmals zum baden gegangen, das hat den Pferden gut gefallen und sie wurden mal richtig sauber (der Behang von den Tinkern geht mit Wasserschlauch gar nicht so sauber wie im Fluss).
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Stef
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 15. Feb 2006, 22:16:34 |
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| Postrank 5 |
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Registriert: 11. Jan 2006, 20:26:53 Beiträge: 254 Wohnort: Siegen
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Oh, da haben es Deine aber gut...
Meine müssen in jedem Fall zweimal täglich ran, manchmal auch dreimal. Allerdings ist das Programm recht abwechslungsreich und reicht vom Ausritt im Wald über Longenstunden zu geführten Runden auf dem RP, Bodenarbeit, Springen, freies Training, usw usf.
Alle Pferde haben eine RB, die einmal wöchentlich bei mir Unterricht haben und auch sonst mit den Pferden Kurse besuchen dürfen. Wir gehen gemeinsam auf Wanderritte. Zweimal im Jahr machen wir den Betrieb ganz dicht, dann dürfen die Rösser rumstehen.
Die Pferde leben mit zehn weiteren in einer Offenstallherde mit Weidegang, soweit das Wetter es zulässt.
Ich würde es gerne hinbekommen, dass alle Pferde maximal zweimal täglich mit Klienten unterwegs sein müssten, aber das haut nicht hin, wenn mal ein Pferd ausfällt. Auch hätte ich, wie Du, wirklich gerne mehr Zeit.
Zum Glück gehört es zu meiner Arbeit auch Stunden einfach in der Herde zu verbringen und den Pferden etwas Gutes zu tun oder sie einfach nur zu beobachten.
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Katja Meng
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Betreff des Beitrags: Brav... Verfasst: 19. Feb 2006, 14:26:00 |
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| Postrank 1 |
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Registriert: 19. Feb 2006, 13:59:45 Beiträge: 5 Wohnort: Allersberg
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wollen wir denn nicht das die Pferde arttypisch reagieren-darauf baut doch die ganze Therapie auf. Das Pferd ist sehr spontan in seinen "Äußerungen" jeglicher Art... Dafür habe ich auch so viele verschiedene Pferde. Das erkläre ich auch den Eltern so, wenn sie sich wundern das ein Pferd mal nicht metgeht-oder geht
Das sie brav sind setzt man doch vorraus-wer würde einen durchgeknallten Vollblüter der den ganzen Tag in der Box fristet und geladen ist unter ein vielleicht ängstliches Kind schieben? Das sind dann wohl eher die schwarzen Schafe. Ich glaube niemend der seinen Job ernst nimmt würde ein Pferd einsetzen, von dem er denkt: das wird schon gutgehen-oder?
Zum Thema Arbeitsaufwand pro Pferd:
Ich versuche alle Pferde nur max. 1x am Tag gehen zu lassen, aber wie schon von anderen erwähnt, ist das aus verschiedensten Gründen einfach nicht immer möglich. Ich habe aber in keinster Weise den Eindruck das eines der Pferde überlastet ist, wenn es den seinen Ausgleich in der Gruppe hat, natürlich auch genug Pause zwischen den Stunden. Es kommt auch ganz darauf an, was für Klientel mit ihm arbeitet. Zwei zappelige Kinder, zwei spastisch gelähmte an einem Tag würde ich auch zu viel finden.
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