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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann. Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.
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Susannah
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Betreff des Beitrags: Mein absolutes Highlight Verfasst: 25. Mär 2007, 18:57:18 |
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Registriert: 25. Mär 2007, 18:41:13 Beiträge: 332
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Hallo,
ich bin neu hier und sage lieber gleich, dass ich kein Reittherapeut bin.
Ich mache selber eine Reittherapie. Ich lese hier im Forum schon lange mit und habe mich aber bis jetzt nicht getraut zu schreiben. Ich bin immer ziemlich unsicher, weil ich gar nicht genau weiß was ich hier suche.
Ich bin schon sehr lange krank. Da mir herkömmliche Therapie nicht viel weiterhilft, habe ich es mit alternativen Therapien probiert. Ich war bereits drei mal zur Delphintherapie in Israel und habe vor ein paar Monaten mit dem Therapeutischen Reiten begonnen.
Ich bin an einem ganz tollen Hof und fühle mich dort relativ sicher, was für mich schon ziemlich viel heißen mag.
Für mich ist der Termin jede Woche das absolute Highlight. Ein paar Stunden wo ich fast vergessen kann.
Ich hoffe sehr, dass ich dadurch langfristig weiterkomme.
Liebe Grüße, und danke, Susannah 
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Pancho
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 25. Mär 2007, 19:13:10 |
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Registriert: 23. Mär 2005, 20:45:25 Beiträge: 946 Wohnort: Schifferstadt
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Hallo und herzlich willkommen hier in unserem Forum...
Ich freue mich, dass Du dich jetzt entschlossen hast, hier mitzuschreiben...
Magts Du vielleicht ein bisschen mehr über dein Krankheitsbild erzählen?
Natürlich nur, wenn Du das auch möchtest...
Liebe Grüße 
_________________ Wo kämen wir hin, wenn alle nur sagen würden "Wo kämen wir hin?" und keiner ginge, um zu schauen, wohin man käme, wenn man denn ginge?
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Joey
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 25. Mär 2007, 20:24:27 |
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Registriert: 24. Jul 2006, 20:03:35 Beiträge: 1941 Wohnort: tiefstes Niederbayern *gg*
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Hallo Susannah!!!
Es freut mich sehr, dass Du Dich angemeldet hast. Und möcht Dich hier erst mal ganz herzlich willkommen heißen!!!
Wünsch Dir hier vor allem viel Spaß und natürlich auch all die Infos, die Du vielleicht wissen möchtest.
Zitat: Ich bin immer ziemlich unsicher, weil ich gar nicht genau weiß was ich hier suche.
Kann Dir schon sagen, was Du hier suchst...  Du kannst uns helfen!
Zumindest für mich ist es sehr interessant, meine Arbeit mal von der anderen Seite zu erleben. Du kannst mir helfen, die "andere Seite " kennen zu lernen.
Das würde sehr zur Qualität meiner Arbeit mit beitragen.
Wenn Du magst, erzähl doch Deine Erlebnisse mit Therapien und wie Du das alles erlebst und empfindest.
Es würde mich halt natürlich auch noch sehr interessieren, welcher Art Deine Behinderung ist. Kann aber sehr gut verstehen, wenn Du hier in der Öffentlichkeit vielleicht nicht darüber schreiben möchtest.
Also dann. Wünsche dir alles Gute und viel Freude weiterhin mit den Tieren.
Ach ja, woher bist Du denn eigentlich, wenn ich das fragen darf?
LG Claudia 
_________________ „Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte - das Unum des Universums.“ Novalis
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Susannah
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 25. Mär 2007, 21:17:11 |
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Registriert: 25. Mär 2007, 18:41:13 Beiträge: 332
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Hallo Pancho, hallo Joey,
danke für das herzliche Willkommen heißen, hat mich sehr gefreut.
@ Joey Es würde mich sehr freuen, wenn ICH mal jemandem helfen könnte, also wenn jemand Fragen an mich hat, quasi von der anderen Seite her betrachtet, beantworte ich sie gerne, soweit ich das kann.
Manchmal habe ich auch Fragen, also wenn ich darf?
Ich bin immer sehr unsicher, was auch mit meiner Erkrankung zusammenhängt.
Ja, womit wir bei eurer Frage wären.
Hmm, ich habe eine psychische Erkrankung, die ziemlich weitgefächert ist.
Ich leide an einer Persönlichkeitsstörung, habe aber zusätzlich eine Essstörung und diverse Ängste. Ursache liegt wohl in in ziemlich starken Traumatisierungen, die in meiner Kindheit waren.
Ziemlich schwieriges Thema.
Ich hoffe, ich habe jetzt niemanden abgeschreckt.
Ich komme aus dem Nürnberger Raum.
Was mich interessieren würde, ob ihr alle Therapeuten seit und welche Ausbildung ihr gemacht habt, um jetzt mit kranken Leuten und den Pferden arbeiten zu können.
Liebe Grüße, Susannah
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Tina&Danny
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 25. Mär 2007, 22:57:36 |
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Registriert: 18. Sep 2006, 16:39:21 Beiträge: 81 Wohnort: bei Kaiserslautern
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Hallo Susannah,
Auch ich möchte Dich herzlich hier begrüßen und Dir Mut machen alle Fragen zu stellen, die Dich interessieren, denn wie sagt man: "Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten"
Erstmal zu Deiner Frage:
Also ich bin keine Therapeutin. Ich komme langsam zum Ende meines Sozialpädagogik Studiums. Tja wie kam ich zu der Idee Heilpädagogische Arbeit mit Pferden?? Ich bin in einer Pferdezeitschrift, durch einen Artikel, auf dieses Thema aufmerksam geworden und habe mich dann im letzten Jahr dazu entschlossen die Ausbildung über die Organisation Lebenshilfe bei Frau Brossard zu machen. Ich bin gerade dabei über dieses Thema meine Diplomarbeit zu schreiben und lese mich dazu natürlich durch allerhand Literatur zum Thema. Hierbei fällt eigentlich immer wieder auf, dass das Spektrum dieser Arbeit fast keine Grenzen kennt und man meiner Meinung nach nur gut und professionell arbeiten kann wenn man sich auf Bereiche spezialisiert und immer wieder weiterbildet. Jeder Patient hat seine eigene Geschichte, oder auch Krankheit, was immer wieder interessant, spannend und eine Herausforderung ist.
Ohh Gott jetzt lall ich Dich hier voll. Sorry, hoffe ich konnte wenigstens ein bissl antworten.
Was mich sehr interessieren würde, wäre wie so Deine Eindrücke von Deiner Reittherapie sind??!! Wie sieht eine typische Stunde aus, was macht ihr da so?? Wie wirkt das Pferd auf Dich?? Was würdest Du Dir noch wünschen??
_________________ Liebe Grüße Tina
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Martina
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 25. Mär 2007, 23:38:36 |
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| Postrank 7 |
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Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41 Beiträge: 708
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Hallo Susannah,
ich freue mich auch, daß Du hier mitschreibst. Eigentlich ist dieses Forum ja gerade auch für den Austausch von Teilnehmern der Reittherapie gedacht, um sich hier Tipps und Anregungen usw. zu holen. Und eben auch für den Austausch zwischen Teilnehmern und Anbietern.
Leider schreiben hier so gut wie keine Teilnehmer mit. Flocke war mal längere Zeit hier und hat auch über ihre Reittherapie berichtet, das war aber leider die einzige.
Zu Deinen Fragen. Ich bin auch noch keine Reittherapeutin. Ich bin Sozialpädagogin, habe als solche mit verschiedensten Menschen gearbeitet.
Auf die Verbindung zu den Pferden bin ich erst sehr viel später gekommen, ich war zwar früher super "pferdeinteressiert", aber herkömmlicher Reitunterricht usw. haben mir das ziemlich verleidet. Über eine Bekannte (die auch Selbsterfahrung und Psychotherapie mit Pferden anbietet) bin ich dann zu supergutem Reitunterricht gekommen und merke dabei auch an mir selbst, wie sehr Pferde selbst kleinste Dinge wahrnehmen und spiegeln und finde das immer wieder klasse.
Daher überlege ich eben, diese Weiterbildung zu machen, wobei ich mich momentan dazu entschlossen habe, erst noch besser reiten zu lernen (bin von Trainer C noch weit entfernt  ), bevor ich das mache.
Viele Grüße,
Martina
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Susannah
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 26. Mär 2007, 10:24:01 |
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Registriert: 25. Mär 2007, 18:41:13 Beiträge: 332
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Hallo Tina&Danny, hallo Martina,
danke für eure Antworten.
Ich bin immer noch ziemlich unsicher hier zu schreiben, aber es wird schon besser, ich werde ja hier auch so nett begrüßt.
@ Tina
Meine Eindrücke von der Reittherapie sind eigentlich echt durchwegs gut. Ich arbeite mit meiner Therapeutin und einem ganz tollen Pferd zusammen. Für mich ist es ganz wichtig immer dasselbe Pferd zu haben, es wird auch immer versucht, das zu ermöglichen. Im Stall gibt es bestimmt 15 Pferde wobei einige noch in Ausbildung sind, und noch nicht für die Therapie verwendet werden. Es ist ein reiner Therapiestall. Also dort gibt es alle Möglichkeiten der Reittherapie, und des Reitens für Behinderte. Wobei ich wohl dort auch eine Ausnahme bin. Die meisten Reiter dort, sind körperbehindert oder geistigbehindert und reiten in Gruppen. Ich habe Einzelstunden, wobei das anders für mich wohl auch nicht möglich wäre. Eine typische Stunde sieht so aus, dass ich erst zusammen mit meiner Therapeutin Pferd putz und startklar mache, und dann in die Halle gehe und dann sieht das ganz unterschiedlich aus. Meistens reite ich erst im Schritt an der Longe, während sie nebenher geht. Das ist für mich ganz wichtig, dass auch sie ganz nah am Pferd ist, das hilft ungemein gegen die Angst. Jenachdem wie es mir geht, reite ich mittlerweilen auch frei, also ohne Longe, im Schritt und im Trab. Mittlerweilen habe ich das galoppieren begonnen, das aber nur an der Longe. Ist manchmal echt schwer und kostet mir viel Überwindung, aber ich will das selber lernen. Das ist für mich sowieso das wichtigste, dass ich selber entscheiden darf, was ich mich trau oder eben nicht.
Das Pferd ist ganz klasse. Ist eigentlich ein Pony, aber ein ganz lieber. Ich weiß, dass er mich nie abwerfen würde und jedesmal, wenn ich unsicher auf seinem Rücken werde, merkt er das sofort und hilft mir, indem er z.B. vom Trab in Schritt geht. Andererseits hat er auch seinen Dickkopf und fordert mich schon heraus, alles ganz genau zu machen.
Das schönste daran ist aber, dass er mich mittlerweilen schon kennt, und mich begrüßt, wenn ich komme. Ein ganz tolles Gefühl, wenn man selber immer denkt, man ist nichts wert.
Oje, jetzt habe ich einen ganzen Roman geschrieben. Sorry.
Liebe Grüße, Susannah
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Pancho
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 26. Mär 2007, 17:00:38 |
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Registriert: 23. Mär 2005, 20:45:25 Beiträge: 946 Wohnort: Schifferstadt
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Zitat: Oje, jetzt habe ich einen ganzen Roman geschrieben. Sorry.
Kein Grund für "Sorry"....
Du kanst schreiben soviel du möchtest
Liebe Grüße 
_________________ Wo kämen wir hin, wenn alle nur sagen würden "Wo kämen wir hin?" und keiner ginge, um zu schauen, wohin man käme, wenn man denn ginge?
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Joey
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 27. Mär 2007, 15:47:10 |
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Registriert: 24. Jul 2006, 20:03:35 Beiträge: 1941 Wohnort: tiefstes Niederbayern *gg*
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Hi nochmal!
Danke für Deinen "Roman"!  Es ist sehr interessant zu lesen und wie gesagt, ich kann daraus wirklich lernen!!
Es ist ja nicht alltäglich, dass man die Möglichkeit hat, die Stunden aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.
Danke für die Erklärung zu Deiner Beeinträchtigung. So kann ich mich beim Lesen besser in Dich hineinversetzen.
Du scheinst in einem sehr großen Stall zu reiten. Freut mich für Dich, dass es Dir dort so viel Spaß macht. Und Respekt, dass Du den Mut hast, Deine Angst zu überwinden!
Auch ich bin keiner Therapeutin.
Mein Grundberuf ist Erzieherin. Und ich mache auch die Weiterbildung bei Frau Brossard - im gleichen Kurs wie Tina.
Ich arbeite inzwischen freiberuflich (steh aber noch vollkommen am Anfang) bei einer Ranch.
Magst ein Foto sehen? Bitte schön:
Die Ranch und mein Therapiepferd Sabsi:
Im Moment arbeite ich mit sieben Personen. Sie sind alle aus verschiedenen Gründen da.
Hast Du noch Fragen an mich? Bitte immer gern!!
Und ich hab auch eine an Dich  : Wie alt bist Du, wenn ich fragen darf?
LG Claudia
_________________ „Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte - das Unum des Universums.“ Novalis
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Susannah
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 27. Mär 2007, 16:41:50 |
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Registriert: 25. Mär 2007, 18:41:13 Beiträge: 332
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Hallo Claudia,
danke für deine Antwort. Du kannst mich gerne fragen, wenn du irgendwas wissen willst, ich würde mich freuen, auch mal jemandem helfen zu können.
Hmm, ich bin 22 Jahre alt.
Deine Ranch sieht echt toll aus.
Ja, ich bin in einem relativ großen Hof, es ist aber ein reiner Therapiehof, das macht es für mich leichter, weil eben dort kein "normaler" Reitbetrieb stattfindet. Neben den ca. 15 Pferden, gibt es dort noch Hasen, Katzen, Hunde, Enten, Schafe und Minischweine. Das ist ein ganzer Zoo, aber es ist toll auch die anderen Tiere streicheln und beobachten zu können.
Ich fühle mich dort wirklich ziemlich wohl.
Hmm, ich hätte schon eine Fragen, nämlich ob du schon mal mit jemandem wie mit mir gearbeitet hast, also ich meine mit meinen Problemen? (speziell mit Traumatisierungen?)
(Das würde mich bei den anderen Therapeuten auch interessieren. )
Ich habe immer ein bisschen Angst meine Therapeutin zu überfordern. Ich bin sicher nicht einfach.
Liebe Grüße, Susannah
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Joey
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 27. Mär 2007, 19:51:04 |
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Registriert: 24. Jul 2006, 20:03:35 Beiträge: 1941 Wohnort: tiefstes Niederbayern *gg*
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Weist Du was, ich finde das eben grad absolut lieb (schon fast rührend) von Dir.
Ich bin mir sicher, Du überforderst Deine Therapeutin nicht. Sie hat diesen Beruf ergriffen in vollem Bewusstsein, was ihr Aufgabenbereich sein wird. Du bist sicher nicht ihre einzige Klientin und ich denke, sie wird sich ihrer Sache sicher sein. Sonst würde sie diesen Beruf nicht machen.
Und dann ist es auch so, musst Du wissen, dass die meisten Therapeuten/Reittherapeuten/Reitpädagogen ja mit ihren Klienten eine Schnupperstunde machen. Und meistens kann man da schon einschätzen, welche Art der Arbeit auf beide zukommt. Wenn Du die Kräfte Deiner Therapeutin übersteigen würdest, hätte sie das - könnte ich mir vorstellen - schon in den ersten Stunden gemerkt. Und Dich an einen für Deine individuellen Bedürfnisse besser passenden Hof quasi "überwiesen". Aber nicht, weil Du evtl. in Deiner Person so "schlimm" wärest, sondern weil sie dann einfach nicht die geeignete Fachkompetenz für Symptomatiken wie Du sie zeigst hast.
Verstehst Du, was ich mein?
Normalerweise nehmen Therapeuten die Symptome ihrer Klienten nicht persönlich. Denn sonst könnte man nicht arbeiten.
Mach Dir also darum keinen Kopf.
Hast Du auch im Zuge der Therapie Kontakt mit dem "Streichelzoo" bei Euch? Oder machst Du das mal eben vor oder nach den Einheiten?
Du sprichst das Thema "Probleme in der Öffentlichkeit" an. Wir sind tatsächlich ein öffentlicher Hof. Es stehen 20 Pferde bei uns. 12 davon sind Einsteller. D.h. die Besitzer gehen am Hof aus und ein.
Unser Hof wäre dann wohl nicht so geeignet für Dich. Oder glaubst Du nicht, dass durch den schützenden Rahmen, den Dir die Pferde oder die Tiere bieten, Deine Schwierigkeiten zu mindern wären?
Übrigens halte ich Dich für wirklich mutig. Möchte Dir gern zu Deiner Courage gratulieren, dass Du hier mit uns schreibst.
Meine Klienten haben die unterschiedlichsten Beweggründe, dass sie zu mir und den Pferden kommen.
"Traumatisierte" Klienten im klassischen Sinn hab ich nicht. Aber es kommt ein Junge zu mir, dessen Mutter ist schwerst krank.
Er ist insofern traumatisiert, weil er die Lebensgefahr, in der seine Mutter dauerhaft schwebt, spürt.
Meine Arbeit ist nicht therapieren im klassischen Sinne von "heilen". Was ich mache nennt sich "Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd".
Da ich keine Ausbildung zum Psychotherapeut habe, versuche ich auch nicht tiefenpsychologische Diagnosen zu erstellen. Sondern ich versuche dem Klienten zu helfen, mit seinen Symptomen zu leben.
Sie vielleicht auch zu erkennen und zu analysieren. Dabei ist es für mich wichtig, mit Ärzten zusammen zu arbeiten und evtl. auch mit den Therapeuten der Klienten.
Die Grenzen zur Therapie sind dabei fließend, das ist klar.
Hoffe ich konnte Dir ein wenig Deine Frage beantworten.
LG Claudia

_________________ „Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte - das Unum des Universums.“ Novalis
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Susannah
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 28. Mär 2007, 16:15:12 |
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Registriert: 25. Mär 2007, 18:41:13 Beiträge: 332
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Hallo Claudia,
danke dir.  Also wegen dem, dass du mich lieb findest.
Ja, ich versuche mir schon immer zu sagen, dass meine Reittherpeutin ja das alles gelernt hat und dass es ja ihre Verantwortung wäre, mir zu sagen, wenn sie nicht klar käme.
Ich habe nur leider schon erlebt, dass manche Leute, auch Therapeuten mit traumatisierten Leuten nicht so gut klar kommen, weil es ja schon etwas spezielles ist und viele nicht verstehen können, warum man manche Dinge, die selbstverständlich für die meisten sind, nicht so einfach machen kann. Es ist eben nicht etwas gleich sichtbares, überhaupt psychische Probleme, und viele können sich leider nicht vorstellen, wie gehandicappt man dennoch sein kann.
Deswegen habe ich manchmal die Angst, dass viele mit seelisch kranken Menschen nicht so gerne arbeiten möchten, wie mit körperlich oder geistig behinderten. Auf den ersten Blick wirke ich sicherlich "normal", aber dennoch naja..., ist alles nicht so einfach.
Mit dem "Streichelzoo" dort habe ich meisten vor und nach der eigentlichen Therapie Kontakt. Es ist einfach schön, die Tiere besuchen zu können, manchmal zu füttern, oder einfach nur zu streicheln.
Hmm, für mich ist es einfacher wenn ich weiß, dass dort am Hof kein Schuldbetrieb herrscht. Mit Privatleuten, die ihre Pferde eingestellt haben, hätte ich wahrscheinlich keine Probleme, aber wie du schon schreibst, ich fühle mich durch die gewohnten Leute und Tiere dort schon viel sicherer, und kann mich dort auch schon freier bewegen, wenn z.B. Seminargäste da sind.
Meine Reittherapeutin hat auch keine Psychotherapieausbildung. Aber es geht so gut. Sie hat schon mit psychisch kranken Menschen gearbeitet und lernt an mir weiter.
Ich gehe nebenher noch zu einer klassischen Therapeutin und zu einem Arzt. Meine Psychologin unterstützt aber vollends die Reittherapie und ist geradezu begeistert davon.
Liebe Grüße, Susannah
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Joey
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 28. Mär 2007, 19:06:54 |
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Registriert: 24. Jul 2006, 20:03:35 Beiträge: 1941 Wohnort: tiefstes Niederbayern *gg*
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Schön, dass es so gut klappt. Freut mich für Dich.
Wann hast denn die nächste Stunde? Magst dann vielleicht wieder davon berichten?
LG
_________________ „Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte - das Unum des Universums.“ Novalis
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Susannah
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 29. Mär 2007, 09:05:00 |
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Registriert: 25. Mär 2007, 18:41:13 Beiträge: 332
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Hallo Claudia,
ich habe meine nächtste Stunde wahrscheinlich am Montag.
Hmm, was meinst du denn soll/kann/darf ich berichten??
Ich will niemanden langweilen oder nerven.
Liebe Grüße und danke für deine Antworten.
Susannah
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Pancho
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 29. Mär 2007, 10:50:27 |
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Registriert: 23. Mär 2005, 20:45:25 Beiträge: 946 Wohnort: Schifferstadt
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Hallo,
ich kann dir versichern, dass Du hier niemanden langweilst oder gar nervst!
Ganz im Gegenteil, die Sicht einer Patientin / Klientin ist für dieses Forum eine Bereicherung und eine Hilfestellung und vielleicht auch Orientierungshilfe für andere Hilfesuchende...
Fühl dich bitte absolut frei hier so viel und so oft zu schreiben wie du möchtest, wichtig ist nur dass du es möchtest
Liebe Grüße 
_________________ Wo kämen wir hin, wenn alle nur sagen würden "Wo kämen wir hin?" und keiner ginge, um zu schauen, wohin man käme, wenn man denn ginge?
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