Hallo!
Hab grad meinen Kontostand angeguckt....

Nein, reich wird man nicht. Hab noch kurz überlegt, ob ich vielleicht a Bank überfallen soll...

... aber das lass ich lieber. *gg*
Also, ich lebe von der Tiergestützten Heilpädagogik. Ja, man kann. Aber Urlaub, tolle Klamotten, regelmäßiges abendliche Ausgehen oder Essen gehen ist nicht drin. Im Moment bin ich auch noch am Aufbauen.
In aller erster Linie sind - wie oben beschrieben - die Pferde dran. Tierarzt, Futter, Heu, Stroh und die Versicherungen.
Dann sind´s gelegentliche Anschaffungen, wie z.B. Sattel, Zaumzäug und die gesamte Ausrüstung für die Pferde und die Arbeit mit ihnen.
Hufschmied, Therapiematerial, Stallpacht.... Uuuund sooo weiter...
Zudem hab ich zwei Kinder, zwei Hasen, eine Katze und einen Hund. Auch die wollen versorgt sein.

Was die Kinder für die Schule brauchen, unsere Lebensmittel, unsere Getränke.... klar.
Hosen, Schuhe, Verein, Hobby...
Benzinkosten, Lebenshaltung Haus (also Strom, Wasser, Heizung, Telefon, Handy(s)...).....
Wenn du nicht bei einem Arbeitgeber angemeldet bist, musst du KK selber zahlen. Rentenversicherung hast du dann nur, was du selber sparst und Arbeitslosenversicherung glaub ich kann man freiwillig einzahlen, damit man den Anspruch nicht verliert.
Da ich meiner Kinder´d wegen über die Mittagszeit zu Hause bin, kann ich nur vormittags Arbeiten und nachmittags drei Stunden. In dieser Zeitspanne müssen die Pferde trainiert werden, ausgemistet und gepflegt...
Wenn du hauptberuflich arbeiten möchtest, brauchst du mindestens drei, besser vier Pferde.
Ich arbeite an zwei Höfen. Ein Hof in Wallersdorf mit drei Pferden, ein Hof in Reisbach (Anja-Wojahn-Stiftung) mit einem Pferd. Dieser einen Stute wird es aber schon zu viel. Über kurz oder lang werde ich in Reisbach noch ein Pferd brauchen.
Außerdem musst du damit rechnen, dass auch mal ein tierischer Kollegen krank werden könnte. Das bedeutet dann evlt. auch mal eine oder zwei Stunden Einnahmen am Tag weniger. Dazu die Tierarztkosten.
Du selber kannst (darfst) nicht krank sein. Das ist Luxus, den du dir nicht leisten können wirst.

Zudem lass ich mir immer mal wieder etwas einfallen. Wir machen in den Ferienprogrammen mit, wir richten Kindergeburtstage aus und ich verkaufe Gutscheine, für Reitstunden. Also einfach Dinge, die immer mal wieder ein wenig Geld bringen.
An den Abenden bin ich grad dabei, AT-Kurse zu geben. Und zudem mach ich ab Mai eine Ausbildung zur Psychotherapeutin auf HP-Basis. Um dann mit Erwachsenen zur Lebensfindung zu arbeiten - auch mit Hilfe der Pferde.
Es gilt, je fleissiger man ist und um so mehr man sich einfallen läßt, um so besser ist es für´s Geschäft. Grad auch mit RU kann man schon wirklich gut Geld dazuverdienen. Den RU hab ich aber jetzt wegfallen lassen, weil ich gemerkt habe, das ist nicht meins. Das war nur Mittel zum Zweck für´s Geld verdienen, ist aber nicht das, wo mein Herz dran hängt.
Für mich am wertvollsten ist als Auftraggeber die
Anja-Wojahn-Stiftung und die Lebenshilfe Dingolfing-Landau e.V.
Dann kommen noch mal immer wieder Anfragen von Caritas, BRK und ähnlichen...
Zudem arbeite ich mit den Jungendämtern zusammen. Das HBP wird von den Jugendämtern nach §35 - wenn gegeben - bezahlt.
Warum mach ich das dann? Weil es der schönste, beste, interessanteste und für mich wie gemachteste Beruf ist, denn es geben kann.
Es gibt für dich die Möglichkeit, dir vom AA helfen zu lassen. Durch das Existengründung-Hilfsprogramm werden die laufenden Kosten mit Zuschüssen gedeckt.
Dazu musst du dich erstmal arbeitssuchend melden, machst einen Termin beim AA aus und besprichst das mit dem Beamten. Ein dreiviertel Jahr lang bekommt man - glaub ich - 800.- Euro, dann noch ein viertel Jahr lang (oder war´s ein halbes) etwas weniger. Das wissen aber die freundlichen Damen und Herren vom AA.
Hier ein Link dazu:
http://www.startup-helfer.de/existenzgr ... chuss.htmlZu dem Thema kann ich dir auch noch die Aktiv-Senioren empfehlen. Mit haben die sehr gut geholfen!!
Und man kann auch noch einen Kredit zur Existenzgründung aufnehmen. Davon rate ich dir aber eher ab... also, ich würd´s mir nicht trauen.
Wenn es dir ein paar wenige Opfer wert sind,

dann kann ich dir dazu raten. Aber es ist nicht leicht! Und kostet sehr viel Kraft, Geduld, mentale Stärke und Ausdauer.
Wenn du mich mal anrufen magst, dann bitte gern. Oder wenn du mal kommen magst. Weiß nicht, von wo bist du denn?
LG Claudia
Und PS: Es wäre schon sehr, sehr empfehlenswert, wenn du wenigstens einen kleinen Kundenstamm schon hättest.
Bei mir hat es drei Jahre gedauert, bis ich so viele Klienten und Kunden hatte, dass ich davon leben konnte. Allerdings auch nur wegen des RU´s und ein paar Dinge drum rum.