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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann. Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.
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Flocke
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Betreff des Beitrags: Ist meine Angst berechtigt? Verfasst: 03. Apr 2006, 20:45:20 |
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| Postrank 3 |
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Registriert: 03. Apr 2006, 20:33:50 Beiträge: 87 Wohnort: Hessen
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also, will mich ml kurz vorstellen:
bin 21 jahre alt und werde noch vom jugendamt finanziel unterstütz und sie zahlen für meine betreuerin (bin im betreuten einzelwohnen).
seit einiger zeit habe ich eine neue sozialarbeiterin und die meinte beim hilfeplangespräch ich wäre gefühlsblind und taub... meine therapeutin (ich mache traumatherapie) sieht das anders, ich bin sehr wohl in der lage meine und die gefühle von anderen wahrzunehmen, einzuschätzen und darauf zu reagieren... aber egal...
diese sozialarbeiterin meinte ich solle therapeutisches reiten machen, das jugendamt würde zahlen.
so weit so schön, immerhin hat sie es durch dieses angebot fast geschafft mich zum weinen zu bringen...
mein problem ist nun nicht etwa, das reiten, oder die pferde allgemein. als kind habe ich voltigiert und ein bekannter züchtet trakehner, da habe ich oft ausgeholfen und bin auh ins gelände geritten. all dass ist nun aber schon jahre her. ich lehen mich, meinen körper, mein leben und generell eigentlich alles erstmal ab, wobei sich das durch die therapie gerade wandelt....
meine aangst ist nun folgende, nämlich dieser therapeutische faktor. da ist nun eine therapeutin dabei, die wahrscheinlich ne ganze menge defizite feststellen und mich letztendlich und endgültig als "gefühlskrüppel" abstempeln wird.
ich habe einfach riesen angst!
lg flocke
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Tina-Reittherapeutin
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 04. Apr 2006, 06:25:40 |
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Registriert: 09. Mai 2005, 10:15:11 Beiträge: 559 Wohnort: Norddeutschland /Jade
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Guten Morgen Flocke,
erstmal heiße ich dich hier Herzlich Willkommen, schön dass du zu uns gefunden hast .
Toll, dass du uns soviel Vertrauen entgegen bringst, hier deine Angst zu äußern.
Deine Angst ist vielleicht ein "Produkt" deiner Erfahrungen, die du gemacht hast und die haben natürlich das Recht etwas Kritisch oder skeptisch zu betrachten. So funktioniert leider unser Gehirn
Vielleicht könnte es dir helfen, wenn ich dir etwas aus dem "Nähkästchen" erzähle und dir mal die Aufgaben und Arbeitsweise einer Reittherapeutin erläuter  .
Natürlich entwickelt jeder Therapeut mit der Zeit seinen eigenen Stil, es sind jedoch verschiedene Ansätze, die jeder beherzigt.
So haben sich z.B. viele Reittherapeuten zum Grundsatz gemacht, nicht die von dir befürchteten Defizite, in den Vordergrund zu stellen, sondern die Stärken, die vorhandenen Fähigkeiten, des Patienten...und mit DIESEN wird gearbeitet ( hervorgehoben, gestärkt und gefördert ).
Ganz erfreut wird sie sicher sein, von dir zu hören, dass du schon soviel Pferdeerfahrung mitbringst  .
Die Reittherapeutin hat dabei die Aufgabe, vermittelnd zwischen Dir und dem Pferd zu agieren. Dir werden dabei Verhaltensweisen des Pferdes erklärt, damit du es besser verstehen kannst etc. Zwischen dir und dem Pferd soll erstmal ein Kontakt hergestellt werden, der meistens ohne viele Worte abläuft ( du wirst in Ruhe gelassen und kannst dich mit dem Pferd bekannt machen und anders herum).
Du kannst sie auch darauf ansprechen, dass du gerne wüßtest, welche Ziele sie festlegt. Das ist nicht ungewöhnlich und gibt dir die Sicherheit, zu wissen, was da mit dir gemacht wird. Wenn du mal nicht weiß, was gerade ab geht, frag einfach nach, man wird dir ganz bestimmt antworten  .
Zum anderen gehört es zur Aufgabe, sich im Laufe der Zeit vom Patienten zu entfernen ( Abstand zu nehmen )..und ihn weitestgehend "alleine" mit Pferd umgehen zu lassen. Vielleicht ist es sogar möglich im Sommer mal einen Ausritt zu wagen ( als Handpferd oder geführt...das kommt dann drauf an ) ...du kannst ja schonmal vorfragen ob sowas später möglich ist .
Auch wenn ich hier immer vom "Patienten" spreche, muß ich sagen, die Leute die zu mir kommen, haben alle einen Namen und im Gespräch mit anderen, rede ich auch nicht von "Patienten" die gleich ihre "Therapiestunde" haben, sondern von xy, der gleich zum Pferd oder Reiten kommt.
Ich hoffe, dass ich dir etwas helfen konnte und würde mich riesig über einen kleinen "Bericht" deiner ersten Stunde freuen...wie es war und wie es dir gefallen hat.
Auf jeden fall wünsche ich dir ganz viel Spaß und Freude
LG
Tina
Ach, eins will ich noch sagen...Ich bin auch immer ganz aufgeregt, wenn jemand Neues kommt und ich nicht weiß wie er so ist usw.
_________________ " Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen." ( Goethe )
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Flocke
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 04. Apr 2006, 06:42:46 |
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| Postrank 3 |
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Registriert: 03. Apr 2006, 20:33:50 Beiträge: 87 Wohnort: Hessen
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hallo tina,
danke für die antwort. mir ist klar, dass ich vielen, wenn nicht sogar allen reittherapeuten unrecht tue, wenn ich von defizitorientierten ausgehe, aber das genau ist meine angst. und da ich endlich mal gan z konkret was spüre und nicht nur durcheinander gehe ich dieser angst nach. die wird, wie du schon sagtest einen grund haben...
wärend ich in einer klinik war, hatte ich einzelkörperwahrnemung, das habe ich aber sehr schnell abgebrochen. zu nah, zu entfernt, alles gleichzeitig. ich konnte es nicht ertragen, sie zeitweise nicht zu sehen, ich konnte es nicht ertragen wenn sie hinter mir war und ich ertrage es nicht mich vor anderen zu bewegen.
das sind irgenwie finde ich nicht die besten voraussetungen für reittherapie...
ih kenne diese frau nicht, habe nur einmal kurz mit ihr telefon iert (gestern), ich wirke sehr offe, keineswegs ängstlich, aber ich habe angst, mein ganzes leben besteht aus angst. ich müsste es ihr sagen, aber ängste preisgeben macht verletzlich...
jetzt warte ich dass es acht uhr wird, denn ich habe heute die ersten beidne stunden frei (mache fachabitur bereich sozialwesen) und ich will beim jugendamt anrufen und denen sagen, dass ich eine stelle gefunden habe und da auch plätze frei sind.
pferde sind so wunderbare wesen, ich würde dass shin gern machen, aber ich bin irgendwie skeptisch.... ich meine, ämter zaahlen im allgemeinen nicht gern und wahrscheinlich läuft die hilfe bei mir im sommer aus, ich glaub nicht dran, dass sie worthalten und mich das machen lassen.
ach man das ist alles so lächerlich, ich stell mich an wie ein kleinkind. im herbst will ich mit dem studieren anfangen... reittherapie macht sich glaube ich nicht so gut im lebenslauf...
lg flocke
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Tina-Reittherapeutin
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 04. Apr 2006, 07:54:02 |
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Registriert: 09. Mai 2005, 10:15:11 Beiträge: 559 Wohnort: Norddeutschland /Jade
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Hallo,
ich finde deine Angst garnicht albern oder "Kleinkindhaft" sonder sehr erwachsen ! Du gehst ihr ja sogar hinterher, nimmst sie quasi an die Hand und willst wissen wo sie herkommt und wie du mit ihr umgehen kannst. Respekt, das kann noch lang nicht jeder.
Wenn es dir nicht möglich erscheint mit der Reittherapeutin über deine Ängste zu sprechen, dann kannst du vielleicht "andersherum" an die Situation rangehen. Mit Fragen ! Bevor du dich überraschen läßt, was sie mit dir macht bzw. die Stunde aufbaut, frag ganz konkret was sie machen will...wozu das gut ist..usw. Wenn dir das irgendwie Angst macht, was sie dann sagt...hast du natürlich im Vorfeld die Möglichkeit zu sagen, dass du das lieber nicht machen möchtest. Niemand wird dich zwingen oder drängen es doch zu tun. Ihr habt dann die Chance zusammen zu überlegen, was dir Spaß machen könnte und für dich o.k. ist .
Das ist besser als in einer Situation zu stecken und diese mit einem unguten Gefühl abzubrechen !
Das du Bedenken hast, dass das JA nur bis Sommer zahlt kann ich nachvollziehen...erstmal ist es allerdings toll , dass sie überhaupt zahlen.
Ist das mit der Reittherapie im HPG beschlossen worden ?
Ich selbst war schon an zahlreichen HPGs anwesend und dabei ist es immer Ziel, Punkte festzuhalten, die für die Zukunft hilfreich sein könnten. Beim nächsten HPG ( ich schätze in 3 Monaten ? ) wird dann darüber gesprochen , wie du die Reittherapie findest und dann wird entschieden , ob es sinnvoll ist damit weiter zu machen. Aber diese Prozeduren kennst du ja sicher schon alle.
Ich wünsche dir noch einen schönen Tag  ( hier kommt gerade die Sonne zum Vorschein, herrlich )
LG
Tina
_________________ " Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen." ( Goethe )
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Flocke
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 04. Apr 2006, 07:58:47 |
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| Postrank 3 |
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Registriert: 03. Apr 2006, 20:33:50 Beiträge: 87 Wohnort: Hessen
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so, habe mit der soz.a. vom jugendamt gesprochen. meine betreuerin und ich sollen einen kurzen schriftl. antrag, mit indikation formulieren, in dem auch die kosten aufgeführt sind.
so, endlich eine ebene, die mir keine angst macht. formulieren kann ich, papier beißt nicht und bis das ganze genehmigt ist, habe ich mich an den gedanken vllt. gewöhnt.
kontrolle, jipppieeeee ich habe sie wieder....
lg flocke
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Tina-Reittherapeutin
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 04. Apr 2006, 08:12:38 |
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Registriert: 09. Mai 2005, 10:15:11 Beiträge: 559 Wohnort: Norddeutschland /Jade
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Hast du eigentlich mal ganz normalen Reitunterricht genommen?
wenn ja, wie war das für dich ? Hattest du Spaß dabei ?
LG
Tina
_________________ " Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen." ( Goethe )
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Flocke
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 04. Apr 2006, 08:26:53 |
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| Postrank 3 |
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Registriert: 03. Apr 2006, 20:33:50 Beiträge: 87 Wohnort: Hessen
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hallo tina,
nei nicht wirklich, als kind habe ich volitigierstunden gehabt. das war genial, ich hatte null angst. stehen, rolle rückwärts in allen gaangarten kein problem... wollte immer besonders früh da sein und weg am liebsten garnicht...
ein freund meiner mutter züchtet pferde und da habee ich ausgeholfen, für die knirpse aufgesattelt oder nochmal alles kontrolliert, ausgemistet, gefüttert, getränkt und dann irgendwann mit geritten. war einfach so, dass er an dem tag zu viele reitschüler hatte und gern jemand dabeihaben wollte. kurze runde an der longe und ich wwar dabei. am anfang wollte ich nur stuten oder den absoltu gutmütigen wallach reiten. da ergab sich dann ein problem, denn er hatte zwei hengste, eine trakehner und einen hannoverner. der hannoveraner hat sich garnicht untergeordnet, wollte immer an die spitze und dass war für ihn als reitlehrer halt nicht so toll, denn er musste ja immer mal nachsehen wwas die anderen so machen, also sollte ich ihn nehmen. da hatte ich schon am anfang angst, erstens ein hengst, zweitens an der spitze und dann auch noch das "verbot" runterzufallen.
letztendlich wurde "goldklang" aber mein absoluter liebling, er ließ sich wunderbar reiten ( solange er vorne war), wir wurden ein super team und ich habe ihn immer genommen wenns möglich war.
ich habe keine angst vor pferden, auch nicht vorm reiten, ich habe angst vor menschen und ich hasse es beobachtet zu werden.
in der voltizeit war ich dass gewöhnt, da gehörte ungewolltes anfassen sowieso zu meinem leben, ausserdem war es eine gruppe, da viel ich nicht so auf. ich habe alles gemacht, was erwartet wurde und wollte weder lob noch sonst was, nur in ruhe gelassen werden. das höchste und beste was es ind der zeit für mich gab, war wenn ich unser pferd troken führen durfte...
und bei dem freund meiner mutter war ich sozusagen hilfskraft, siene aufmerksamkeit galt den reitschülern. ich fiel da nicht auf, war einfach da...
aber jetzt bin ich da alleine mit jemand, fortschritte werden erwartet und ich werde beobachtet. ich bin patient, objekt...
so angespannt wie ich bei dem gedanken bin, könnte ich mich gleich als raubtierverkleidet in die box begeben, so abschreckend muss ich auf pferde wirken....
so, muss jetzt zur schule. sowas kann ich besser, ist wohl auch zu erwarten bei einem iq von 126....
danke für dein interesse und die antworten, lg flocke
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Tina-Reittherapeutin
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 04. Apr 2006, 08:42:29 |
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Registriert: 09. Mai 2005, 10:15:11 Beiträge: 559 Wohnort: Norddeutschland /Jade
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 126 ?!  ..wow...na dann bin ich ja ne kleine Dumpfbacke gegen dich
aber weshalb ich frage , wegen dem Reitunterricht : Wenn ich jetzt anstelle deiner Reittherapeutin wäre und genau das, was du jetzt erzählt hast wüßte, würde ich genau DAS machen, was du von deinem Voltiunterricht erzählt hast. D.h. Volti. bzw. Longenstunden und Hauptbestandteil sollte die intensive Vor - und Nachbereitung des Pferdes sein, welche du ganz allein genießen könntest. ( eben alles was mit der Versorgung zutun hat ).
Auch SO kann " Reittherapie" aussehen !
LG
Tina
_________________ " Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen." ( Goethe )
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Flocke
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 04. Apr 2006, 14:31:27 |
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| Postrank 3 |
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Registriert: 03. Apr 2006, 20:33:50 Beiträge: 87 Wohnort: Hessen
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tja, wenn man sich meine rechtschreibung ansieht.... die war noch nie besonders gut und tippen ist ein noch größeres problem. ich habe generell ein problem, mehr mitteilen zu wollen als in so kurzer zeit geht, mein hirn überholt mich quasi, meine motorik hinkt hinterher....
mit dumpfbacke hat das nichts zu tun, für mich ist es eher ein hindernis, dass mich sozial noch mehr zum aussenseiter abstempelt. ausserdem wird eine ganze menge erwaret, fehler sind nicht gestattet. insgesammt würde ich mich als einseitig orientiert bezeichnen, zwar mit ner menge potential, aber dieses eben ungenutzt und meinen körper schleppe ich so mit...
vor und nachbereitung klingt gut, auf das pferd will ich noch nicht mal. dann schon lieber spazieren führen oder an der longe halten oder sowas.
eine alte schulfreundin von früher hatte ein quarterhorse und machte ganz viele übungen mit ihr. das pferd folgte ihr auf dem platz, ging rückwärts wenn sie es tat. das fan ich total toll, das pferd war hoch konzentriert, hat auf alle bewegungen geachtet.
mein problem ist halt einfach die angst vor menschen, ich mag nicht beobachtet werden, schon garnicht wenns mir nicht gut geht.
die therapeutin müsste es auf wundersame weise schaffen, zwar anwesend aber auch abwesend zu sein...
ich lebe sehr isoliert, ein pferd mal wieder zu sehen, augen, nüstern, das wäre schon irgendwie was...
flocke
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Flocke
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 04. Apr 2006, 14:54:26 |
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| Postrank 3 |
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Registriert: 03. Apr 2006, 20:33:50 Beiträge: 87 Wohnort: Hessen
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ach ja, wie sieht das eigentlich aus, es gibt doch verscheidene arten von reittherapie, woher weiß man welche die richtige ist. im internet findet man auch keine allgeimeinen infos. das erste worauf amn beim googeln stößt sind körperlich und geistige behinderungen. habe selbst in dem bereich meine ausbildung gemacht und gearbeitet, habe daher keine vorurteile, aber ganz ehrlich ein bisschen blöd kam ich mir schon vor als ich nach danach im internet suchte. es dauert echt ne weile bis man auf psychische probleme in dem zusammenhang stößt und auch dann werden selten (garnicht) erwachsene erwähnt.
ich habe verschiedene konzepte gefunden, verschiedenster anbieter... meines erachtens nach wäre für mich ein ausgebildeter psychologe am besten, aber das scheitns hier in der gegend nicht zu geben. vllt wäre es auch nicht gut, weil es in meine traumatherapie reinpfuschen würde, es ist ja eher eine vom jugendamt angeleitete zusätzliche hilfe, die im grunde keinen psychologisch therapeutischen hintergrund haben muss/soll.
die idee der soz.a im jugendamt war einfach, dass ich mich zu sehr auf die theorie stürze und dadurch meine defizite übergehe, andere auf eine falsche fährte locke...
ich verfüge über ausgeprägtes allgemeinwissen, bin spezialisiert auf soziales, rechtliches, religiöses... debattieren udn jemanden an die wand argumentieren kann ich bestens... aber gefühle?
ich zeige gefühle, zeige zuneigung, kann mit menshcne und besonders kindern gut umgehen, wärme, zuneigung geben.... aber empfangen nicht, da laufe ich davon. ich nehme mich nicht wahr, ausser wenn es darum geht anderen zu helfen. zuneigung nehme ich nur an, wenn ich das gefühl habe der andere hat etwas davon.
ich bin sozusagn antiegoistisch, so sehr, dass ich jeden wunsch in mir im keim ertsicken will....
daher denke ich schon, dass eine reittherapie mir helfen kann, denn ein pferd denkt nicht an seinen vorteil, es lebt so sehr im hier und jetzt... wenn ich mich danebenbenehme reagiert es dementsprechend, es verhält sich nie falsch, sondern "angemessen", ohne jeden hintergedanken.
bei einem pferd nützt es nichts, wenn ich anfange zu diskuttieren, argumente zählen nicht...bei einem pferd muss ich mich auf die gefühlsebene einlassen, denn nur so kommuniziert es...
lg flocke
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Flocke
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 04. Apr 2006, 15:01:08 |
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| Postrank 3 |
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Registriert: 03. Apr 2006, 20:33:50 Beiträge: 87 Wohnort: Hessen
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ich habe noch nie erlebt, dass ein pferd "bockig" ist, mir scheinen pferde ehr so eine art "spiegel" zu sein. oft übersieht man einfach, dass das pferd nur etwas reflektiert... wei kann ich da einem solch wundersamen wesen mich gefühlskalten ekelbrocken vorsetzen 
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Tina-Reittherapeutin
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 04. Apr 2006, 15:34:14 |
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Registriert: 09. Mai 2005, 10:15:11 Beiträge: 559 Wohnort: Norddeutschland /Jade
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_________________ " Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen." ( Goethe )
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Flocke
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 04. Apr 2006, 15:35:42 |
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| Postrank 3 |
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Registriert: 03. Apr 2006, 20:33:50 Beiträge: 87 Wohnort: Hessen
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tut mir leid, lass dir zeit, nur kein druck wegen mir. hat mich nur alles entweder interesiert oder gewundert, oder berührt...
lg flocke
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Tina-Reittherapeutin
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 04. Apr 2006, 15:42:24 |
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Registriert: 09. Mai 2005, 10:15:11 Beiträge: 559 Wohnort: Norddeutschland /Jade
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sooo..also Vor und nachbereitung fändest du gut..und das Handling mit dem Pferd vom Boden aus ( sprich :Bodenarbeit ) aber möglichst ALLEINE bzw. unbeobachtet !
Wäre es denn für dich ok wenn dir die Reittherapeutin anleitung gibt, wie du was mit dem Pferd machen kannst und sie setzt sich dann anwesend in eine Ecke um abwesend in eine Zeitschrift zu versinken ?! ´
Nur für den Fall, das was schief läuft !?
_________________ " Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen." ( Goethe )
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Flocke
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 04. Apr 2006, 15:46:54 |
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| Postrank 3 |
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Registriert: 03. Apr 2006, 20:33:50 Beiträge: 87 Wohnort: Hessen
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 hihi, du verstehst schnell. ja sowas in der art. interessant finde ich da nur immer wieder wieviel kontrollbedürfnis da in mir steckt und wie schwierig es für andere sein muss mit mir umzugehen. ein totaler drahtseilakt... es geht ja eigentlich darum, dass ich mich auch menschen gegenüber ein wenig öffne und nicht nach wie vor allem aus dem weg gehe...
aber für den anfang wäre das echt hilfreich.
muss grad bei dem gedanken lächeln, das hat was von alten spionagefilmen, da fehlen dann nur noch zwei gucklöcher in der zeitung
flocke
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