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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann. Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.
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feydriva
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Betreff des Beitrags: Eine kleine Beratung bitte! Verfasst: 05. Sep 2007, 10:41:29 |
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| Postrank 1 |
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Registriert: 05. Sep 2007, 10:15:49 Beiträge: 5 Wohnort: Bochum
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Hallo zusammen,
ihr würdet mir einen großen Dienst erweisen, wenn ihr mir bzgl. meiner Zukunftspläne etwas von euren Erfahrungen erzählen könntet. Kurz zu meiner Person: Ich bin 36 J. und Erzieherin (aktuell erwerbslos). Vor ca. 1 1/2 Jahren ließ ich meine Leidenschaft für Pferde wieder aufleben und begann Westernreiten. Kurz darauf überfiel mich der große Wunsch Beruf und Leidenschaft zu verknüpfen. Die Idee zur Weiterbildung "therapeutisches Reiten" war geboren!
Seitdem studiere ich die diversen Angebote unterschiedlicher Institute mit den unterschiedlichen Voraussetzungen. Ich habe keinerlei Reitabzeichen, der Trainer C liegt wohl in weiter ferne (ich habe auch kein eigenes Pferd, sondern seit neuestem eine Reitbeteiligung). Die Anbieter, die das verlangen, würden für mich wohl ausscheiden. Das sollen aber wohl eher die sein, die von den Krankenkassen anerkannt sind!? Also doch erst TrainerC?
Viel Geld kosten alle. Ich müßte einiges investieren!
Ich weiß einfach nicht, ob ich diesen Schritt, der mit so immensen Kosten verbunden ist, wagen soll.
Welche Chancen habe ich später, eine Anstellung zu bekommen? Ich kann auch gar nicht abschätzen, inwieweit dieser "Beruf" gerade in Mode kommt. Ist der Markt schon mehr als gedeckt?
Wie ihr merkt bin ich hin- und hergerissen. Ich würde das so gerne beginnen, ich brenne fast ein bischen. Darum weiß ich auch gerade nicht, wie realistisch diese Sache für mich ist.
Für ehrliche Beiträge bin ich jetzt schon dankbar!
Viele Grüße, feydriva
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Martina
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 05. Sep 2007, 14:26:40 |
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| Postrank 7 |
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Registriert: 25. Mär 2006, 20:23:41 Beiträge: 708
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Hallo,
als ich das gelesen habe, habe ich zuerst gedacht, daß ich berufliche Chancen damit und "Selbstverwirklichung" trennen würde... für mich liest sich das so, als brennst Du darauf und dann würde ich an Deiner Stelle überlegen, ob Du auch mit "Reittherapeutin" mehr als "Hobby" oder als Nebentätigkeit klarkommen würdest.
Ich persönlich schätze die Chancen für Reittherapie als Hauptberuf eher schlecht ein. 90% arbeiten selbständig und die meisten davon nebenberuflich oder mit anderen "Geldquellen" (Partner mit gutem Einkommen etc.).
Festanstellungen gibt es sehr wenig. Es bleibt eher der Weg in die Selbständigkeit, Reittherapeutin ist ein absoluter Modeberuf, die Ausbildungen dazu sprießen aus dem Boden und werden immer kürzer und "leichter", ziehen also immer mehr Leute an.
Das soll nicht heißen, daß ich es für absolut unmöglich halte, sich als selbständige Reittherapeutin durchzusetzen und auch davon leben zu können, aber es ist ein langer, schwieriger Weg.
Mit Reittherapie als Nebeneinkommen (neben einer Stelle als Erzieherin) etwas Geld zu verdienen, ist allerdings durchaus drin und ich persönlich würde auch so zumindest anfangen.
Zu den Ausbildungen, im pädagogischem Bereich ist Reittherapie nicht von den Krankenkassen anerkannt und das wird m.E. nach auch noch dauern. Die Hippotherapie (Physiotherapie mit Pferd) und Ergotherapie mit Pferd haben da bessere Aussichten, eher anerkant zu werden.
Zu den Weiterbildungsträgern, da sind wirklich sehr große Unterschiede, was Dauer, Inhalte, Qualität usw. angeht. Ebenso haben diese (wenn Du auf eine Festanstellung hinaus willst) natürlich einen dementsprechend guten oder schlechten Ruf.
Einen guten Ruf haben auf alle Fälle die "großen 5" http://www.forum-atp.com/. Jedenfalls ging es mir so, wenn ich bei verschiedenen regionalen Verbänden von Reittherapeuten angefragt habe oder bei Einrichtungen nachgefragt habe, wurden mir genau diese empfohlen.
Das kann aber auch daran liegen, daß diese nun schon lange bekannt sind, wenn man sich die Angebote so anschaut, gibt es durchaus noch andere, die von Ausbildungsqualität etc. gleich sind, vermutlich eben nur unbekannter.
Ich weiß nicht, ob Du die Linkliste hier im Forum schon gefunden hast, die Weiterbildung muß ja auch zu Dir passen, ich würde mir die einfach anschauen. Viele davon verlangen keinen Übungsleiterschein mehr.
Viele Grüße,
Martina
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Tina-Reittherapeutin
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 05. Sep 2007, 15:22:52 |
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Registriert: 09. Mai 2005, 10:15:11 Beiträge: 559 Wohnort: Norddeutschland /Jade
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Womit deine Fragen wohl ausführlichst beantwortet wären  ....
Martina
LG
Tina
_________________ " Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen." ( Goethe )
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feydriva
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Betreff des Beitrags: Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Verfasst: 05. Sep 2007, 17:05:54 |
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| Postrank 1 |
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Registriert: 05. Sep 2007, 10:15:49 Beiträge: 5 Wohnort: Bochum
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Hallo,
danke für die ausführliche Antwort!!
Es ist nicht mein Ziel, rein von der Arbeit als Reittherapeutin zu leben, ich gehöre zur Sparte "gut verdienender Partner an meiner Seite"  . Meine Arbeit sollte sich zumindest selbstständig tragen.
Was mir meine Entscheidung mit erschwert, ist die Tatsache, dass ich aus der Vielzahl der Anbieter nicht herausfiltern kann, wer nun eine qualitativ gute Ausbildung anbietet (am besten ohne Trainer C Schein) und wer nicht. Und die meisten Ausbildungshöfe sind sehr weit vom Ruhrpott entfernt, so dass ich auch nicht überall hinfahren kann, um mir einen Eindruck zu verschaffen.
Tja, ich möchte halt nicht einfach mal irgendeine reittherapeutische Zusatzausbildung machen, um dann währenddessen oder im Nachhinein festzustellen, dass das wohl nicht das Gelbe vom Ei war.
Schwierig schwierig! Werde wohl noch viel recherchieren müssen!
Viele Grüße, feydriva
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Joey
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 06. Sep 2007, 16:52:53 |
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Registriert: 24. Jul 2006, 20:03:35 Beiträge: 1968 Wohnort: tiefstes Niederbayern *gg*
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Hallo!
Meine (pferdische  ) Lebensgeschichte ist fast gleich mit Deiner.
Hab (nach dem ich mit 12-14 Jahren mal Englisch geritten bin) mit 33 Jahren meine Leidenschaft zu den Pferden entdeckt.
Bin auch Erzieherin (arbeitete in Heimen) und habe im Alter von 29 - 32 Jahren Kinderpause gemacht.
Inzwischen (ich bin 37 Jahre) habe ich zwei eigene Pferde und arbeite mit HBP mit immerhin so viel Gewinn, dass ich die Pferde erhalten kann. Trotz krankem Pferd, der immense Tierarztkosten verschlingt.
Also, ich persönlich hatte mit der Ausbildung bei Monika Brossard Glück.
Schreib Dir eine PN dazu.
Muss aber auch dazu sagen, dass ich von 33 Jahren ab drei Jahre lang fast ständig Profiunterricht bei einem Westerntrainer nahm. Hab bei dem sehr viel über Pferde, Pferdehaltung, das Wesen Pferd und das Reiten (wie es klappen könnte...  ) gelernt. Und ich hab sehr viele Bücher über Pferde gelesen. Darüber wie sie ticken und wie man die Dominanz behält. Denn die finde ich das A und O wenn man mit Tieren arbeitet.
Mein erstes Pferd das ich mir gekauft hatte, starb bei der Kastration. Und dann hatte ich immer wieder viel mit Krankheiten und Geburten und Züchten und so weiter zu tun, weil ich auf fünf verschiedenen Höfen Reitbeteiligungen hatte.
Mein Rat an Dich ist, versuch so viel wie möglich mitzunehmen. Überall wo Du bist, mach die Ohren und Augen auf, Du kannst nur lernen. Auch von Negativerfahrungen.
Finde das darum so wichtig, weil die richtige Haltung von Pferden bei dieser Art der Arbeit unwahrscheinlich wichtig ist.
Wünsche Dir viel Glück und alles Gute!
LG Claudia
_________________ „Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte - das Unum des Universums.“ Novalis
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feydriva
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 08. Sep 2007, 10:26:03 |
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| Postrank 1 |
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Registriert: 05. Sep 2007, 10:15:49 Beiträge: 5 Wohnort: Bochum
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Hallo Claudia,
danke für deinen Bericht und deine PN, der Text war sehr schön, da konnte ich mich ein Stück weit wiederfinden. Die Homepage von der Monika Brossard habe ich mir angesehen, liest sich sehr ansprechend, werde ich auf jeden Fall mit zu der bisherigen Auswahl der für mich in Betracht kommenden Anbieter hinzufügen.
Mittlerweile bin ich schon soweit, dass ich denke der Schritt zur RT ist der Richtige. Ich habe ganz viel recherchiert und auch eine RT besucht und mir ihre Stunde angesehen (mit unterschiedlich behinderten Erwachsenen). Das hat mir sehr gut gefallen, und ich war persönlich sehr angerührt, zu sehen was in der Interaktion mit dem Pferd bei den Menschen geschieht. Auch der Umgang miteinander hat mir sehr gefallen. Das ist eh gerade so ein wunder Punkt bei mir, da ich wohl bis dato mehr von negativen als von positiven Erfahrungen, sowohl im Umgang mit den Tieren als auch der Pferdemenschen untereinander, gelernt habe. Wenn ich nicht selbst so tief in mir die Gewissheit hätte, dass das auch anders geht, wäre das echt zum Abgewöhnen!
Viele Grüße ausm Ruhrpott, Melanie
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Joey
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 08. Sep 2007, 18:56:16 |
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Registriert: 24. Jul 2006, 20:03:35 Beiträge: 1968 Wohnort: tiefstes Niederbayern *gg*
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Viel Glück und alles Gute!!!
LG Claudia
_________________ „Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte - das Unum des Universums.“ Novalis
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