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Therapeutisches Reiten - Reittherapie

Forum zum Thema "Heilpädagogisches Reiten" für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, Therapeutisches Reiten für Behinderte.
 
Aktuelle Zeit: 18. Mai 2012, 14:32:14


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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann.
Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.

 
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BeitragVerfasst: 19. Jan 2008, 23:28:53 
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Och, das ist ja nett, liebe Grüße zurück! :)


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BeitragVerfasst: 20. Jan 2008, 11:59:24 
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Ich habe deswegen so neugierig nachgefragt, da ich die RT in einem Stall anbiete, in dem auch andere Reiter ihre Pferde untergestellt haben und wir uns die Halle und den Platz mit diesen teilen. Das "Setting" ist also sehr offen. Ebenso offen können die Inhalte der RT sein. Wenn also jemand in einer Phase der Therapie den Schwerpunkt auf der Technink des Reiten Lernens haben möchte, so ist das möglich.
Manchmal bn ich, auf Grund des "Integrativen Aspektes", glücklich mit diesem Rahmen, manchmal, aus Mangel an Ruhe und Schutzraum, eher nicht. Dein Beitrag hat mich da nochmal zum nachdenken gebracht.


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BeitragVerfasst: 25. Jan 2008, 23:31:00 
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Gedanken zum Wochenende:

Es ist kaum zu glauben, wie effektiv die Therapie mit Pferden ist! :D

Es ist wirklich eine Schande, dass diese Methode anscheinend noch gar nicht so oft bei psychischen Störungen (insbes. auch bei Erwachsenen) Anwendung findet! :evil:

Da muss man sich jahrelang durch kopflastige Sitzungen quälen und fühlt sich durch diese Analysiererei hinterher oft noch schlechter als vorher. Und am Ende quatscht man schon selber wie ein Analytiker oder Therapeut und man meint, man hat Gott weiß wieviel erkannt und erreicht und ist immer noch nicht zufriedener :?

Die emotionalen Probleme werden meiner Meinung nach dabei kaputt versachlicht!!!

Vor kurzem erwiderte ein Mann im Fernsehen in einer Diskussionsrunde über Depressionen auf die Frage, was ihm denn letztendlich geholfen habe (nachdem zig Medikamente nichts gebracht hatten): "eine einfühlsame empathische Therapeutin!"
(In der Diskussionsrunde wurde hierauf natürlich nicht weiter eingegangen, denn die anderen Anwesenden waren "Fachleute" - Menschen der Wissenschaft.)

Emotionen und Wissenschaft geht nicht, ist wohl zu banal, da muss was komplizierteres her. :roll:

Ich war vor etlichen Jahren mal ein Jahr lang 2x wöchentlich in Therapie. Außer, dass ich vor lauter Nachdenkerei über meine eigene Person nur noch therapeutisch gedacht und gesprochen habe, hat mir die Therapie nichts gebracht.

Ich beschäftige mich jetzt über einem Jahr mit Pferden und hatte schon nach den ersten Malen das Gefühl, eigentlich völlig normal zu sein!!! Nach den Reittagen, war mein Kopf frei oder aber voll mit Pferdekram.

Ich habe mich bewegt und körperlich ausgepowert und dabei meine Probleme regelrecht vergessen. Endlich mal den Kopf frei und erschöpft durch physische und nicht durch psychische Anstrengungen!!!

Durch den Aufenthalt in der Natur und den Umgang mit Tieren wird man endlich selber mal wieder natürlich! Dreckig, aber glücklich!!! :D


Allen ein schönes Wochenende!!! :)


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BeitragVerfasst: 26. Jan 2008, 10:55:51 
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Nach diesen Worten, die mir aus der Seele sprechen, werde ich bestimmt ein schönes Wochenende haben! Die Sonne scheint und ich werde mich gleich bei den Pferden auspowern und dreckig machen! :TOP:


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BeitragVerfasst: 26. Jan 2008, 15:09:21 
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Hihi, musste grad richtig schmunzeln bei euren Berichten hier.

Auch mir geht es so dass ich jahrelang immer mal wieder in therapeutischer Behandlung war. Aber meine Ängste und meine Problematik bestand weiterhin. Nun ist es fast ein Jahr seit ich regelmäßig reiten gehe.

Und das krasse an der Geschichte ist, dass meine Problematik seitdem verschwunden ist. Nur mit Ängsten hab ich noch zu kämpfen aber das wird auch besser.

Wie sagte mein Pferdepapa mal zu mir: Tiere; insbesondere Pferde sind halt die besseren Freunde :D Und ich merk das immer mehr denn ein Pferd nimmt dich so wie du bist und meckert nicht an dir rum und schiebt dich nicht in irgendeine Psychologisches Krankheitsmuster rein was du nicht bist.

Uiui bin scho wieder ziemlich direkt. Wenn es jemand stört bitte mir melden ja? :oops:

Liebe Grüße
Rolli-Pferdenärrin

_________________
Dein Pferd ist dein Spiegel,
der deine guten und schlechten Launen unverfälscht wiedergibt.

Sieh hinein in das Auge deines Pferdes,
aber erschrecke nicht vor der Wahrheit.
(Bent Branderup)


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BeitragVerfasst: 27. Jan 2008, 14:41:35 
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Hallo Cisco!

Ich arbeite in einer Therapieeinrichtung für suchtkranke Menschen als Reittherapeutin. Manche meiner Klienten haben eine Doppeldiagnose, d.h. sie sind nicht nur suchtkrank sondern weisen auch eine psychische Erkrankung auf.
Ich finde es toll, wie du über dich selber reflektierst, das kann und will nicht jeder! (Und ich finde, dass eine Reflektion oftmals der erste Weg ist, um eine Veränderung zu schaffen!)

Mich würde sehr interessieren, wie deine Reittherapie stattfindet, wenn dir das nicht zu persönlich ist, darüber zu schreiben. Also wie eine Stunde abläuft, was dir hilft oder was dich stört.
Ich frage zwar auch immer wieder meine Klienten, was für sie hilfreich ist, aber manchmal ist es ganz schön, von jemand ganz anderen zu hören, was er gut findet und was nicht (dabei ist mir natürlich klar, das jeder Mensch anders ist und dies auch anders empfindet).

Grüße Anna


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BeitragVerfasst: 27. Jan 2008, 15:13:01 
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Jo-Anna hat geschrieben:
(...)Mich würde sehr interessieren, wie deine Reittherapie stattfindet, wenn dir das nicht zu persönlich ist, darüber zu schreiben. Also wie eine Stunde abläuft, was dir hilft oder was dich stört.
Ich frage zwar auch immer wieder meine Klienten, was für sie hilfreich ist, aber manchmal ist es ganz schön, von jemand ganz anderen zu hören, was er gut findet und was nicht (dabei ist mir natürlich klar, das jeder Mensch anders ist und dies auch anders empfindet).

Grüße Anna

Hallo Jo-Anna,
das kann ich gerne machen! :)
Werde Dir in Kürze eine PN schicken.

LG


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BeitragVerfasst: 05. Feb 2008, 21:38:59 
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Spruch der Woche:

Ein Pferd kann seinem Reiter die Schnelligkeit und Kraft borgen, die ihm mangelt. Aber es ist der kluge Reiter, der sich stets daran erinnert, dass beides nur geliehen ist. - Pam Brown


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BeitragVerfasst: 10. Feb 2008, 12:55:35 
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Mir ist kürzlich aufgefallen, dass ich im Alltag immer häufiger das, was ich sage oder bewirken will, mit Signalen/Körpersprache unterstreiche, die ich in der Bodenarbeit mit den Pferden gelernt habe.

Wurde neulich auf der Straße von so einem Werbefuzzi angequatscht. Ich sagte "Nein Danke!" und hob automatisch meine Handflächen abwehrend gegen ihn. Schlagartig ließ diese Person von mir ab, ohne beleidigt zu sein, oder weiteren Kommentar, wie es ja meistens abläuft!

Wenn ich im Beruf "Nein" sage, drehe ich neuerdings automatisch meinen ganzen Oberkörper zu meinem Gesprächspartner, hab' ich früher, glaub' ich eher nicht gemacht. Nein sagen ist mir halt immer unangenehm.

Wenn mir auf der Straße Leute nebeneinander entgegenkommen, bin meist immer ich ausgewichen, mach' ich jetzt auch nicht mehr!

Versuche jetzt, denen mit gestählter Brust entgegenzugehen. Notfalls bleibe ich zwar stehen, weiche aber nicht aus. Sollen die doch mal überlegen, wie wir aneinander vorbeipassen (z. B. die beiden hintereinander!?)!!!

Kann ja wohl nicht angehen, dass die anderen immer Alphapferde sind und ich weiche ständig aus!! :)
(ich differenziere aber natürlich: einer unkoordinierten älteren Person, oder einer Mutter, die gerade mit ihren Kindern zu kämpfen hat, lasse ich natürlich den Vortritt)


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BeitragVerfasst: 10. Feb 2008, 18:34:27 
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Ja, ja die Körpersprache.
Ich habe auch selber die Erfahrung gemacht, aber was ich immer wieder beobachte ist wie sich die Kinder verändern.
Oft waren sie vorher sehr in sich gekehrt, was auch körperlich zum Ausdruck kam(Schultern eingezogen, Blick auf den Boden gerichtet)
Wenn sie dann beim Reiten waren, richten sie sich auf und können einem in die Augen schauen.
Das sind dann die Momente wo ich sage, ich habe einen Traumberuf.
Viele Grüße
Simone

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Aber wenn du mich zähmst, werden wir uns brauchen, du wirst für mich einzigartig sein und ich für dich. (der kleine Prinz)


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BeitragVerfasst: 22. Feb 2008, 13:03:55 
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Mache zur Zeit super Fortschritte beim Reiten und vor allen Dingen beim ganzen Drumherum wie Putzen, Satteln, Auftrensen. Konnte das zwar alles schon, aber durch die Hemmungen und die Aufregung hat mich das echt enorm viel Energie und Überwindung gekostet. Und das anschließende Reiten konnte ich dann schon gar nicht mehr genießen. :?

Beim Galopp habe ich noch gemerkt, dass, je mehr ich loslasse (also die Beine locker hängen lasse), desto sicherer sitze ich.
Auch schön übertragbar auf das Leben allgemein, finde ich. :)

So, dass wär's erst mal wieder von mir! :D


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BeitragVerfasst: 03. Mai 2008, 10:06:01 
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Beiträge: 654
Hi Cisco,

wie geht es Dir?
Lang nicht mehr gesehen und nix mehr gelesen von Dir. Würd mich echt freuen wenn Du mal wieder schreibst wie es Dir geht und was Du so für Fortschritte gemacht hast.

Liebe Grüße
Rolli-Pferdenärrin

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BeitragVerfasst: 28. Mai 2008, 09:40:21 
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Beiträge: 11
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Hallo Cisco (und auch Susannah)!
Ich bin hier total neu und hab grad gespannt mitgelesen-wie geht es euch denn inzwischen so, wurde ja eine Weile nichts mehr geschrieben...oder vielleicht an anderer Stelle? Muß mich hier erst mal zurechtfinden! Würde mich interessieren, wie es euch weiter ergangen ist mit der Reittherapie und ob ihr darauf aus seid, irgendwann doch Reitunterricht zu bekommen...Als Reittherapeutin habe ich die Erfahrung gemacht, dass die meisten meiner Klienten am besten von den Übungen an der Longe (je nachdem Entspannungs- oder Körperspürübungen o.ä....) profitieren und es gar nicht wichtig ist, selber zu reiten. Wie ergeht es euch damit? Liebe Grüße, Katha


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