hey joey,
hast du die kinder immer einzeln oder machst du auch gruppen z.B. mit aspergern? wie arbeitest du inhaltlich? kannst du vielleicht beschreiben, wie sich der kontakt mit den pferden auf das leben der kinder/erwachsene ausgewirkt hat (eventuell abbau von selbstverletzendem verhalten, akzeptanz von berührungen oder in die richtung).
ich versuche mal ein bißchen was von meiner fortbildung wiederzuegeben, aber es war halt nicht zum thema pferde und autismus. die referentin war diplom-psychologin und leiterin des autismus-institutes hier in hamburg wo auch der bundesverband für autismus ist.
hauptsächlich ging es erstmal über die unterschiedlichen synonyme und deren abgrenzung. also grob den frühkindlichen autismus bzw. kanner-autismus und daneben der asperger-autismus, wo die kinder sprachlich ja sehr gewandt sind, trotzdem auch hier einschränkungen haben. in ein paar jahren wird man wohl nur noch von der autismus-spektrum-störung (ASS) sprechen. was mich ziemlich erschrocken hat, ist, dass wohl 1 % der kinder autisten sind. das finde ich schon ziemlich viel, aber es wird wohl bei vielen noch nicht erkannt, da es noch nicht bis zu allen ärzten vorgedrungen ist.
dann haben wir viel über die einzelnen symptome geredet und wie man so die ersten anzeichen feststellt. dadurch dass sie in ihrem institut sehr viele verschiedene autistische kinder in therapie hat, konnte sie uns sehr viele aufnahmen zeigen, denn es ist wirklich, wie du schon sagtest, kein autist gleich. interessant sind ja auch immer die spezialthemen die gerade die asperger immer haben z.b. glühbirnen. =)
im zentrum handelt es sich aber immer um eine störung der interaktion, die sich in der sprache oder auch dem spielverhalten zeigt. aber viele haben ja so im kopf, ein autist ist jemand, der nicht spricht und einen nicht anguckt. wichtig ist aber wirklich die störung der interaktion.
in dem rahmen hat sie auch noch über viele autoren oder filme von "berühmten" autisten erzählt, wo man teils im internet oder auch bei amazon und so was beziehen kann.
zur intervention hat sie hauptsächlich über die therapie mit aspergern erzählt, wo es hauptsächlich darum geht, zu lernen eigene gefühle zu erkennen und zu artikulieren. dazu ist es wichtig viel zu visualisieren. sie hat uns viel material vorgestellt, dass sie nutzt. z.b. hat sie so bildergeschichten, die verschiedene situationen darstellen, wo es um soziale inhalte geht. oder sie hat verschiedene gesichter mit denen sie arbeitet. also wo die kinder lernen, das bedeutet ärger, das trauer usw. der verlag
www.kleine-wege.de hat sehr schönes und kreatives material.
http://www.amazon.de/Mr-Face-Emotionen- ... 449&sr=8-1 den fand ich auch toll! =)
und als letztes haben wir nochmal über das thema ADHS und asperger (50 % der asperger kinder haben gleichzeitig ADHS) und das leben mit hochbegabung geredet.
also alles in allem sehr umfassend und spannend. hoffe ich konnte einen kleinen überblick geben. =)
jetzt seid ihr dran. hihi... =)