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Therapeutisches Reiten - Reittherapie

Forum zum Thema "Heilpädagogisches Reiten" für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten, Therapeutisches Reiten für Behinderte.
 
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Reittherapie
Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd - Claudia Altmann.
Mit allen Sinnen ganzheitliches Erleben der Faszination Pferd.

 
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 Betreff des Beitrags: Anamnese
BeitragVerfasst: 17. Dez 2006, 10:59:02 
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Hallo alle!

Bin ja noch Neuling im Beruf der tiergestützten Heilpädagogik. Und wollte Euch fragen, ob mir jemand gute Formulare empfehlen kann.
Ich suche Formulare für z.B. die Planung mit Zielen der einzelnen Stunden, Formulare für die Planung ganzer Einheiten ...

Aber am allerwichtigsten wäre mir eine Vorlage zur Anamnese. Oder wie macht ihr das?
Führt ihr mit den Eltern Gespräche? Macht ihr schriftliche Anamnesen?
Arbeitet Ihr mit den Lehrern und Ärzten zusammen? Wie verrechnet ihr solche Bemühungen? Wenn Ihr z.B. mit dem Arzt des Klienten sprecht, laßt Ihr Euch diese "Stunde" bezahlen?

Würde mich sehr interessieren, wie ihr all das mit dem "Büro-Kram" macht.

Habe mir bei uns zu Haus "mein Zimmer" eingerichtet. Also ein Büro. Und wenn ein neuer Klient kommt, bitte ich die Eltern auf ein Gespräch in mein Büro. Haltet Ihr das für eine gute Idee? Sie könne da ihre Vorstellungen loswerden und ich kann in Ruhe meine Arbeitsweise erklären.
Dann möcht ich denen eben ein Formblatt zur Anamnese mit nach Hause geben - das sie mir ausgefüllt wieder bringen sollen.
Was haltet Ihr davon?

LG Claudia

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„Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte - das Unum des Universums.“
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BeitragVerfasst: 17. Dez 2006, 13:47:12 
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Hallo Joey,
im Buch "Reittherapie" von Marianne Gäng (Hrsg.) gibt es ein paar Musterblätter zur Anamnese, Dokumentation und Kurz- und Langfristiger Stundenplanung. Vielleicht kannst Du Dir da Anregung holen.
Ansonsten ist Deine Idee mit dem Zimmer gut. Ich mache meine Anamnesen immer stückchenweise am Telefon, beim Erstkontakt und dann, was noch fehlt danach, aber das ist nicht immer so günstig. Du solltest Dir das und die Gespräche mit Fachdiensten auch auf alle Fälle bezahlen lassen. Bei mir ist das etwas billiger als die Arbeit mit dem Pferd - sozusagen minus Pferdekosten pro Stunde. Das ist allerdings nicht immer einfach durchzusetzten, wenn es Privatzahler sind. I


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BeitragVerfasst: 17. Dez 2006, 18:00:37 
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Danke Stef. Das Buch von der Gäng hab ich. Und die Vordrucke auch. Danke trotzdem.
Wollte mir aber dennoch ein paar Anregungen holen. Vielleicht gibt es ja noch mehr gute Vordrucke.

LG :)

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BeitragVerfasst: 27. Dez 2006, 17:34:48 
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Hallo Joey,

ich denke, das Beste wird sein, Du entwickelst Dir Deine Formblätter selbst. Da ja jede/r eine andere Arbeitsweise hat, benötigt zB. auch jede/r andere anamnestische Daten und noch gravierender ist der Unterschied bei der Unterrichtsplanung. Wenn Du bei Deinen ersten KlientInnen erst einmal alles sammelst, wirst Du schnell merken, was Du wirklich brauchst und wie Dein Anamnese-Fragebogen/Gespräch aussehen muß. Ebenso wirst Du bei der Reflektion Deines HPR-Angebotes hinterher Lücken in der Planung entdecken und so Deine Stundenvorbereitung optimieren können.

Wir benutzen seit sechzehn Jahren unser sogenanntes 'Stallbuch', das wir uns nach unseren Bedürfnissen entworfen und mit den Jahren immer weiter entwickelt haben und wo von Datum, Uhrzeit, Zielen und Inhalten für die Stunde, Wünsche des/der KlientIn, evtl. Schwierigkeiten während der Stunde bis zur formalen Anwesenheitskontrolle des/der KlientIn (wird beides nachträglich dazugeschrieben) und der Name des mitarbeitenden Pferdes und des/der betreuenden PraktikantIn alles drin vermerkt ist.
So können wir 16 Jahre Arbeit dokumentieren, frühere Verläufe nachschauen, usw. Ist sehr praktisch und zur Stundenplanung für uns inzwischen unerläßlich.

So etwas ist bei uns übrigens auch Ausbildungsinhalt. Finde es sehr wichtig, zukünftige ReittherapeutInnen/-pädagogInnen darauf vorzubereiten, ihre HPA-Stunden strukturiert zu planen und anschliessend zu dokumentieren !

Gruß,
Anne von Hof FYLGJA


Zuletzt geändert von FYLGJA am 30. Dez 2006, 20:19:37, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 30. Dez 2006, 19:21:18 
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Deine Art der Dokumentation hört sich wirklich gut an.

Und ich seh es auch so wie Du. Denke auch, dass es sich mit der Zeit rauskristallisieren wird, wie man was wann dokumentiert.

Im Rahmen meiner Weiterbildung kommt das auch erst noch. Möchte aber jetzt schon damit anfangen.

Danke Dir für die Tipps!!

LG Claudia

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BeitragVerfasst: 14. Jan 2007, 18:33:39 
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Hab jetzt selber die Erfahrung gemacht, dass die Amnamnese-Vorlagen von der Gäng für mich nicht ganz paßend sind. Hab sie mir ein wenig umgeändert.

Falls noch jemand Vorschläge hat, bitte gern!

LG Claudia

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31. Jan 2007, 08:57:41 
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Hallo,

ehrlich gesagt erschreckt es mich einwenig, dass nur 2 Praktizierende etwas zu deinem Thema sagen konnten .
Ich habe mir auch selbst einen Anamesbogen zusammengestellt , wieder verändert und ausgebaut.
Vordrucke können als Anregung genutzt werden, sollten aber immer mit persönlichen Schwerpunkten bestückt sein.
Auch sind diese Bögen + Reflektionen + Auswertung unerlässlich , für eine spätere Anerkennung oder einen Fortschritt richtung " Kostenübernahme der KK" !! Auch wenn es jetzt noch nicht soweit ist, ALLES sammeln und zugegebenem Zeitpunkt damit trumpfen.

LG
Tina

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" Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas schönes bauen." ( Goethe )


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BeitragVerfasst: 31. Jan 2007, 10:36:58 
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Hi Tina!

Also, ich hab - neben dem was Du hier so trefflich angeführt hast - auch noch für mich festgestellt, dass ich anders gar nicht arbeiten könnte.
Ich brauche nicht nur für die Klienten sondern auch für mich einen "Arbeitsplan".
Durch den "roten Faden" den ich mir dadurch mache, empfinde ich meine Arbeit als viel effektiver. Und es fallen mir Dinge besser auf, die gefördert werden sollten und so weiter. Denn ich reflektiere ja auch jede Einheit schriftlich.
Darum bin ich auch der Meinung, dass es sehr zur Qualität der Arbeit beiträgt, wenn man mit den Bögen arbeitet.

Ich persönlich hab jetzt einen Personalbogen, einen für langfristige Planung,eine Tabelle "Übersicht" der Einheiten, Pläne für jede einzelne Stunde, die Reflexion der einzelnen Stunden, einen Zwischenbericht, einen Bogen für mich ganz persönlich als "Tagebuch-Aufzeichnung" und einen Abschlußbericht der nach den im Langzeitbogen gesteckten Einheiten bearbeitet wird.
So find ich das jetzt für mich gut.

Welche Bögen benützt Du denn? Falls es nicht zu viele sind und es Dir nicht zu viel Arbeit ist, würdest Du sie mir per E-Mail senden? Oder ist das zu aufwendig?

LG Claudia

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